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Schreibwolff-Magazin

Jan-Geert Wolff

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» Musik

Klangvolle Osternacht

BINGEN (jgw). Die Reihe „Musik in Burgen und Schlössern“ der rheinland-pfälzischen Landesstiftung Villa Musica nutzt in diesem Jahr fast 30 reizvolle Spielstätten für mehr als 50 Konzerte. Mit einer kammermusikalischen Soiree in der Villa Sachsen wurde der Konzertreigen jetzt eröffnet.

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„Eine Reise zu Bach“

MAINZ (12. April 2017). Eine Markuspassion von Bach? Darüber haben sich schon viele Musiker den Kopf zerbrochen. Und Rekonstruktionsversuche angestellt. Manche konnten überzeugen, andere nicht. Zu ersteren gehörte in den 1960er Jahren Diethard Hellmann. Mit seiner Version beschäftigte sich jetzt der Gutenberg Kammerchor unter Leitung von Felix Koch.

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Musik aus einer anderen Zeit

MAINZ (9. April 2017). Inwieweit lässt die Akustik der Mainzer Stephanskirche mit ihren wundervollen Chagall-Fenstern eine adäquate Aufführung von vokaler Musik und vor allem üppig besetzter Oratorien überhaupt zu? Diese Frage stellt sich mit jedem Konzert neu und die Antwort scheint dabei stets die gleiche: Nur sehr schwer. Auch der jüngste Auftritt der Mainzer Singakademie führte zu keiner anderen Erkenntnis.

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Magier am Steinway

MAINZ (8. April 2017). Er ist einer, dem die Fans hinterherreisen: der Piansit Fazil Say. Ein Zuhörer, mit dem man in der Pause des jüngsten Mainzer Meisterkonzerts ins Gespräch kommt, wohnt in Hochheim und hatte daher diesmal nur einen vergleichsweise kurzen Weg bis zur Rheingoldhalle; aber auch gehört zu den begeisterten „Konzert-Hoppern“. Nach Says Auftritt weiß man, warum.

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Passion mit romantischem Pathos

MAINZ (1. April 2017). Bachs Johannespassion gehört sicherlich zu den am meisten aufgeführten Werken des Thomaskantors. Jetzt erklang sie im Rahmen des sechsten Sinfoniekonzerts des Mainzer Staatstheaters vis-a-vis im Dom.

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Bekannte Bibelverse in neuem Licht

MAINZ (26. März 2017). Bei der Zeitungslektüre rieb man sich jüngst ungläubig die Augen, wurde dort doch ein Konzert mit der Johannespassion von Heinrich Schütz angekündigt – jedoch nicht das des Kammerchors Rheinhessen, das im Folgenden besprochen wird, sondern das der Ingelheimer Kantorei. Da erklingt ein äußerst selten aufgeführtes Werk der Kirchenmusik am gleichen Tag zwei Mal in Mainz. Warum sich die Kulturschaffenden vor Ort hier nicht besser absprechen können (oder wollen), ist und bleibt ein Rätsel.

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Ein Universum aus Musik

MAINZ (12. März 2017). Eigentlich sind die Mainzer Meisterkonzerte immer gut besucht. Beim jüngsten überraschte indes eine vergleichsweise spärlich besuchte Rheingoldhalle, was vermutlich an der Werkauswahl lag: Gustav Mahlers fünfte Sinfonie und die „Hölderlin-Fragmente“ von Aribert Reimann…

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Festival freut sich auf Jubiläumssaison

OESTRICH-WINKEL (20. Februar 2017). Eigentlich ist es egal, in welchem Jahr das Rheingau Musik Festival startet: Stets ist die Region dann in Feierlaune. Und 2017 besonders: Dann findet der klangvolle Reigen nämlich zum 30. Mal statt. Das Festival begeht dies mit spannenden Akzenten.

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Gesungene Geschenke

MAINZ (13. Februar 2017). Gibt es unwichtige Dinge? Gewiss. Doch für Willy Astor sind das nicht die gleichen, die die große Masse als solche ansieht. Auf diese Themen und Sachen, Erscheinungen und Empfindungen richtet er als Liedermacher seinen Blick und schlägt damit eine neue Saite an sich an, die lange nachklingt: „Chance Songs“.

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Barocke Oper als Statement

WIESBADEN (11. Februar 2017). Alte Musik hat uns auch heute nicht nur viel zu schenken, sondern auch einiges zu sagen: Mit der Oper „La Giuditta“ von Alessandro Scarlatti erlebte das Publikum im Hessischen Staatstheater Wiesbaden jetzt angesichts augenfälliger Handlungsparallelen zum weltpolitischen Heute einen fesselnden Abend.

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Glutvoll und bewegend

MAINZ (5. Februar 2017). Mit Verdis Requiem beeindruckten jetzt Chor und Orchester des Collegium musicum in der „Halle 45“ und beweisen, dass diese Location für großangelegte Klassik-Produktionen nach wie vor der richtige Ort ist.

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Glaube, Hoffnung und Liebe am Mittelrhein

BINGEN (1. Februar 2017). RheinVokal, das Festival am Mittelrhein, startet in diesem Jahr am 30. Juni mit Franz Schuberts „Winterreise“ in der Abteikirche Rommersdorf in Neuwied und schließt am 20. August mit Werken von Henry Purcell in der Liebfrauenkirche Oberwesel.

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Auf glitzernden Wellen

MAINZ (20. Januar 2017). Auch das Staatstheater veranstaltet in jeder Saison eine nicht geringe Anzahl an Konzerten mit großer Sinfonik und Kammermusik. Zum vierten Sinfonieorchester begrüßte man jetzt den britischen Pianisten Steven Osborne.

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Solist im orchestralen Gewand

MAINZ (8. Januar 2017). Im ersten Mainzer Meisterkonzert des Jahres war die Programmfolge anders als gewohnt, denn statt einer großen Sinfonie war das spannende „New Paganini Project“ des Geigers Niklas Liepe das raumgreifende Musikstück, das Ende des Jahres auch auf CD auf den Markt kommen soll.

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Worte für die Ewigkeit

OBERNDORF/ÖSTERREICH (24. Dezember 2016). Vor 200 Jahren dichtete der Pfarrer Joseph Mohr den Text zu „Stille Nacht, heilige Nacht“; zwei Jahre später komponierte der Dorfschullehrer Franz Xaver Gruber die Melodie des wohl bekanntesten Liedes der Welt.

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Musik aus der Nachbarschaft

MAINZ (18. Dezember 2016). Zu einer weihnachtlichen Reise durch Europa hatte mit der Kammerchor Rheinhessen jetzt in die katholische Kirche St. Franziskus eingeladen. Zu hören gab es neben der Musik Geschichten zu Bräuchen und kulinarischen Eigenheiten der Nachbarländer.

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Emotionale Sinfonik

MAINZ (16. Dezember 2016). Besonders an Weihnachten werden die Gefühle angesprochen, weswegen es wohl kein Zufall war, dass das letzte Mainzer Meisterkonzert im Jahr besonders emotionale Musik vorstellte: ein Abend, der gänzlich dem russischen Komponisten Tschaikowsky gewidmet war.

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Lebendige Dialoge

MAINZ (11. Dezember 2016). Ein ganzer Abend mit Vivaldi? Wenn die Künstler es schaffen, die Einzigartigkeit jedes Satzes hervorzuheben, dann immer gerne. Und das gelang den Stipendiaten von Villa Musica unter der Leitung von Cembalist Christian Rieger beim jüngsten Konzert im Landesmuseum.

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Simply the best

FRANKFURT (7. Dezember 2016). Wie erholsam: Mal kein Weihnachtsoratorium in der Alten Oper, mal keine bekannten Adventslieder von entsprungenen Rosen und aufgerissenen Himmeln, sondern nahezu Unbekanntes von Mendelssohn Bartholdy. Man ist gespannt, ja neugierig. Und wird überreich beschenkt.

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Gefeierter Bach-Spezialist

MAINZ (1. Dezember 2016). Der japanische Barock-Spezialist Masaaki Suzuki ist in Mainz mit dem Gutenberg Teaching Award ausgezeichnet worden. Er nahm die Ehrung im Rahmen eines von ihm geleiteten Konzerts aus den Händen von Prof. Dr. Georg Krausch, Präsident der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz, entgegen.

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Nah dran am Original

MAINZ (15. November 2016). Ob sich die Protagonisten des Folk-Duos „Simon & Garfunkel“ heute nicht mehr grün sind, wie unlängst in einem Zeitungsinterview kolportiert, ist eigentlich egal: Was bleibt, ist die Musik, von deren Qualität nicht nur unzählige Coverversionen zeugen. In Mainz spielte jetzt das Duo „Graceland“ die bekannten Hits.

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Musik als Zeichen der Hoffnung

MAINZ (13. November 2016). In zeitlicher Nähe zum schicksalsträchtigen Datum des 9. Novembers veranstaltete die rheinland-pfälzische Landesstiftung Villa Musica in der Neuen Synagoge Mainz ein Konzert, das neben dem künstlerischen Impetus auch als Gedenkfeier konzipiert war. Hierzu empfing man drei jüdische Musiker, die Werke verfolgter Glaubensgenossen interpretierten.

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Zu Beginn ein großes Fragezeichen

MAINZ (30. Oktober 2016). Wer zeitgenössische, klassische Musik pauschal verurteilt, tut ihr zuweilen Unrecht. Wenn sie nicht sofort zugänglich ist, braucht es eben einen Vermittler, der sie zu deuten weiß. Schade, wenn dies, wie im jüngsten Mainzer Meisterkonzert mit der Deutschen Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz unter Frank Dupree, versäumt wird.

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An Dramatik nicht zu überbieten

MAINZ (30. Oktober 2016). 150 Jahre Mainzer Domchor. Das ist mehr als ein Grund zu feiern: Dankbarkeit und angesichts der aktuellen Qualität, mit der am Dom musiziert wird, auch Stolz sind Gefühle, die hier mitschwingen (dürfen) – vor allem nach dem jüngsten Konzert mit Mendelssohns „Elias“.

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Sinfonische Kammermusik

MAINZ (29. Oktober 2016). Zuweilen muss man der Politik dankbar sein, wenn sie nicht zu raumgreifend agiert. Geradezu wörtlich kann man dies aktuell in der Steinhalle des Landesmuseums empfinden, in der momentan das Landesparlament residiert – aber eben nur in einer abgetrennten Hälfte. Die andere stand jetzt für ein Konzert von Villa Musica zur Verfügung und besticht durch eine schöne Akustik.

