Festival vereinigt sich mit dem Königreich
OESTRICH-WINKEL (19. Februar 2026). Im Rahmen der Programm-Pressekonferenz stellten das Rheingau Musik Festival sein Programm für die kommende Saison in Oestrich-Winkel vor. „Mit Hayato Sumino als Artist in Residence, der Academy of St Martin in the Fields als Orchestra in Residence, Lucienne Renaudin Vary, María Dueñas, Nils Landgren, dem Vokalensemble Voces8 und dem Länderschwerpunkt ‚United Kingdom‘ laden wir unser Publikum zu musikalischen Entdeckungsreisen ein – inspiriert von Tradition, Offenheit und künstlerischer Neugier“, schwärmte Intendant und Geschäftsführer Michael Herrmann. Über 3.000 Künstlerinnen und Künstler sind in dieser Festivalsaison zu Gast.
Der diesjährige Festivalsommer wartet mit über 150 Konzerten an 26 Spielstätten des Rheingaus und benachbarter Regionen auf. Über 130.000 Eintrittskarten stehen für die Konzerte zur Verfügung. Die Gesamtkosten belaufen sich auf acht Mio. Euro. Langfristige Sponsorenverträge, Konzert- und Sachsponsorings, die Beiträge und Spenden der Mitglieder des Fördervereins sowie ein Landeszuschuss in Höhe von 25.000 Euro sichern die Finanzierung des Rheingau Musik Festivals.
Die Hauptveranstaltungsorte sind Schloss Johannisberg, Kloster Eberbach, Schloss Vollrads und das Kurhaus Wiesbaden. Dazu kommen zahlreiche Kirchen und Weingüter im Rheingau, Taunus und in Wiesbaden. Erstmals nach langer Pause findet auch ein Konzert im Theater Rüsselsheim statt. In der Erlöserkirche in Bad Homburg und im Tattersall in Wiesbaden ist das Rheingau Musik Festival 2026 erstmalig zu Gast.
Mit dem japanischen Pianisten Hayato Sumino hat das Rheingau Musik Festival in diesem Jahr einen herausragenden Artist in Residence gefunden, der in sieben Konzerten seine ganze musikalische Bandbreite von Klassik über Jazz bis hin zu Eigenkompositionen präsentiert. Daneben prägen mit der Trompeterin Lucienne Renaudin Vary, der Geigerin María Dueñas und dem Jazz-Posaunisten Nils Landgren drei weitere Künstlerpersönlichkeiten den Sommer mit spannenden Konzertprojekten. Ebenfalls mehrfach zu erleben sind zwei britische Ensembles, die das Rheingau Musik Festival seit langer Zeit musikalisch begleiten: das renommierte Vokalensemble Voces8 sowie die Academy of St Martin in the Fields, die in diesem Jahr – als erst zweiter Klangkörper in der Geschichte des Festivals – den Titel Orchestra in Residence trägt.
Bestimmt aktuell der nicht nur bei Hofe in Ungnade gefallene Andrew Albert Christian Edward Mountbatten-Windsor die News aus Great Britain, gibt es in puncto Königreich auch eine gute Nachricht: Im Rahmen des diesjährigen Länderschwerpunkts „United Kingdom“ präsentiert das Rheingau Musik Festival weitere britische Klangkörper und Interpreten, darunter das Royal Scottish National Orchestra oder das Aurora Orchestra sowie Vokalensembles wie den Tenebrae Choir oder The King’s Singers. Daneben prägen Solistinnen und Solisten wie Ian Bostridge, Jess Gillam und Kit Armstrong das Bild der aktuellen britischen Klassikszene. Wie vielfältig die Klangsprachen Englands, Schottlands und Nordirlands seien, machten auch Ensembles wie das Maxwell Quartet, The Ukulele Orchestra of Great Britain oder London Brass deutlich: „Sie alle verkörpern als Botschafter die musikalische Exzellenz und den kulturellen Stolz ihres Landes“, heißt es von Festivalseite.
In der 2024 ins Leben gerufenen Reihe „Ausgezeichnet!“ wird ausgewählten Wettbewerbsgewinnerinnen und -gewinnern die besondere Anerkennung entgegengebracht und die Gelegenheit geboten, sich einem breiten Publikum frisch und leidenschaftlich vorzustellen. Das Rheingau Musik Festival sieht seine Aufgabe nicht nur darin, die größten internationalen Künstlerinnen und Künstler in die Region zu holen, sondern auch Verantwortung für den künstlerischen Nachwuchs zu übernehmen.
Das komplette Programmheft zum Durchblättern gibt es online unter https://www.yumpu.com/de/document/read/70916177/rmf-festivalprogramm-2026.


