Musikalische Dialoge am Mittelrhein
MAINZ (26. März 2026). Gewisse Termine ähneln sich in ihrem Ablauf wie eine gut einstudierte Choreographie. Dass sich das auch im Fall der Programm-Pressekonferenzen des Festivals RheinVokal so verhält, ist durchaus zu begrüßen, denn das jährliche Präsentieren der Konzerte, die Darstellung der Partnerschaften und gegenseitigen Danksagungen für ebendiese Kooperation zeigen ja, wie konstant die Reihe ist.
In 13 Städte und Gemeinden bespielt das Festival RheinVokal mit dem Mittelrheintal eine der schönsten Kulturlandschaften Europas. Vom 14. Juni bis 30. August 2026 treffen sich hier wieder Künstlerinnen und Künstler aus aller Welt, das zu tun, wofür das diesjährige Motto steht: Sie treten in musikalische Dialoge – zwischen Komponisten und Epochen, Instrumenten und Singstimmen, Texten und Musik und natürlich Interpreten und Publikum.
Die Deutsche Radio Philharmonie Saarbrücken Kaiserslautern eröffnet das Festival in Koblenz mit einem Dialog zwischen zwei grandiosen, aber sehr gegensätzlichen Symphonikern: Jean Sibelius und Gustav Mahler. In Bachs Motetten spaltet sich die Rheinische Kantorei in zwei Chöre auf und füllt den weiten Kirchenraum von Maria Laach mit jubelndem Wechselgesang. Bei Chanticleer aus San Francisco treffen festliche Motetten der Renaissance auf klassische US-Songs, bei den Curious Bards begegnen sich Celtic Music und nordische Mythen. In barocken Arienprogrammen wetteifern virtuose Flöten mit zauberhaften Sopranstimmen. „Literatur und Musik“ heißt der Abend von SWR Kultur, in dem eine Mundharmonika und literarische Texte abwechselnd vom Lebensglück erzählen.
Da es immer auch ein zentrales Anliegen von RheinVokal ist, dem Nachwuchs im Gesang eine Chance zu geben, präsentiert das Festival in diesem Jahr die junge Polin Dorota Szczepánska, die Mezzosopranistin Fleur Barron aus UK und weitere aufstrebende Stimmen. Daneben geht es im diesjährigen Festivalsommer zurück in die „Goldenen Zwanziger“ – passend zum Motto des Kultursommers Rheinland-Pfalz. Das SWR Vokalensemble macht sie im „Berliner Requiem“ von Kurt Weill und Bertolt Brecht lebendig, während das Cuarteto SolTango die Tangoleidenschaft der Zwanziger Jahre wieder aufleben lässt.
RheinVokal ist ein gemeinsames Festival des SWR, der rheinland-pfälzischen Landesstiftung Villa Musica und des Vereins der RheinVokal-Kommunen. Das Land unterstützt das Festival finanziell und ideell, weitere Förderer und Sponsoren sind unter anderem Lotto Rheinland-Pfalz, die Sparkasse Neuwied und der Kultursommer Rheinland-Pfalz sowie die Freunde der Villa Musica e. V. Der SWR sorgt mit diversen Konzertmitschnitten auch für überregionale mediale Präsenz.
Hier geht es zu den Konzerten: https://www.rheinvokal.de/konzerte-und-tickets/konzerte.