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Feuer und Flamme

FRANKFURT (12. Oktober 2016). Mit dem zweiten der „Frankfurter Bachkonzerte“ in der laufenden Konzertsaison bot man Bachs vielleicht größtes Werk, seine Messe in h-moll. Als Interpreten hatte man neben den Gesangssolisten den Windsbacher Knabenchor sowie die Deutschen Kammer-Virtuosen Berlin unter der Leitung von Martin Lehmann verpflichtet. Konzertsaal versus Gotteshaus? Hier wurde der Gegensatz aufs Innigste aufgehoben.

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Getragen vom gemeinsamen Geist

MAINZ (4. September 2016). Hätte man den Gründungsmüttern und -vätern der Landesstiftung Villa Musica im Jahr 1986 von der heutigen Gegenwart erzählt, sie hätten wohl ungläubig mit dem Kopf geschüttelt. Auch dass die Landesstiftung nach drei Dekaden des Bestehens einen so exzellenten Ruf hat, dürfte seinerzeit wohl eher ein „frommer Wunsch“ gewesen sein. 30 Jahre später wurde jetzt in Mainz das Jubiläum gefeiert – natürlich konzertant.

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Beispielloser Kraftakt

MAINZ (3. September 2016). Die sieben Choralfantasien von Max Reger in einem Konzert und von einem Organisten gespielt? Der Mainzer Kantor Volker Ellenberger kann sich nicht daran erinnern, dass ein solches Mammutprojekt schon mal realisiert wurde. Er selbst wagte es nun in der Christuskirche.

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Frühbarocker Farbenrausch

KIEDRICH (25. und 26. August 2016). Wie jung Alte Musik klingen kann, hat Robert King nicht nur, aber eben auch in seiner Gesamteinspielung des geistlichen Œuvres Antonio Vivaldis (auf immerhin elf CDs!) dokumentiert. Für das Rheingau Musik Festival begab er sich mit seinem King’s Consort ins frühbarocke Venedig und widmete sich auch der „Marienvesper“ Monteverdis.

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Ein etwas anderes Konzert

MAINZ (24. August 2016). „Wer Visionen hat, sollte zum Arzt gehen.“ Dieses Bonmot wird Altkanzler Helmut Schmidt zugeschrieben. Die Mitglieder des vision string quartet tun das nicht, sondern packen das Wort in den Ensemblenamen (sowie ihre Arrangements) und erklimmen statt der Wartezimmer lieber die Konzertpodien – eindeutig die bessere Wahl, wie sie jetzt beim Finale des Mainzer Musiksommers bewiesen.

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„Nur von fern klingt monoton...“

MAINZ (16. August 2016). Der Kreuzgang von St. Stephan ist eine wunderbare, wie es neudeutsch mehr oder minder schön heißt, Location. Bei gutem Wetter hier lauschig Kammermusik zu hören ist ein Erlebnis für die Sinne. Für akustische Bewölkung sorgen hier aber gerade bei bester Witterung die stählernen Himmelsstürmer.

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Faszinierende Klangwelten

KIEDRICH (11. August 2016). Das Rheingau Musik Festival vereint in seinem Programm so ziemlich alle Stilarten. Und zuweilen werden diese auch in einzelnen Konzerten nebeneinandergestellt. In Kloster Ebebrach kam es nun zu einer solch fruchtbaren Konstellation aus archaischer Weltmusik und dem Belcanto zwischen Gestern und Heute.

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Klingende Aphorismen

WIESBADEN (9. August 2016). Das Rheingau Musik Festival hat sie alle: die aktuellen Größen der Musikszene (und hier bei Weitem nicht nur der klassischen), aufstrebende, junge Talente und die Altstars. Im Kurhaus spielte der italienische Pianist (*1942) jetzt Chopin und Debussy.

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Glutvoller Tango

MAINZ (6. August 2016). Natürlich steht die Klassik im Mittelpunkt des Mainzer Musiksommers. In programmatischen Randausläufern bedient das Festival aber auch stets andere Geschmäcker. Dass es auch mit den prickelnden Tango-Interpretationen des Nisinman-Trios einmal mehr den Gout seines Publikums traf, zeigte die Begeisterung, mit der die Musiker hier gefeiert wurden.

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Musikalisches Gravitationsfeld

BUDENHEIM (3. August 2016). In Schloss Waldthausen stellte jetzt das Trio Bamberg seine Interpretation von Beethovens „Erzherzogtrio“ sowie Schuberts Es-Dur-Trio vor und präsentierte sich als präzise miteinander musizierende Einheit.

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Filigrane Feinheit

MAINZ (31. Juli 2016). Kaum zu glauben: Der Mainzer Musiksommer präsentierte in den 16 Jahren seines Bestehens noch nie einen Countertenor! Mit dem Auftritt des Italieners Raffaele Pe änderte man dies nun auf beeindruckende Weise.

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Von Bach bis Piazzolla

MAINZ (30. Juli 2016). In Blechbläserensembles musizieren meist Trompete, Posaune, Horn und Tuba. Der Name des China Horn Ensembles verrät jedoch bereits, welche Instrumente hier schweigen – und welche mehrfach besetzt sind: Hörner. Und zwar ganz spezielle: aus der Manufaktur Gebr. Alexander in Mainz. Beste Qualität also. Und das mal zwölf! Das Ergebnis dieser Multiplikation war jetzt im Peter-Cornelius-Konservatorium zu hören.

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Unterwegs in Bachs Kosmos

FLÖRSHEIM (29. Juli 2016). Es war natürlich keine Mühe, dem Spiel Isabelle Fausts in der Kirche St. Gallus zu lauschen. Aber es bedeutet durchaus eine geistige Anstrengung: Alle Partiten und Sonaten für Violine solo von Johann Sebastian Bach standen auf dem Programm. Insofern hatte der lateinische Spruch „per aspera ad astra“ schon seine Berechtigung: Durch Mühe zu den Sternen. Denn dorthin gelangte man an diesem Abend ohne Zweifel.

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Mozart war da

MAINZ (22. Juli 2016). Während das Rheingau Musik Festival bereits die Hälfte seiner über 150 Konzerte erlebt hat, begann der Mainzer Musiksommer die Saison jetzt mit einer „Mozartnacht im Schloss“.

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Fantastische Vier am Klavier

WIESBADEN (15. Juli 2016). Klavier zu acht Händen? Das kannte man bislang eher von Bachs Konzert für vier Cembalos (BWV 1065) und es wäre interessant, wie das Gershwin Piano Quartet diese Komposition angeht. Im Wiesbadener Kurhaus hatten die Musiker jetzt allerdings mit Bernstein, Dukas, Prokofjew und Tschaikowski buchstäblich „alle Hände voll zu tun“.

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„S(w)inget dem Herrn ein neues Lied“

WIESBADEN (13. Juli 2016). Eigentlich legt das Rheingau Musik Festival mit jedem seiner Konzerte die berühmte Messlatte hoch an – auch bei der „Romantischen Chornacht“, wo man natürlich besonders genau hinhören möchte. Das konnte man in diesem Jahr natürlich unbesorgt, gab es doch nach längerer Absenz ein Wiederhören mit dem Ensemble Vocal de Lausanne .

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Erlesene Klangjuwelen

MAINZ (12. Juli 2016). A-cappella-Gesang ist derzeit in. Und das ist gut so. Dadurch wird es jungen Ensembles leichter gemacht, erste Schritte zu gehen. Zuweilen gewinnen diese dann binnen kürzester Zeit an Tempo und führen die Künstler in ungeahnte Höhen, manchmal sogar bis an die Spitze. Das erfuhr „Voces8“, jetzt Gast im Rheingau Musik Festival.

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Eintauchen ins sinfonische Klangmeer

MAINZ (10. Juli 2016). Der englische Komponist Ralph Vaughan Williams (1872-1958) gehört zu den wichtigsten Komponisten des Inselstaats, der amerikanische Dichter Walt Whitman zu den wichtigsten Poeten seines Landes. In der „Sea Symphony“ des Briten finden beide zusammen. Das Werk wird kaum aufgeführt, erklang jetzt aber in einer furiosen Aufführung von UniChor und UniOrchester des Mainzer Collegium musicum in der Rheingoldhalle.

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EM-Gewinner der Herzen

MAINZ (9. Julis 2016). Die künstlerische Biografie des Mark Forster liest sich wie im Dauerlauf. Dabei ist der Singer-Songwriter bewundernswert natürlich geblieben und auf der Bühne von „Summer in the city“ auf der Zitadelle wirkt es fast, als erlebe da einer einen Wachtraum. Doch die Herzen der Fans liegen ihm ganz real zu Füßen. Und das hat seinen Grund.

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Zutiefst berührt

KIEDRICH (30. Juni 2016). Es gibt Sängerinnen und es gibt die so genannten „großen Stimmen“. Und dann gibt es noch solch Künstler, denen es scheinbar egal ist, ob man sie in jenen erlauchten Kreis aufnehmen möchte. Nicht selten sind das dann die wirklich Großen. Wie die Sopranistin Dorothee Mields, die jetzt im Rheingau mit der Lautten-Compagney Berlin gastierte.

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Mehr als „Soli Deo Gloria“

KIEDRICH (21. Juni 2016). Das Rheingau Musik Festivals zeichnet sich durch vieles aus. Nicht nur, dass es die großen Stars der Klassikszene wie ein Magnet anzuziehen vermag: Man gibt auch dem Nachwuchs eine Chance. In Kloster Eberbach konzertierten jetzt die Limburger Domsingknaben.

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Blick in die Seele der Musik

MAINZ (5. Juni 2016). Max Reger, der Orgeltitan. Max Reger, der einfühlsame Vokalkomponist. Max Reger, die zutiefst verstörte Seele, rastlos und immer auf der Suche. Max Reger, der einst verpönte Künstler, Neuerer und Bewahrer. Die Mainzer Johanniskantorei gedachte dieses verkannten Genies in seinem 100. Todesjahr mit einem Chor- und Orgelkonzert in St. Quintin.

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Berauschendes Finale

MAINZ (13. Mai 2016). Namhafte Solisten, junge Talente – die Mainzer Meisterkonzerte haben eine weitere, ereignisreiche Saison beendet. Das Programm des letzten Konzerts konfrontierte das Publikum mit zeitgenössischen Werken von Varèse sowie Schostakowitsch und einem Klassiker: Beethovens fünfter Sinfonie.

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Musik als Herzenssache

MAINZ (1. Mai 2016). Mit einem Festkonzert dankte die Musica sacra am Mainzer Dom jetzt einem ihrer großen Förderer: dem mit dem 16. Mai aus dem Amt scheidenden Bischof Karl Kardinal Lehmann. An diesem Tag wird er auch 80 Jahre alt, weswegen das Konzert auch ein klingendes Geburtstagsgeschenk war.

