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Schreibwolff-Magazin

Jan-Geert Wolff

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„Zusammen singen macht Spaß!“

MAINZ (19. Mai 2017). Rund 800 Grundschulkinder aus Mainz und Umgebung haben sich schon angemeldet zum großen Mitsingkonzert von „ColMusiKuss“ am 28. Juni um 10.30 Uhr auf dem Mainzer Marktplatz. Prof. Felix Koch von der Mainzer KinderUni hofft aber auf noch viel mehr begeisterte Teilnehmer, wie er im Interview verrät:

Herr Prof. Koch, was genau passiert an diesem Tag?

Kurz gesagt: Wir singen zusammen. Wir, das sind Sängerinnen und Sänger des UniChors und hoffentlich ganz, ganz viele Kinder aus allen Grundschulklassen. Nachdem wir 2016 zum Rheinhessen-Jubiläum in Bodenheim über 800 Kindern zum begeisterten Mitmachen animieren konnten, wollen wir das nun in Mainz noch mal toppen. In der letzten Woche vor den Sommerferien ist es für die Grundschüler bestimmt ein besonderes Erlebnis, etwas gemeinsam zu unternehmen – eben zusammen zu singen.

Gibt es ein besonderes Programm?

Wer sich anmeldet, bekommt von uns umgehend sechs leichte Mitsing-Lieder zugemailt, so dass sich die Klassen vorbereiten können. Es gibt Notenmaterial und auch mp3-Dateien zum Anhören der Kinderlieder. Damit fällt das Lernen dann sozusagen kinderleicht.

Wie viele Grundschüler möchten Sie denn ansprechen?

Am liebsten alle in Mainz und Umgebung. Wer mitmachen möchte, kann gerne kommen – der Marktplatz ist groß genug für alle. Das Projekt ist kostenlos und dauert eine knappe Stunde. Ich moderiere und wir erwarten auch einen prominenten Gast.

Wen denn?

Den Mainzer Oberbürgermeister Michael Ebling! Der hat nämlich die Schirmherrschaft übernommen und wird dann auch mit uns zusammen singen. Der UniChor fungiert dabei als Pate und „ColMusiKuss“ als Markenzeichen der musikalischen KinderUni an der Johannes-Gutenberg-Universität als Vermittlungsinstitution.

Ist das eine einmalige Aktion oder steckt ein weitergehendes Ziel dahinter?

Wenn wir das regelmäßig veranstalten könnten, wäre das natürlich toll. Ich bin ja nicht nur Dirigent und Professor für Cello, sondern in erster Linie Pädagoge, habe zehn Jahre an Frankfurter Grundschulen unterrichtet und bin im Herzen eigentlich immer noch Grundschullehrer. Wir richten wir uns ja ganz bewusst an Kinder in diesem Alter, um ihnen zu zeigen, wie schön das gemeinsame Singen ist. Hier können sich die Kinder selbst entdecken, ihr Potenzial und ihre Kreativität. Jedes Kind lernt, dass es etwas kann, das es zeigen und mit anderen erleben kann.

Und das ist die Musik?

Ja, aber nicht passiv genossen, sozusagen als „Geräusch von außen“, sondern von innen heraus. Damit wollen und werden wir die Kinder motivieren. Wissen Sie, ich liebe die Musik des Komponisten Georg Philipp Telemann. Und der hat vor fast 300 Jahren geschrieben: „Singen ist das Fundament zur Musik in allen Dingen. Also präge man das Singen jungen Leuten fleißig ein.“ Nichts anderes wollen wir am 28. Juni schaffen: Den Kindern aus Mainz und Umgebung einen Weg zur Musik eröffnen und zeigen, welchen Spaß es macht, den gemeinsam zu gehen.

So wie Sie das sagen, haben Sie Ihr Ziel ganz klar vor Augen. Gibt es hier denn schon Erfahrungswerte?

Ja. In Frankfurt haben wir zu einer solchen Veranstaltung mehr als 2000 Kinder auf dem Römerberg versammelt. Und als wir im vergangenen Jahr in Bodenheim das eigens komponierte und von den verschiedenen Grundschulklassen weitergedichtete „Rheinhessenlied“ gesungen haben, war das für alle ein großartiges Erlebnis. Von unserem Tag in Mainz erhoffe ich mir dann eine Art Initialzündung, um die Schulen untereinander besser zu vernetzen. Die Musik ist hier am besten geeignet und kann ein emotionales Band knüpfen. Bei sportlichen Wettkämpfen unter Schulen geht es naturgemäß immer gegeneinander – wir aber setzen ganz klar auf das Miteinander.

Grundschullehrkräfte, die ihre Klassen zum Mitsingkonzert am 28. Juni um 10.30 Uhr auf dem Marktplatz anmelden wollen, können dies ganz einfach bis zum 11. Juni unter der Mailadresse fernandj@uni-mainz.de tun.

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