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Jan-Geert Wolff

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Journalistenpreis für Jan-Geert Wolff

STUTTGART – Zum zehnten Mal seit 1998 verleiht die Robert Bosch Stiftung den Journalistenpreis Bürgerschaftliches Engagement. Bis heute wurden über 1.000 Einsendungen eingereicht und über 80 Preisträger ausgezeichnet. 2007 wurde mit 130 Bewerbungen ein neuer Rekord aufgestellt. Im Jubiläumsjahr erhielt Jan-Geert Wolff, Betreiber von Schreibwolff.de und freier Kulturjournalist, den mit 3.000 Euro dotierten zweiten Preis für seine in der Rhein Main Presse erschienene Reportage „Der Musikmann kommt“.

In seiner Laudatio hob der Vorsitzende der Jury, Gerd Appenzeller (Der Tagesspiegel, Berlin), „abgesehen von der offenkundigen journalistischen Begabung des Verfassers“ dessen „Blick für das Leid und dafür, wie man es lindern kann“ heraus. Die Reportage „Der Musikmann kommt“ stellt den Mainzer Flötenlehrer Hubert Zanoskar vor, der einmal wöchentlich die Kinderkrebsstation der Mainzer Universitätsklinik aufsucht und sich dort um die kleinen Patienten kümmert. „Der Verfasser schildert das alles in einem ruhigen und undramatischen Ton, in einer klaren und schlichten Sprache. Er schmeißt sich weder an diese Kinder heran, er will uns nicht zu Tränen rühren – aber anrühren, berühren will er uns schon“, begründete Appenzeller das Votum der Jury.

Den ersten Preis verbunden mit 5.000 Euro erhält in diesem Jahr Christian Sywottek für seinen Artikel „Aus dem Nichts“, der im Magazin „brand eins“ veröffentlicht wurde. 2.000 Euro und der dritte Preis gehen an Bernd Volland vom Magazin stern für „Am Anfang stand der Traum“. Den Marion-Dönhoff-Förderpreis (3.000 Euro) erhält Markus Wanzeck für „Profit macht nur der Kiez“, der in der taz erschien. Die beiden Lokalredakteure Michael Ohnewald und Thomas Faltin von der Stuttgarter Zeitung teilen sich den mit 5.000 Euro dotierten Serienpreis für ihre Artikelserie „Die Engagierten“.

Der Journalistenpreis Bürgerschaftliches Engagement der Robert Bosch Stiftung wird jährlich ausgeschrieben. Ziel des Preises ist es, mehr Öffentlichkeit für das freiwillige Engagement von Bürgern in ihrem Gemeinwesen zu schaffen. Ausgezeichnet werden Berichte, Reportagen oder Kommentare, die beispielhaft darstellen und fragen, wie und warum Menschen für sich und für andere Verantwortung übernehmen.

„Die vielen hervorragenden Artikel über das Ehrenamt beschreiben nicht nur, wie Menschen allein oder gemeinsam etwas bewegen, sie vermitteln auch die Freude darüber, etwas zu bewegen. Und Freude ist die beste Werbung für Nachahmer”, fasste Dieter Berg, Vorsitzender der Geschäftsführung der Robert Bosch Stiftung, den Wettbewerb zusammen.

„Wir brauchen Journalisten, die es wirklich wissen wollen, die uns fordernd gegenübersitzen und uns auf den Zahn fühlen, die unsere Einmischung in öffentliche Angelegenheiten öffentlich kontrollieren“, sagte Festrednerin Christina Rau bei der Preisverleihung in Stuttgart. Das sei gut für die Qualität und Transparenz der Arbeit und schaffe Vertrauen bei denen, die „wir als Unterstützer gewinnen wollen“, so Rau.

Die Reportage ist im Download-Bereich dieser Seite einsehbar.

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