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Die großen Namen der Zukunft

MAINZ (28. April 2016). Bachs Kantaten bergen noch immer interpretatorische Schätze, die es zu heben gilt. Auf eine solche Expedition machte sich jetzt der Gutenberg-Kammerchor unter anderem mit dem Himmelfahrtsoratorium. Dem Publikum in St. Bonifatius präsentierte Dirigent Felix Koch mit seinen Vokalisten und dem Neumeyer Consort jetzt die Reichtümer, auf die sie dabei gestoßen sind.

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Musik atmet Weite

MAINZ (16. April 2016). Die Mainzer Meisterkonzerte präsentieren in jedem Konzert einen Solisten und damit ein Soloinstrument. Nach Pinchas Zukermann (Viola) und vor Sergey Khachatryan (Violine), der die Saison im Mai beschließen wird, stand nun das Violoncello im Mittelpunkt; Solist war Andrei Ionita.

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Geheimnis des Glaubens

MAINZ (25. März 2016). Wie viele Male wurde die Johannespassion wohl in diesem Jahr gesungen? Und wie oft erklang sie seit ihrer Uraufführung 1724? Egal, man kann sie immer wieder hören – und entdecken. So auch mit dem Bachchor Mainz an Karfreitag 2016.

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Grundsolide Aufführung ohne Risiko

MAINZ (28. Februar 2016). Für viele gehört eine Bachpassion zur vorösterlichen Bußzeit. Der Kammerchor Rheinhessen widmete sich mit seinem dritten Konzert jetzt der Johannespassion mit zwei Auftritten im rheinland-pfälzischen Imsweiler und in der St. Laurentius-Kirche in Ebersheim.

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In Siebenmeilenstiefeln durch die Rockmusik

MAINZ (21. Februar 2016). Was im Radio funktioniert, nämlich zu einem bestimmten Song eine Geschichte zu erzählen und danach das Lied zu spielen, funktioniert natürlich auch live: Aktuell tourt SWR1-Musikexperte Werner Köhler mit der Band „Pop History“ durchs Sendegebiet und machte jetzt auch im Unterhaus Station.

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Wie in einem französischen Film

MAINZ (19. Februar 2016). Sie ist die Grande Dame des Akkordeons: Lydie Auvray, die Französin, die ihre Muttersprache auf der Bühne vor allem mit ihrer Musik spricht. Im Frankfurter Hof gastierte sie jetzt mit ihren wunderbaren Musikern Eckes Malz und Markus Tiedemann.

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Lyrisch und dramatisch

MAINZ (14. Februar 2016). Ungewöhnliche Programmgestaltung des jüngsten Mainzer Meisterkonzerts in der Rheingoldhalle: zwei statt wie sonst üblich drei Werke, dafür zwei Gesangs- statt eines Instrumentalsolisten. Man hörte Mahlers „Lied von der Erde“ und Schuberts „Unvollendete“.

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„Traummaße“: 124.000 – 153 – 42

OESTRICH-WINKEL (11. Februar 2016). Auch wenn das Wetter aktuell so manche Kapriolen schlägt, steht eines fest: Der „Sommer voller Musik“ beginnt am 18. Juni und endet am 27. August. Auch in der 29. Spielzeit präsentiert das Rheingau Musik Festival wieder ein beeindruckendes Programm mit ebensolchen Künstlern.

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Klingende Rache

MAINZ (31. Januar 2016). Wie war das noch gleich mit Bach, Friedrich II. und dem „Musikalischen Opfer“? Manche Geschichten sind so spannend, dass man sie immer wieder erzählen und hören kann – wie die Musik, die ihr zugrunde liegt. Der Bachchor Mainz lud jetzt zu einem Kammerkonzert, die beides wieder einmal ins Gedächtnis rief.

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Abseits der gewohnten Pfade

MAINZ (23. Januar 2016). Das jüngste Konzert der Mainzer Hochschule für Musik drehte sich um das Thema Tod und Unendlichkeit. Chor und Orchester muszierten in der Christuskirche Werke von Johann Sebastian Bach und Bearbeitungen von Leopold Stokowski und Knut Nystedt.

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Von der Musik emporgehoben

WIESBADEN (10. Januar 2016). Das zweite Klavierkonzert von Sergej Rachmaninoff ist ein Traum – für den Hörer wie für den Interpreten. Gespielt vom Pianisten Bernd Glemser und der Philharmonie Merck wurde dieses Empfinden im Wiesbadener Kurhaus nochmals potenziert.

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Musikalischer Lichterglanz

MAINZ (20. Dezember 2015). Vierter Advent, es geht in die Zielgerade auf Weihnachten zu. In diesen Tagen platzieren die Mainzer Meisterkonzerte immer besonders festliche Programme. Zur letzten Soiree des Jahres gab es Werke von Beethoven, Liszt und Kodály.

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Gottesdienst statt Konzert

MAINZ (20. Dezember 2015). Die einen mögen die unzähligen Aufführungen von Bachs Weihnachtsoratorium mittlerweile inflationär finden, für die anderen (und sicherlich die Mehrzahl), gehört diese Musik zu Weihnachten wie Tannenbaum und Kerzenschein. Im Mainzer Dom war nun ein Konzert mit ungewohnt großer Chorstärke und exzellenten Solisten zu hören.

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Zuviel des Guten

MAINZ (5. Dezember 2015). Das zweite Konzert der Reihe „Barock im Landesmuseum“ widmete sich zwei Größen der Alten Musik: dem Komponisten Antonio Vivaldi und dem Dirigenten Reinhard Goebel. Der Musiker hatte zuvor in einem Meisterkurs mit der Camerata Villa Musica das Opus 3 des Italieners einstudiert.

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Dirigent und Solist in Personalunion

MAINZ (22. November 2015). Dvořák, von Weber, Mozart – immer wieder servieren die Mainzer Meisterkonzerte ihrem Publikum geschmackvolle Programm-Menüs, die Bekanntes und selten Gehörtes geschickt miteinander kombinieren. Die jüngste Soiree in der Rheingoldhalle hatte zudem noch eine besondere „personelle Überraschung“ parat.

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„Jetzt und hier“ statt Angst und Terror

FRANKFURT (17. November 2015). „Läuft bei Euch“ heißt das neue Album der Wise Guys – wie die aktuelle Tour, die die Kölner A-cappella-Künstler jetzt auch in die Frankfurter Alte Oper führte. Der Titel könnte zur selbsterfüllenden Prophezeiung werden.

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Innere Einkehr im Angesicht des Schreckens

MAINZ (15. November 2015). Das jüngste Mainzer Domkonzert stand nolens volens im Schatten der terroristischen Anschläge in Paris zwei Tage zuvor. Dadurch wurde es am Volkstrauertag eher zum innigen Gedenken – und trotzdem oder auch gerade dadurch zum konzertanten Erlebnis.

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Barock, der unter die Haut geht

MAINZ (13. November 2015). Wie gut, dass es die Europäische Union gibt, denn ohne sie müssten Liebhaber Alter Musik auf das European Union Baroque Orchestra verzichten. Und das wäre schlimm!

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Klassiker und Neuentdeckung

MAINZ (31. Oktober 2015). Wann immer eine Harfe zum Einsatz kommt, wohnt ihrem Klang etwas Sphärisches inne. Das war auch beim jüngsten Mainzer Meisterkonzert in der Rheingoldhalle der Fall, zu dem das Pubikum neben Marie-Pierre Langlamet auch den Flötisten Julien Beaudiment begrüßen durfte.

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Auftakt mit Festouvertüre

MAINZ (20. September 2015). Die im ersten Mainzer Meisterkonzert der Saison 2015/2016 in der Rheingoldhalle gespielten Solowerke bezeichnete der Cellist Valentin Radutiu als „Musik, um all seine Sensibilität, Phantasie und Klangschönheit zu zeigen”. Mit Bruch und Haydn gestalteten er und die Deutschen Radio Philharmonie Saarbrücken Kaiserslautern einen stimmungsvollen Saisonauftakt.

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Der saure Weg

MAINZ (27. August 2015). Erlebt man während eines Konzerts des Rheingau Musik Festivals ein Déjà-vu, so ist dies eigentlich stets eine angenehme Erfahrung. Es sei denn, man hört ein Konzert in der Mainzer Kirche St. Stephan, wo die Akustik akkurates Musizieren eigentlich so unmöglich macht, dass selbst begnadete Künstler die Waffen strecken müssen.

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Von der Muse geküsst

MAINZ (19. August 2015). Schon 2010 gastierten die englische Sopranistin Emma Kirkby und der schwedische Lautenist Jakob Lindberg im Rahmen des Mainzer Musiksommers in der Seminarkirche. Auch fünf Jahre später hat die warme Strahlkraft der großen Stimme dieser zurückhaltenden Künstlerinnen nichts an Noblesse und Eleganz verloren.

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Hörner in der Heimat

MAINZ (16. August 2015). Vier Musiker, vier Hörner – ein Gedanke. Mit kräftigem Klang intonierte das Ensemble „German Hornsound“ im Kreuzgang von St. Stephan jetzt Bearbeitungen und Originalliteratur für ihr Instrument. Als Gast des Mainzer Musiksommers sorgten sie für ein „ausverkauftes Haus“.

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Seltsam entrückter Klang

KIEDRICH (13. August 2015). Bachs h-moll-Messe steht dankenswerterweise in regelmäßigen Abständen auf dem Programm des Rheingau-Musik-Festivals. In diesem Jahr begrüßte das Publikum in Kloster Eberbach mit Peter Dijkstra einen unaufgeregten und aufs Wesentliche konzentrierten Interpreten, der mit dem Chor des Bayerischen Rundfunks und Concerto Köln klug und überzeugend musizierte.

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Krone aus goldenen Tönen

MAINZ (9. August 2015). Stets hat der Mainzer Musiksommer ein paar vokale Perlen parat, die er in sein Programm rollen lässt. In diesem Jahr präsentierte er das Vokalensemble „Profeti della Quinta“, eine grandiose Entdeckung der Alte-Musik-Szene.

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Bitte lächeln!

ELTVILLE (7. August 2015). Bach ist im Rheingau Musik Festival allgegenwärtig – nicht in jedem Konzert, aber in vielen Programmen. Mal erklingt er im Original, mal bearbeitet. Angelika Nebel widmete sich in der Kelterhalle von Schloss Reinhartshausen jetzt diversen Transkriptionen für Klavier.

