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Schreibwolff-Magazin

Jan-Geert Wolff

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Bachchor Mainz geht neue Wege für ein junges Publikum: Saisonauftakt am 3. Oktober 2007

Die aktuelle Saison des renommierten Bachchors Mainz unter der Leitung von Prof. Ralf Otto beginnt traditionell am 3. Oktober unter der Schirmherrschaft des evangelischen Kirchenpräsidenten Peter Steinacker und Ministerpräsident Kurt Beck mit dem Oratorium „Elias“ von Felix Mendelssohn-Bartholdy.

Neben der Verpflichtung namhafter Solisten wie Ruth Ziesack und Peter Lika ist das Musizieren des Orchesters L’arpa festante München auf historischen Instrumenten gerade bei einem Stück der Romantik eine Besonderheit: „Das gibt einen ganz speziellen, anders gelagerten Klang“, verspricht Ralf Otto.

Für dieses Auftaktkonzert wird der Bachchor auch die Zusammenarbeit mit Schulen in der Region fortführen. Nach dem Erfolg mit Händels „Saul“ und Schülern eines Alzeyer Gymnasiums wird jetzt das Mainzer Frauenlob-Gymnasium die musikalische Arbeit hautnah miterleben.

Weiter geht es barock: Am 2. Dezember eröffnet der Bachchor den Reigen der Weihnachtsoratorien von Bach mit den ersten drei Kantaten. Beginnt dieses Konzert um 19.30 Uhr, findet am gleichen Tag um 17 Uhr „Das Weihnachtsoratorium für Kinder“ statt. „Der Musiker Michael Gusenbauer erzählt Bachs Opus für Kinder ganz neu – in altersgerechter Sprache aber mit Bachs Musik“, freut sich Dirigent Otto auf das spezielle Konzert.

Mit seinem Namenspatron gestaltet der Bachchor auch die Passionszeit: Am 21. März 2008 – Karfreitag und zugleich Bachs 323. Geburtstag – erklingt in der Christuskirche die Johannespassion mit dem Bachorchester Mainz und handverlesenen jungen Solisten, die am Anfang ihrer internationalen Karriere stehen.

Ein Höhepunkt der Saison wird schließlich das vierte Konzert sein, das am 1. Juni unter dem Titel „Love…Love…Love“ neben der Bachmotette „Jesu meine Freude“ zwei zeitgenössische Werke fokussiert: „Le Cantique des Cantiques“, die Vertonung des biblischen Hohelieds der Liebe von Jean-Yves Daniel-Lesur (1908-2002) und die Uraufführung der „Drei Orpheus-Fantasien“ des rheinland-pfälzischen Komponisten Heinrich Poos (*1928). Wovon sich keiner abschrecken lassen sollte: „Poos ist durchaus ein Verfechter der Tonalität, aber auf neuen Wegen“, erklärt Otto: „Und Daniel-Lesur erinnere an Debussy und die Opulenz von Strauß.“

Für alle Konzerte gibt es wieder ein interessantes Abonnement-Angebot sowie die Möglichkeit, auf der neu gestalteten Internet-Seite des Bachchors (www.bachchormainz.de) Karten online zu bestellen und auszudrucken.

Wer den Bachchor noch öfter hören möchte, dem bietet das Ensemble vom 30. September 2007 bis zum 29. Juni 2008 in zehn Universitätsgottesdiensten in der Christus- und drei Vespern in der Augustinerkirche die Möglichkeit zum kostenlosen Musikgenuss. Zu allen Terminen wird der Chor Kantaten von Johann Sebastian Bach singen.

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