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Verfrühtes Weihnachtsgeschenk

ANSBACH (1. August 2015). Ja ist denn heut‘ schon Weihnachten? Nö, aber Bachwoche in Ansbach. Und angesichts der fast ausverkauften St. Gumbertus-Kirche scheint es keinen zu stören, wenn im Sommer das Weihnachtsoratorium zur Aufführung kommt. Aber vielleicht liegt das ja auch an den Interpreten?

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Fesselnder Ensembleklang

BUDENHEIM (31. Juli 2015). Dass die Landesstiftung Villa Musica seit diesem Jahr als Partner des Mainzer Musiksommers auftritt, ist für alle ein Gewinn: das Festival, seine Organisatoren und nicht zuletzt das Publikum, das dadurch in den Genuss von Konzerten weiterer Nachwuchstalente kommt. Wie jetzt in Schloss Waldthausen, wo neben dem Pianisten Bernd Glemser Stipendiaten von Villa Musica auftraten.

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Klänge nicht von dieser Welt

KIEDRICH (23. Juli 2015). Wer heute die Vokalkunst Antonio Vivaldis bewundert, sollte wissen, dass gerade dieser Teil seines Œuvres bis in die 1920er Jahre unerforscht und damit für das Repertoire selbst der Spezialisten für Alte Musik quasi nicht existent war! Heute können Künstler wie Hervé Niquet zum Glück aus dem Vollen schöpfen – wie jüngst in einem Konzert des Rheingau Musik Festivals.

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Honorige Gäste im altehrwürdigen Gemäuer

KIEDRICH (15. Juli 2015). War es im vergangenen Jahr das Festival RheinVokal, das mit dem New College Choir Oxford einen der brillanten englischen Knabenchöre nach Koblenz holte, oblag es jetzt dem Rheingau Musik Festival, einen Vertreter dieser Königsklasse der Vokalmusik zu präsentieren: den King’s College Choir Cambridge.

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Kundiger Führer durch Bachs Klangarchitektur

KIEDRICH (12. Juli 2015). Das Laiendormitorium von Kloster Eberbach steht ein wenig im Schatten der großen Basilika. Für Solo-Recitals aber eignet es sich bestens. Wobei diese den Namen Lügen strafen: Statt Laien treten hier große Talente auf. Und ans Einschlafen dachte beim Gastspiel von Kit Armstrong in diesem Dormitorium sicherlich auch keiner.

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Anfangs ohne Kontur

WIESBADEN (8. Juli 2015). Auch schon vor dem Mauerfall war es Künstlerinnen und Künstlern aus der damaligen DDR möglich, im Rahmen des Rheingau Musik Festivals aufzutreten – Grund für die Veranstalter, mit ausgewählten Konzerten 25 Jahre Deutsche Einheit zu feiern. Auch der Thomanerchor Leipzig stand auf der Gästeliste.

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Freies Schweben im zeitlosen Raum

JOHANNISBERG (1. Juli 2015). Schon länger hatte sich das Rheingau Musik Festival bemüht, Gabriela Montero für einen Auftritt zu verpflichten. Endlich war das Anklopfen von Erfolg gekrönt: Auf Schloss Johannisberg gab die Pianistin mit Literaturspiel und Improvisation ein gefeiertes Debüt.

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Wir alle sind Gipfelstürmer

ST. GOARSHAUSEN (27. Juni 2015). In Zeiten, in denen jeder Tunichtgut der Welt via soziales Netzwerk mitteilen kann, wann er gedenkt zur Verdauung zu schreiten, ist es gut, wenn einen Künstler noch ein Geheimnis umweht. So wie den Grafen von „Unheilig“. Daher ist es irgendwie schade, dass er jetzt aufhört zu singen. Vorher aber geht es mit dem „Gipfelstürmer-Express“ auf Tournee – mit Station auf der Loreley.

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Zuckerbrot und Peitsche

MAINZ (17. Mai 2015). Wenn auch nicht mit dem gleichnamigen Werk so ging die Jubiläumssaison 30. Jahre Mainzer Meisterkonzerte doch mit „Pomp and Circumstance“ zu Ende. Zu Gast waren das SWR Sinfonieorchester Baden-Baden und Freiburg unter seinem Chefdirigenten François-Xavier Roth sowie der Pianist Boris Berezovsky.

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Hohes Tempo bremst Genuss

MAINZ (2. Mai 2015). Langsame Tempi in der Barockmusik sind aktuell nicht en vogue. Das Stilmittel einer aufgeweckten Agogik ist verlockend und verleiht vielen Interpretationen ihren eigenen Charakter. Zuweilen kann man es aber auch übertreiben, was die Besucher des jüngsten Konzerts von Barock Vokal unter der Leitung von Ton Koopman zu spüren bekamen.

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Vom Zauber der Nacht

MAINZ (1. Mai 2015). Stimmlich besonders begabte Jugendliche aus dem ganzen Land finden den Weg in den LandesJugendChor Rheinland-Pfalz, um hier spannende Projekte zu realisieren. Das Ergebnis der aktuellen Probenphase erlebte jetzt das Mainzer Publikum in der Christuskirche.

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Sinfonische Märchenstunde

MAINZ (18. April 2015). Reihen wie die Mainzer Meisterkonzerte sind immer wieder für eine Überraschung gut: Sie sorgen dafür, dass man „alte Bekannte“ wiederhört und (mitunter wortwörtlich) neue Musik kennenlernt. Das jüngste Misterkonzert stellte Werke von Dvořák, Rihm und von Zemlinksy in den Mittelpunkt.

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Mein Freund James

FRANKFURT (28. März 2015). In der Jahrhunderthalle im Frankfurter Stadtteil Höchst sind in den vergangenen 50 Jahren unendlich viele Künstler von Format aufgetreten. Davon zeugt eine Tafel im Foyer, wo man ein „Who is who“ der Musibranche vergangener Zeiten und von heute lesen kann. Es ist nur eine Auwahl, ansonsten müsste man den Edding zücken und am Rand rechts unten noch den Namen James Taylor hinzufügen.

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Schweizer Schüler singen Friedenbotschaft

MAINZ (26. März 2015). Das Schweizer Kloster Disentis beherbergt unter anderem ein Internat mit angeschlossenem Gymnaisum. Und dort singt ein Schulchor, der eine beeindruckende Qualität unter Beweis stellt. Auf seiner 43. Tournee gastierte er auch im Mainzer Dom.

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Spannung bis zum letzten Ton

MAINZ (22. März 2015). Einen Tag nach dem 330. Geburtstag Johann Sebastian Bachs war im jüngsten Domkonzert die Johannespassion zu hören. Erstmalig dirigierte Domkapellmeister Karsten Storck dieses Werk und leitete eine logische Interpretation ohne jegliche Brüche, dafür mit tiefem Verständnis, worum es hier geht.

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Faszinierende Einblicke ins Werkinnere

MAINZ (21. März 2015). Wann bitteschön steht Bruckners zweite Sinfonie auf dem Spielplan? Da kann man durchaus etwas länger suchen. Das jüngste Mainzer Meisterkonzert in der Rheingoldhalle bot nun ebendiese Musik – und zwar in einer derart inspirierten Aufführung, dass man das Werk nicht nur selten, sondern so wohl noch nie gehört hat.

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Konzertanter Passionsgottesdienst

MAINZ (14. März 2015). Ein neuer Chor präsentierte sich seinem Publikum mit einem ersten Konzert in der St. Laurentius-Kirche in Mainz-Ebersheim: der Kannerchor Rheinhessen, unter der Leitung von Stefan Weiler. Das Konzert machte neugierig auf weitere.

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Der Sommer voller Musik des Jahres 2015

MAINZ (26. Februar 2015). Wer Rheingau sagt, muss auch Riesling sagen – oder Musik Festival: Vom 27. Juni bis zum 11. September finden dort 153 Konzerte an 43 Spielstätten statt. Das nun vorliegende Programm ist einmal mehr spannend wie attraktiv.

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RheinVokal feiert Jubiläums-Saison

MAINZ (26. Februar 2015). Bereits zum zehnten Mal startet RheinVokal am 20. Juni in die Saison: Bis zum 2. August lockt das Festival am Mittelrhein die Freunde exzellenter Vokalmusik mit 19 Veranstaltungen an zehn Spielstätten von Bingen bis Remagen-Rolandseck.

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Monumentale und feine Klänge

MAINZ (22. Februar 2015). Auch im Jahr 2015 laden die Mainzer Meisterkonzerte mit hochkarätigen Solisten, Programmen und Orchestern in die Rheingoldhalle ein. Den „Jahresauftakt“ spielten jetzt die Deutsche Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz und der Klarinettist Nikolaus Friedrich.

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Der „Musikant Gottes“?

MAINZ (18. Februar 2015). Ist Anton Bruckner tatsächlich der „Musikant Gottes“ gewesen? Dieser Frage widmete sich jetzt der Aschermittwoch der Künstler und Publizisten, zu dem das Bistum Mainz in den Erbacher Hof eingeladen hatte.

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„… und unsern kranken Nachbar auch“

MAINZ (21. Januar 2015). So gut wie jeder kennt das Lied „Der Mond ist aufgegangen“ von Matthias Claudius. Aber wer war dieser Dichter? Der gebürtige Holsteiner würde in diesem Jahr 275 Jahre alt – und ist heute vor 200 Jahren gestorben.

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Musik wie ein klingendes Kaleidoskop

MAINZ (21. Dezember 2014). Mit Monteverdis Marienvesper beendete die Musica Sacra am Mainzer Dom ihre Reihe der Domkonzerte 2014. Und das gelang dank bestens aufgelegter Ensembles äußerst beeindruckend.

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Winterliche Träumereien

MAINZ (20. Dezember 2014). Zum letzten Mainzer Meisterkonzert im Jahr 2014 begrüßte die Deutsche Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz die Pianistin Olga Scheps – nicht nur für Mozart ein Glücksfall.

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Vier gewinnt

MAINZ (19. Dezember 2014). Was als Spaß im Wohnzimmer begann, ist schon lange Ernst geworden: „Salut Salon“, das erfrischend sympathische wie musikalische Quartett musiziert jährlich über hundert Konzerte. Ihr Weihnachts-Special begeisterte jetzt das Mainzer Publikum im Frankfurter Hof.

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Klingende Ruhepole in hektischer Zeit

MAINZ (15. Dezember 2014). Eigentlich wollte die bretonische Folksängerin Cécile Corbel ja schon Anfang November nach Mainz kommen, doch eine Erkrankung durchkreuzte die Reisepläne der Künstlerin. Nun war sie zum zweiten Mal vor Ort – und sowohl sie als auch ihr Publikum wünschen sich, dass es nicht das letzte Mal war.

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Zu Weihnachten keine Wünsche mehr

WIESBADEN (12. Dezember 2014). Es gibt Werke, die sind scheinbar für die Ewigkeit geschrieben. Bachs Weihnachtsoratorium findet sich auf jeden Fall in diesem klingenden Kompendium. Eine spannende Interpretation der Kantaten I, II, V und VI lieferte jetzt der Deutsche Kammerchor ab.

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Barocke Noblesse

MAINZ (2. Dezember 2014). Die Mainzer Klassik-Szene wird – glücklicherweise! – von vielen klugen Köpfen gestaltet. Einer davon ist Volker Ellenberger, Kantor an St. Johannis. Immer wieder gibt er mitunter kleine, aber eben auch feine Konzerte mit barocker Musik, wie jetzt in der St. Josefs-Kapelle.

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Lebendiges Spiel der Jahreszeiten

WORMS (30. November 2014). Schön, wenn große Kunst und großartiges Engagement Hand in Hand gehen: Für die Lebenshilfe Worms-Alzey griffen jetzt die Besucher eines Benefizkonzerts im „Wormser“ tief in die Tasche. Schließlich begrüßte das Publikum keine Geringere als Anne Sophie Mutter.

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Tröstende Worte für unfassbares Leid

MAINZ (9. November 2014). Das „Deutsche Requiem“ von Johannes Brahms gehört mit zu den wundervollsten und ergreifendsten Werken der Chorsinfonik. Vor sieben Jahren nahm sich die Musica sacra im Mainzer Dom dieser Musik an, jetzt erneut. Ein Erlebnis war es damals wie heute – diesmal aber rührten die Klänge einen zu Tränen. Danke!

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Schwere Kost und lichtes Spiel

MAINZ (20. Oktober 2014). Die Saison der Mainzer Meisterkonzerte hatte erste vor gut fünf Wochen begonnen und schon erlebte das Rheingoldhallen-Publikum die dritte Darbietung. Zu Gast war die Deutsche Radio Philharmonie unter der Leitung von Kazuki Yamada.

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Vom Macho zum schweigenden Mann

MAINZ (16. Oktober 2014). Manche Hits von einst fristen irgendwann ihr Dasein in Schlager-Kollektionen, die des Nachts in Endlosschleife auf TV-Shopping-Kanälen angepriesen werden. Zu Lebzeiten der Künstler jedoch bleiben sie en vogue – wie die Lieder von Rainhard Fendrich. Vor allem, wenn er sich mit neuem Album empfiehlt. In Mainz gab es das jetzt unplugged zu hören.

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Lieder sagen mehr als Worte

FRANKFURT (15. Oktober 2014). Monate zuvor war das Konzert Reinhard Meys in der Frankfurter Jahrhunderthalle ausverkauft. Der Liedermacher erweist sich für Jung und Alt noch immer als Publikumsmagnet mit unglaublicher Anziehungskraft.

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Junge Talente musizieren alte Meister

MAINZ (11. Oktober 2014). Nach Andreas Scholl trat mit Konrad Junghänel jetzt ein weiterer wichtiger Protagonist der internationalen Szene für Alte Musik als Gastdirigent des Mainzer Gutenberg-Kammerchores auf.

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Musik für die Seele

MAINZ (5. Oktober 2014). Eine legendäre Geige, ein faszinierendes Stück Musik, ein brillanter Solist: das zweite Mainzer Meisterkonzert der Saison ließ mit dem von Sergej Krylov auf einer Stradivari gespielten Tschaikowski-Violinkonzert keinen Wunsch unerfüllt.

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Intensiv leuchtende Klangfarben

MAINZ (2.Oktober 2014). Wie doch die Zeit vergeht: 1995 sang der Windsbacher Knabenchor zuletzt im Mainzer Dom: vor 19 Jahren! Da wurde es höchste Zeit, dass dieses Ausnahmeensemble unter der Leitung von Martin Lehmann erneut die rheinland-pfälzische Landeshauptstadt besuchte.

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Musik wie von Rizzi gemalt

MAINZ (25. September 2014). Es ist still geworden um den großen französischen Pianisten Jacques Loussier. Seines musikalischen Vermächtnisses haben sich jedoch andere Jazz-Musiker schon zu Lebzeiten des berühmten „Bach-Players“ angenommen. Einer davon ist David Gazarov, der jetzt im Frankfurter Hof gastierte.

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Aus Musikern werden Musikanten

MAINZ (13. September 2014). 30 Jahre Mainzer Meisterkonzerte waren für die Deutsche Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz unter der Leitung von Karl-Heinz Steffens ein willkommener Grund zum Feiern, was sie mit dem feurigen Temperament lateinamerikanischer Sinfonik tat und die Saison 2014/2015 fulminant eröffnete.

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Atemlos zum Kreuzeshügel

KIEDRICH (12. September 2014). Bevor die Academy of Ancient Music unter der Leitung von Richard Eggar am Folgetag mit einem reinen Händel-Programm das diesjährige Rheingau Musik Festival in Kloster Eberbach furios beendete, stand vor Ort noch einmal Bach auf dem Programm: BWV 245, die Johannes-Passion.

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Der Weg ist das Ziel

KIEDRICH (30. August 2014). Wer eine Karte für ein Konzert mit Bachs „Goldberg-Variationen“ erwirbt, darf sich fraglos auf die Musik freuen. Wenn diese allerdings von Konstantin Lifschitz interpretiert wird, kann er darüber hinaus durchaus auch gespannt sein. Und das sollte er nicht vergessen.

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Ein sakrales Konzert

KIEDRICH (29. August 2014). Das Rheingau Musik Festival weiß um die Würde seiner Spielstätten und schneidert ihnen immer wieder passende Konzertprogramme auf den steinernen Leib. Auch das Gastspiel des Collegium Vocale Gent unter Philippe Herreweghe folgte mit seinen Schubert-Interpretationen diesem Impetus.

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Feengleicher Saitenklang

WIESBADEN (24. August 2014). Komponistengeburtstage verlocken natürlich, mit großen Werke für ausverkaufte Hallen zu sorgen. Nichts anderes tut das Rheingau Musik Festival. Aber eben noch mehr, was man jetzt mit dem Auftritt der Sopranistin Diana Damrau und Xavier de Maistre an der Harfe erleben durfte.

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Stilistischer Parforceritt

NIEDER-OLM (23. August 2014). Rheinhessen hat nicht nur mit die besten Weine: Hier leben auch Menschen mit intensiven Kontakten zu den weltweit brillantesten Vokalensembles. Und so überrascht es kaum, wenn Chanticleer ausgerechnet in Nieder-Olm eines von zwei Deutschlandkonzerten ihrer Europatournee sang. Das andere konnte man tags darauf im Rahmen des Mosel Musikfestivals in Bernkastel hören.

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Nomaden der Musik

MAINZ (16. August 2014). Es gibt Konzerte, an die erinnert man sich noch lange: eine besonders ergreifende Passion von Bach vielleicht, eine intensiv musizierte Sinfonie, einen berührender Liederabend. Und dann sind da die Momente, in denen man etwas hört, das man zuvor nicht kannte – sie können mitunter magisch sein. Solche erlebte das Publikum des Mainzer Musiksommers zweifelsohne während des Konzerts des David Orlowsky Trios im Kreuzgang von St. Stephan.

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Die Kraft der leisen Töne

MITTELHEIM (15. August 2014). Königlicher Besuch im Rheingau? Schließlich bezeichnete die London Times den Cembalisten Kristian Bezuidenhout als „Prinz des Fortepianos“. Und der hielt jetzt im Rahmen des Rheingau Musik Festivals in der Basilika St. Aegidius prachtvoll Hof.

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Konzertanter Gottesdienst

KIEDRICH (13. August 2014). Nur wer zur „Romantischen Chornacht“ des Rheingau Musik Festivals ein Candlelight-Dinner mit vokaler Beschallung erwartet, dürfte von den Darbietungen der hierfür jedes Jahr eingeladenen Ensembles enttäuscht sein. In diesem Jahr sang der RIAS Kammerchor unter Hans-Christoph Rademann sakrale Werke von Bruckner, Brahms und Mendelssohn.

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Knallbunte Kulturgutpflege

MAINZ (9. August 2014). Wenn in Mainz Menschen freiwillig die Mode der 1970er Jahre tragen, wird entweder Fastnacht gefeiert oder Dieter Thomas Kuhn ist zu Gast. Diesmal erschloss sich die Kapelle um die „singende Föhnwelle“ im Rahmen von „Summer in the city“ mit der Zitadelle eine neue Spielstätte.

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Cremiger Klang

KIEDRICH (7. August 2014). Sollte es einen Wettergott geben, so steht er tief in der Schuld des Rheingau Musik Festivals: Vor Wochen sorgte mehr als strömender Regen dafür, dass das Wiesbadener Kurhaus für Wochen als Spielstätte ausfiel. Jetzt scheint man sich an „entscheidender Stelle“ für „Wiedergutmachung“ entschieden zu haben: Das Konzert im Kreuzgang von Kloster Eberbach mit dem Oboisten Albrecht Mayer und dem Ensemble „I Musici di Roma“ fand unter wolkenlosem Himmel statt.

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In allen Stilen zuhause

MAINZ (3. August 2014). Auch die Vokalmusik hat im Mainzer Musiksommer ihren festen Platz. 2104 übernahmen die „Singphoniker“ diesen Part und stellten in der Seminarkirche ihr Programm „fragile“ vor.

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Zuckmayer und Bach

MAINZ (2. August 2014). Natürlich häufen sich dieser Tage die Veranstaltungen, in denen man des Ersten Weltkriegs gedenkt. Jede davon hat ihre Berechtigung, jede ist wichtig. Und hoffentlich oft erlebt man einen Abend, der so lange nachwirkt wie die musikalische Lesung mit David Rott und Alexander Hülshoff in der Villa Musica.

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Loreley in Stücke gesägt

BINGEN (1. August 2014). Im Foyer des Rheintal-Kongress-Zentrums liegen tatsächlich Stöpsel für den Gehörschutz aus: Zu Gast bei RheinVokal sind das SWR Vokalensemble Stuttgart und die SWR Big Band. Für die klangliche Qualität ist die Versiegelung der Ohren indes unnötig. Ob man allerdings Volkslieder unbedingt verjazzen muss, steht auf einem anderen Notenblatt.

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Romancier auf vier Saiten

BUDENHEIM (31. Juli 2014). Zum Glück erlebt man in den Konzerten des Mainzer Musiksommers des Öfteren wahre Sternstunden. Eine davon gestalteten in Schloss Waldthausen Ray Chen (Violine) und Julien Quentin (Klavier) unter anderem mit Beethovens „Kreutzersonate“.

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Dynamische Extreme

BUDENHEIM (29. Juli 2014). Der Mainzer Musiksommer spricht mit seinen Konzerten stets ein breites Publikum an. So findet sich jedes Jahr ein Klavier-Rezital im Programm, das 2014 in Schloss Waldthausen von Shani Diluka gestaltet wurde.

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Die Bachs und die Liebe zum Kaffee

MAINZ (26. Juli 2014). Zu einem heißen Kaffee luden die hohen Temperaturen dieses Sommertags weniger ein. Anregendes Koffein servierte Villa Musica in der Steinhalle des Landesmuseums mit einem vitalen Gastspiel von Stipendiaten und Studierenden von Barock Vokal trotzdem: in Form von Bachs „Coffee-Cantata“ und weiterer Werke aus der Familie.

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Neuer Ton in der Alten Musik

KIEDRICH (25. Juli 2017). Die Muikwelt begeht in diesem Jahr den 300. Geburtstag von Carl Philpp Emanuel Bach, weswegen ihm das Rheingau Musik Festival mit gleich mehreren Konzerten einen Themenschwerpunkt widmet. In Kloster Eberbach richtete man seinen Blick jetzt auf das oratorische Schaffen des Bach-Sohns.

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Chorklang, der mit sanftem Zugriff packt

WIESBADEN (24. Juli 2017). Nicht selten vergleicht man effizientes musikalisches Arbeiten mit Hochleistungssport und gerade bei einem Spitzenensemble wie dem Windsbacher Knabenchor kommt man schnell zu diesem Bild. Doch gerade die Fußball-WM der vergangenen Wochen zeigte: Man kann durch verbissenes Kämpfen siegen – oder sich mit entspannter und daher überlegender Ballkunst als Meister empfehlen.

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Kraftvoll und doch samtig weich

OESTRICH (23. Juli 2014). Das Rheingau Musik Festival versteht und bestätigt sich jedes Jahr aufs Neue als „Bewahrer des Wahren, Schönen und Guten“ – sowie als neugieriger Entdecker. Deshalb passt auch das Ensemble german hornsound so gut ins Programm.

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Sweet cherries from neighbour‘s garden

KOBLENZ (16. Juli 2014). RheinVokal zieht seit Jahren die besten Sänger und Ensembles aus aller Welt an. Und immer wieder wird man überrascht, wie jetzt mit dem Auftritt des Choir of New College Oxford in der Koblenzer Herz-Jesu-Kirche.

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Neue Klangräume betreten

INGELHEIM (15. Juli 2014). Die Region hat es in sich: Singt man nördlich bei RheinVokal und holen westlich wie östlich an der Mosel und im Rheingau die wichtigen Musikfestivals die großen Stars zu sich, lädt seit 2009 auch das Rheinhessen Musikfestival zu kleinen, aber feinen Konzerten ein. Die Eröffnung gestaltete jetzt das Fratres Trio.

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Welch ein Klang!

EIBINGEN (3. Juli 2014). Der Startschuss fiel bereits Tage zuvor in Kloster Eberbach mit Werken von Felix Mendelssohn Bartholdy, dargeboten unter anderem vom hr-Sinfonieorchester unter Paavo Järvi: Erneut ist der „Sommer voll Musik“ angebrochen und das Rheingau Musik Festival lädt zu vielen konzertanten Höhepunkten. Einer davon war sicherlich der Auftritt der New York Polyphony.

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Er war die Lerche. Und die Nachtigall.

NEUWIED (27. Juni 2014). Bis zum 24. August lädt RheinVokal als Festival am Mittelrhein die Freunde der Vokalmusik zu spannenden Konzerten ein. Die Reihe feiert 2014 ihr zehnjähriges Bestehen und eröffnete die Saison mit dem Countertenor Valer Sabadus.

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Zeitreise nach Las Vegas

MAINZ (7. Juni 2014). Für seine Fans ist er nicht am 16. August 1977 gestorben: Elvis Presley lebt! Aber da man ihn nun doch nicht von den Toten auferwecken kann, bedient man sich moderner Technik, um zumindest den Schein einer Auferstehung zu wecken. In der Show „Elvis Presley – On Stage“ funktioniert das eigentlich ganz gut.

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Bravorufe zum Ende der Saison

MAINZ (24. Mai 2014). Mit „Klassikern“ beendeten die Mainzer Meisterkonzerte die Saison 2013/2014 in der Rheingoldhalle: Haydn, Mozart und Beethoven standen auf dem gefälligen Programm.

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Trunken vom Klang

NÜRNBERG (23. Mai 2014). Mit einem besonderen Konzertprogramm eröffnete der Windsbacher Knabenchor unter der Leitung von Martin Lehmann jetzt die Internationale Orgelwoche Nürnberg (ION).

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30 Jahre Mainzer Meisterkonzerte

MAINZ (19. Mai 2014). Im September 2014 starten die Mainzer Meisterkonzerte in ihre 30. Spielzeit und präsentieren an acht Abenden in der Rheingoldhalle ein Mal mehr Bekanntes und Überraschendes.

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Bayerische Musikbotschafter

MAINZ (18. Mai 2014). Bayern ist reich – nicht nur im Hinblick auf den Länderfinanzausgleich, sondern vor allem auch als Heimat vieler mitunter namhafter Chöre. In der Konzertreihe „Psallite Deo – Knabenchöre zu Gast im Mainzer Dom“ begrüßte die Musica sacra jetzt einen davon: die Augsburger Domsingknaben.

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Beseeltes Musizieren

MAINZ (1. Mai 2014). Die Mainzer Meisterkonzerte auf der Zielgeraden: Zum vorletzten Konzert begrüßte das Publikum in der Rheingoldhalle das SWR Sinfonieorchester Baden-Baden und Freiburg mit einem bestechenden Programm: Ligeti, Ravel und Debussy.

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Das Geheimnis des Glaubens

MAINZ (18. April 2014). Bachs Passionsmusiken sind ein Phänomen, locken sie doch gerade an Karfreitag unzählige Menschen in die Kirchen und Konzertsäle. Vor allem die hochdramatische Johannespassion garantiert auch 290 Jahre nach ihrer Uraufführung Hochspannung, wenn sie packend musiziert wird. In diesem Jahr gelang dies einmal mehr dem Bachchor Mainz unter der Leitung von Ralf Otto.

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Harmonisches Wogen

MAINZ (6. April 2014). Neben der Weihnachtszeit sind es gerade die Tage und Wochen vor Ostern, die musikalisch zur Meditation einladen. Gerade mit einer interessanten Werkkomposition gelang dies den Mainzer Domkonzerten am fünften Sonntag in der Fastenzeit.

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Clowneske Saitenakrobatik

MAINZ (4. April 2014). Haydn, Stawinsky und Sibelius: Diese abenteuerliche und daher umso reizvollere Reihung großer Namen präsentierte das zweite Mainzer Meisterkonzert seinem Publikum in der Rheingoldhalle.

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Betörende Klangschönheit

WIESBADEN (28. März 2014). Qualitativ hochwertige Vokalensembles gibt es zum Glück viele. Und doch hat Sjaella fast ein Alleinstellungsmerkmal: Hier singen sechs junge Frauen, die aus der Not der mangelnden Literatur eine Tugend gemacht haben und mit oft eigens für die Gruppe geschriebenen Kompositionen glänzen. In der Marktkirche gaben sie jetzt ihr brillantes Debüt.

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Der Reichtum eines Instruments

MAINZ (23. März 2014). Schwungvoll startete die Reihe der Mainzer Meisterkonzerte in den zweiten Teil der laufenden Saison. Zu Gast war die Pianistin Elena Bashkirova, die mit der Deutschen Radio Philharmonie Saarbrücken Kaiserslautern unter der Leitung von Karel Mark Chichon musizierte.

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The Hillliard Ensemble auf Abschiedstournee

NIEDER-OLM (21. März 2014). Kluge Sänger beenden ihre Karriere auf dem Zenit ihres Ruhms. Für alle, die beispielsweise einen Dietrich Fischer-Dieskau daher nicht mehr live erleben durften, mag das bitter sein. Aber man behält ihn somit als eine der größten Stimmen in bester Erinnerung. Auch das Hilliard-Ensemble schickt sich an, nach 40 Jahren seine Karriere zu beenden – der Zeitpunkt ist nicht zu früh gewählt.

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Das Festival RheinVokal 2014

MAINZ (14. Februar 2014). Das Programm von RheinVokal 2014 steht – und lädt die Freunde der menschlichen Stimme und des Gesangs zu 20 hochkarätigen Veranstaltungen in die Region Mittelrhein ein. Vom 27. Juni bis zum 24. August 2014 finden die Konzerte an elf Spielorten statt.

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Das Rheingau Musik Festival 2014

OESTRICH-WINKEL (4. Februar 2014). Vom 28. Juni bis zum 13. September 2014 findet das 27. Rheingau Musik Festival statt. Für 159 Konzerte an 45 Spielstätten stehen 126.000 Eintrittskarten zur Verfügung, für die der freie Vorverkauf am 1. März beginnt.

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Wie ein funkensprühendes Dampfross

MAINZ (25. Januar 2014). Was haben die Concerti grossi von Antonio Vivaldi und der Boogie Woogie gemeinsam? Frech könnte man antworten: Kennt man eines dieser Stücke, kennt man alle. Dabei kommt es natürlich vor allem auf die Improvisation der Musik an. Wie gerne Axel Zwingenberger das Cembalo in einem Barockensemble spielen würde, ist nicht bekannt. Aber dass er einer der größten Boogie Woogie-Künstler ist, steht außer Zweifel.

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Ensembles am Mainzer Dom in Bestform

MAINZ (22. Dezember 2013). Das Weihnachtskonzert der Musica Sacra am Mainzer Dom bedeutet immer auch ein paar enttäuschte Gesichter – sie gehören denen, die man auch mit viel gutem Willen nicht mehr einlassen kann: Die Kartennachfrage ist so immens, dass man als Kurzentschlossener so gut wie keine Chance mehr auf einen Steh-, geschweige denn auf einen Sitzplatz hat. Und noch schlimmer für die leer Ausgegangenen: Auch in diesem Jahr haben sie wirklich etwas verpasst…

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Schlichtweg Bach pur

WIESBADEN (18. Dezember 2013). Weihnachten ohne Baum? Vorstellbar. Ohne Geschenke? Gegebenenfalls. Ohne Hektik? Wünschenswert, aber wohl kaum realisierbar. Ohne Bachs Weihnachtsoratorium? Undenkbar! Das wissen auch die Dramaturgen des Rheingau Musik Festivals und luden zum Adventskonzert mit dem Windsbacher Knabenchor ins Kurhaus ein.

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Musikalischer Festschmaus

MAINZ (15. Dezember 2013). Barockmusik und Weihnachten: Kaum eine andere Epoche illuminiert das Christfest klanglich so ansprechend. Das wissen auch die Programmplaner der Mainzer Meisterkonzerte und packen ihrem Publikum immer ein klangliches Überraschungspaket.

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Neue Musik zum Fest

SCHWEINFURT (7. Dezember 2013). Weihnachten ist in Deutschlands Knabenchören immer Hochbetrieb. Der Windsbacher Knabenchor musiziert in diesem Jahr nicht nur Bachs Weihnachtsoratorium, sondern gestaltet auch A cappella-Konzerte. Im Rahmen dieser Auftritte wurde auch eine Auftragskomposition von Markus Lehmann-Horn uraufgeführt.

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Konzertsaal wird zur Kathedrale

FRANKFURT (5. Dezember 2013). Ton Koopman hat mit seinen Ensembles Amsterdam Baroque Orchestra & Choir alle Bach-Kantaten für CD aufgenommen. Für Händels „Messiah“ wählte er 1983 neben seinen Instrumentalisten die Vokalisten von „The Sixteen“. Wenn eine Neueinspielung so brillant klänge wie die jüngste Darbietung in der Alten Oper, dann müsste man sich diese nolens volens ebenfalls zulegen.

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Lyrisch und burschikos

MAINZ (17. November 2013). Dass sich die Herrschenden heute Sinfonien schreiben lassen, gehört der Vergangenheit an. Doch würde sich ein Komponist daran machen die heutigen Verhältnisse in Töne zu fassen, würde dabei wahrscheinlich ein ähnlich ironisches Werk wie die neunte Sinfonie von Dmitri Schostakowitsch herauskommen. Sie stand unter anderem auf dem Programm des jüngsten Mainzer Meisterkonzerts in der Rheingoldhalle.

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Schwelgen in klingenden Sphären

MAINZ (13. Oktober 2013). Das jüngste Mainzer Meisterkonzert brachte die Deutsche Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz unter der Leitung von Fabrice Bollon mit dem Cellisten Claudio Bohórquez zusammen. Flankiert von Paul Dukas’ „L’apprenti sorcier“ und der ersten Brahms-Sinfonie spielte er in der Rheingoldhalle das a-moll-Cellokonzert von Camille Saint-Saëns.

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Die Gabe des Herrn Raabe

MAINZ (29. September 2013). Die Schlager der 20er und 30er Jahre des vergangenen Jahrhunderts sind ein Schatz, den Künstler wie Max Raabe meisterhaft zu heben und auch ins rechte Licht zu setzen verstehen. Dass dies nicht zu einem reinen Replik wird, garantieren glanzvolle Neuinterpretation von früher und frische Arrangements von heute.

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Erfrischendes Bad am Moldaustrand

MAINZ (7. September 2013). Dass die Sommerferien zu Ende sind, kann man in der rheinland-pfälzischen Landeshauptstadt auch am allmählichen Erwachen des kulturellen Lebens beobachten. Die Mainzer Meisterkonzerte feierten ihren Saisonauftakt mit Werken von Smetana und Dvořák anregend und vielversprechend.

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Statt einer „Best of Bach”-CD...

KIEDRICH (29. August 2013). Auch der schönste Sommer geht einmal zu Ende, selbst wenn er wie im Rheingau wieder einmal „voller Musik“ war – der Slogan, mit dem das Rheingau Musik Festival jedes Jahr wirbt, ist einfach, prägnant und vor allem treffend. In Kloster Eberbach feierte man auf der Zielgeraden noch mal ein barockes Fest mit Werken von Bach und Händel.

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Kunst der Fuge für Ohr und Auge

MAINZ (28. August 2013). Zwar ist das musikalische Phänomen der Fuge sicherlich noch leichter zu erklären als das Geheminis des Derivathandels, doch läuft man auch hier mitunter Gefahr sein Gegenüber einzuschläfern. Hellwach dürfte man auf jeden Fall während der Show von „Red Bull Flying Bach“ bleiben.

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Wunschlos in Eberbach

KIEDRICH (15. August 2013). Der Feiertag Mariae Himmelfahrt fällt in die Zeit des Rheingau Musik Festivals, was dieses nutzt, um alljährlich eine Marienvesper aufzuführen. In diesem Jahr war es Altmeister Claudio Monteverdi, dessen „Vespro della Beata Vergine“ in Kloster Eberbach zu einer bemerkenswerten Aufführung gelangte. Das Schreibwolff-Magazin unterhielt sich nach dem Konzert mit einem Herrn aus dem Publikum.

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Bach in der Zentrifuge

KIEDRICH (14. August 2013). Vom Laiendormitorium in Kloster Eberbach geht ein besonderer Zauber aus, weswegen das Rheingau Musik Festival ihn schon vor längerem als Ort für seine Klaviernächte entdeckt hat. In diesem Jahr gastierte hier Simone Dinnerstein.

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Beflügelter Grenzgänger

KIEDRICH (13. August 2013). „Du kannst nicht Jazz spielen, ohne auch Bach zu spielen“, sagte einst der amerikanische Saxophonist Joshua Redman in einem Zeitungsinterview. Rolf Lislevand und das Ensemble Stella Matutina gingen in Kloster Eberbach jetzt noch ein bisschen weiter in der barocken Epoche zurück.

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Musikalische Reise nach Argentinien

GEISENHEIM (11. August 2013). Das wichtigste Markenzeichen des Rheingau Musik Festivals ist vor allem, dass es derer gleich mehrere hat: Eines davon ist das vielfältige Programm, in dem auch der „Tango nuevo“ Astor Piazzollas einen festen und stimmigen Platz findet. Schloss Johannisberg war jetzt die Bühne für ein hochvirtuoses Quartett, das den Rheingau ein Stück weit Richtung Buenos Aires verschob.

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Klingendes Recyclingmaterial

KIEDRICH (8. August 2013). Aus Alt mach Neu: Dass Bach sich gerade in seinen Kantaten mit dem Parodieverfahren so manche Komposition ersparte, ist ein offenes Geheimnis. Spannend ist aber auch, wo Partien seiner Orchestermusiken auftauchen. Countertenor Andreas Scholl und das „kammerorchesterbasel“ begaben sich in Kloster Eberbach auf Bachs Wertstoffhof.

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Kleiner Chor ganz groß

OESTRICH (8. August 2013). A cappella ist wieder in Mode und die Chorszene bringt immer wieder neue Ensembles hervor, die etwas Eigenes, Besonderes haben. In Österreich sind die vier Stimmen von „Lalá“ bereits Stars. Mit einem winterlichen Gastspiel in Schloss Reinhardtshausen bezauberten sie vor einem Jahr nicht nur ihr Publikum, sondern auch die Programmplaner des Rheingau Musik Festivals, wo sie jetzt ebenso erfolgreich debütierten.

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Berauschende Musik mit Suchtpotenzial

KIEDRICH (7. August 2013). Selten hat der Text eines Programmhefts, in diesem Fall aus der Feder von Sabine Radermacher, ein Konzert so gut eingerahmt: Hier ließen die begleitenden Worte zum Konzert von „Il Giardino Armonico“ in Kloster Eberbach ein ganzes Bankett erlesener italienischer Speisen auftragen: von Aperitivo e Antipasto über Minestrone, Pesce e Carne bis hin zu Sorbetto, Dolce und Grappa e Caffé – einfach köstlich, diese „cuccina barocco“ von Maestro Guiseppe Antonini.

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Spielerische Handwerkskunst

HOFHEIM (30. Juli 2013). Dass namhafte Künstlerinnen und Künstler mit Werken vornehmlich unbekannter barocker Komponisten Konzertsäle und Gotteshäuser zu füllen vermögen, zeigt das verantwortungsvolle Tun, was Kunst eben auch sein kann und will. Das Rheingau Musik Festival ist hier ein verdienstvolles Podium, das sich immer wieder neue Orte und damit Zuhörer erschließt. Erstmals war man in der Hofheimer Pfarrkirche St. Peter und Paul zu Gast.

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In allen Epochen zuhause

MAINZ (26. Juli 2013). Was hatten die Temperatur und die Qualität der Darbietungen während des Eröffnungskonzerts des Mainzer Musiksommers gemeinsam ? Beide waren extrem hoch (und nur bei der Hitze wünschte man sich anderes): In St. Stephan durfte sich das Publikum an einem beeindruckenden Gastspiel der Musica sacra erfreuen.

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Fernab liegt die Welt

WIESBADEN (25. Juli 2013). Die „Romantische Chornacht“ des Rheingau Musik Festivals lag inmitten der „Blauen Stunde“, jener Übergang zwischen Sonnenuntergang und nächtlicher Dunkelheit. Chorwerke und gesprochenes Wort, dargeboten vom Balthasar Neumann-Chor und Johanna Wokalek, schmückten diese Zeitspanne fesselnd aus.

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Gesungene Gewissheiten

BINGEN (21. Juli 2013). Die Bachschen Motetten sind Werke, an denen man sich nicht satt hören kann: Immer wieder entdeckt man etwas Neues! Nicht nur deshalb war das Konzert der Rheinischen Kantorei in der Basilika St. Martin ein Erlebnis.

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Bach ganz intim

GEISENHEIM (17. Juli 2013 ). Ach wenn man doch nur irgendwo eine Truhe mit bislang unbekannten Cembalo-Werken aus der Feder Johann Sebastian Bachs fände, um die komplette Aufführung dieses Œuvres durch Konstantin Lifschitz noch zu verlängern. Im mittlerweile neunten Teil stellte der Pianist dem Publikum des Rheingau Musik Festivals Bachs Toccaten vor, wie man sie wohl selten zu hören bekommt.

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Tango im Kreuzgang

ELTVILLE (11. Juli 2013). Das Rheingau Musik Festival pflegt die Klassik und ist dabei doch immer wieder für Überraschungen gut: Antonio Vivaldis sattsam bekannte „Vier Jahreszeiten“ ziehen ihr Publikum, was im Kreuzgang von Kloster Eberbach mit Astor Piazzolla die Monate nochmals musikalisch durchschreiten durfte: Acht Jahreszeiten in knapp 90 Minuten.

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Kammermusikalisches Vermächtnis

EIBINGEN (7. Juli 2013). Seit jeher sind bestimmte Komponisten seit jeher „gesetzte Kandidaten“ im Programm des Rheingau Musik Festivals, allen voran natürlich Johann Sebastian Bach. Sein „Musikalisches Opfer“ stand jetzt im Mittelpunkt eines Konzerts mit dem „Concerto Melante“ in der Abtei St. Hildegard.

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Ferien im klanglichen Märchenland

BAD EMS (22. Juni 2013). Wenn der Geist des Auftaktskonzerts auch durch die anderen Konzerte des diesjährigen Festivals RheinVokal weht, dann stehen dem Publikum atemberaubende Momente bevor: Christina Pluhar und das Ensemble „L’Arpeggiata“ sorgten mit den Stimmen von Raquel Anduezza und Vincenzo Capezzuto für mediterranen Flair in Tönen.

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In Gedanken bei Opfern und Helfern

MAINZ (13. Juni 2013). Musik vermag die Herzen zu öffnen – und wenn sie für einen guten Zweck ertönt auch die Geldbörsen: Über 6.000 Euro sammelte die Musica sacra nach einem Benefizkonzert im Mainzer Dom für die Opfer der Hochwasserkatastrophe in Süd- und Ostdeutschland – und das mit einem anspruchsvollen Konzert.

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Noch nicht fertig

MAINZ (2. Juni 2013). Die rheinland-pfälzische Landeshauptstadt hat ein spannendes und reges Musikleben. Das verdankt sie nicht zuletzt ihren vielen, qualitativ durchaus auch hochwertigen Chöre. Mit dem Gutenberg-Kammerchor der Universität hat sich jetzt ein neues Ensemble gegründet, auf dessen Arbeit man zukünftig gespannt sein darf.

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Klänge aus der Stauferzeit

MAINZ (1. Juni 2013). „Uns ist in alten mæren“, so lautet der Anfang des Nibelungenliedes, den wohl jeder Student des Mittelhochdeutschen auswendig aufsagen kann. Jenes Heldenepos um die Zerschlagung des Burgunderreiches umfasst weit über 2000 Strophen, von denen einige jetzt in einem besonderen Konzert in der Mainzer Karmeliterkirche erklangen.

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Klassiker und Raritäten

MAINZ (6. Mai 2013). Im Rahmen einer Programm-Pressekonferenz wurde jetzt das Programm der Mainzer Meisterkonzerte 2013/2014 vorgestellt. Die Reihe geht am 7. September 2103 in ihre mittlerweile 29. Spielzeit.

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Treffpunkt Moskau

MAINZ (5. Mai 2013). Zum vorletzten Mainzer Meisterkonzert der Saison 2012/2013 lud die Deutsche Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz zu einem „russischen Gipfel“ in die Rheingoldhalle: Dmitrij Kitajenko dirigierte Tschaikowskis vierte Sinfonie und Prokofjews Konzert für Violoncello und Orchester.

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Transzendenz durch Transparenz

MAINZ (26. April 2013). Schon wenn er die Orgelsinfonie von Camille Saint-Saëns auf CD höre, bekomme er eine Gänsehaut, beschrieb der Mainzer Domorganist Daniel Beckmann die Wirkung dieser Musik auf ihn als Hörer und Interpreten. Nun spielte er sie im Rahmen eines Sinfoniekonzertes des Staatstheaters Mainz vis-a-vis im Dom und sorgte beim Publikum für Gänsehaut.

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Mit wenigen Tönen alles gesagt

MAINZ (17. März 2013). Er gilt noch immer als „bekanntester Unbekannter“: Arvo Pärt. Mit seiner Johannespassion hat er 1982 ein ergreifendes Stück Musik geschrieben, das dem barocken Oratorium ein hörenswertes Pendant entgegenstellt. Allerdings muss man bereit sein, sich auf diese stilitisch schwere Kost einzulassen…

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Musikalisches Frühlingserwachen

MAINZ (16. März 2013). Hätte jemand nach dem jüngsten Mainzer Meisterkonzert in der Rheingoldhalle laut ausgerufen: „Also das üben wir aber noch mal!“ – man hätte ihm kaum widersprechen wollen. Womit er allerdings kaum das Spiel der Künstler an diesem Abend gemeint haben könnte: Seine Kritik dürfte auf den fehlenden Zusammenhang zwischen Programm und aktueller Wetterlage abzielen, denn bevor ihm auf dem Heimweg noch der Restschnee unter den Füßen knirschte stand der konzertante Abend unter dem Motto „Frühlingserwachen“.

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Musikalische Reise durch Europa

MAINZ (6. März 2013). RheinVokal, das Festival am Mittelrhein, präsentiert sein Programm für den kommenden Sommer. Das Thema „Musikalische Reise durch Europa“ ließ den Dramaturgen wieder große stilistische Freiheit, was diese gerne aufgriffen.

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Intimer Blick in des Sängers Seele

MAINZ (20. Februar 2013). Immer wenn Stefan Gwildis auftritt, heißt es „Heut’ ist der Tag“, egal ob er 70er Soul covert oder mit eigenen Somgs glänzt. Dass das auch ohne die funkigen Bandkollegen funktioniert, durfte man jetzt im Frankfurter Hof erleben.

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Ergreifender Werkekanon

MAINZ (16. Februar 2012). Die Musica sacra am Mainzer Dom ist auch in neuer Besetzung bestens aufgestellt: Domkapellmeister Karsten Storck bewies bereits in zwei Konzerten, dass er der richtige Mann am richtigen Platz ist. Auch der neue Domkantor Matthias Bartsch kommt mit seinem Ensemble, dem Mädchenchor am Dom und St. Quintin hörbar gut zurecht.

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Glänzendes Debüt des neuen Dirigenten

MAINZ (3. Februar 2013). Das erste Konzert von Felix Koch als Leiter des Collegium musicum der Johannes Gutenberg-Universität Mainz vor ausverkaufter Phönixhalle präsentierte mit Händels „Dixit Dominus“ und Beethovens 7. Sinfonie Werke mit höchsten Ansprüchen. Doch den Mutigen hilft ja bekanntlich das Glück…

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„Jazz ist ein Lebensgefühl“

MAINZ (22. Januar 2013). Kann man Jazz lernen? Zumindest studieren – mitunter an der Mainzer Hochschule für Musik. Um diese Musik zu verstehen, muss man etwas über sie wissen – und vor allem: sie hören. In der jüngsten Veranstaltung der Reihe „Treffpunkt Jazz“ gab der Kabarettist Lars Reichow eine kurzweilige Einführung in die Welt von Swing, Bebop & Co.

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Die Flöte lässt dann doch die Seele tanzen

MAINZ (21. Januar 2013). Eine Untugend wird nicht zur Tugend, indem sie auf eine lange Tradition verweisen kann und damit für sich so etwas wie Selbstverständlichkeit proklamiert. Und so stellt sich die Frage, ob Bühnenkünstler, die Vorgruppen im Schlepptau haben, ihr eigenes Handwerkszeug nicht zuvor oder zumindest etwas schneller in Stellung bringen können, um lange Wartezeiten zu vermeiden. Die irische Gruppe „Clannad“ beherrscht dies offenbar nicht.

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Eindringliche Stimmpräsenz

MAINZ (9. Januar 2013). „Orgel plus“ ist eine Konzertreihe des Bachchors Mainz abseits der rein vokalen Konzerte oder Oraorienaufführungen: Petra Morath-Pusinelli kombiniert dabei ihr Instrument mit den Talenten anderen Künstler – diesmal mit dem Bassbariton Klaus Mertens’.

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Imposante Festtagsstimmung

MAINZ (21. Dezember 2012). Mit einer glanzvollen Folge sinfonischer Werke, gespielt vom Deutschen Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz unter Ari Rasilainen verabschiedeten sich die Mainzer Meisterkonzerte in der Rheingoldhalle für 2012 prunkvoll von ihrem Publikum.

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Eilt, ach eilet?

WIESBADEN (13. Dezember 2012). Eine Stunde, nachdem die Lautten Compagney Berlin und ihr Leiter Wolfgang Katschner mit dem diesjährigen Rheingau Musik Preis ausgezeichnet worden waren, übersetzten sie das Lob der Jury mit ihrem Konzert mit Bachs Weihnachtsoratorium im Kurhaus für ihr Publikum in Noten.

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Pulsierendes Spiel sprengt Grenzen

MAINZ (9. Dezember 2012). „Die Orgel hebt die Musik für mich noch mal auf eine ganz andere Ebene“, sagt Daniel Beckmann, der im jüngsten Mainzer Meisterkonzert in der Rheingoldhalle jene kleinen, aber entscheidenden Partien in der Symphonie No. 3 avec Orgue“ von Camille Saint-Saëns spielte. Gemeinsam mit der „Egmont-Ouvertüre“ Ludwig van Beethovens verlieh sie dem Abend einen besonders festlichen Glanz.

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Geist und Sinn, Herz, Seel und Mut

FRANKFURT (7. Dezember 2012). Der Windsbacher Knabenchor und der Harfenist Xavier de Maistre haben Gemeinsamkeiten: Beide sind Träger des Rheingau Musikpreises und bestechen jeder für sich durch unglaublich intensive Musikalität. Für die Weihnachtskonzerte 2012 haben sie zusammengefunden – auf ergreifende Weise, wie man jetzt im Frankfurter Dom erleben durfte.

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Bach trifft auf Händel

MAINZ (2. Dezember 2012). Wenn man einen guten Bach hören möchte, ist man beim Mainzer Figuralchor in der Regel an der richtigen Adresse. Und da dieses Ensemble unter seinem Chorleiter Stefan Weiler in der Barockmusik zuhause ist, prädestiniert es sich auch für sein Vorhaben, sich in einer dreiteiligen Konzertreihe mit Händels „Messiah“ auseinanderzusetzen: Der Start mit Teil 1 war schon mal ein Genuss.

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Brahms-Requiem light

MAINZ (24. November 2012). Für viele zählt das deutsche Requiem von Johannes Brahms zu den größten Werken der Chorsinfonik. Der Komponist selbst hatte es seinerzeit aber auch für eine Begleitung durch Klavier zu vier Händen gesetzt, um zu garantieren, dass es nicht bald der Vergessenheit anheim falle. Hier irrte Brahms, denn sein Requiem für Chor, Solisten und Orchester ist heute gerade in der Orchesterfassung Standard. Und das hat seinen Grund.

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Ein Auftakt nach Maß

MAINZ (18. November 2012). Im Amt des Mainzer Domkapellmeisters ist der frühere Domkantor Karsten Storck schon seit dem 1. August. In der Zwischenzeit hat er mit seinen Chören – dem Mainzer Domchor, dem Mädchenchor am Dom und St. Quintin sowie der Mainzer Domkantorei – hart gearbeitet, denn sein Antrittskonzert zeigte bereits deutlich die neue Handschrift des 39-jährigen Kirchenmusikers.

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„Ich glaube, hier bin ich am rechten Platz“

MAINZ (29. Oktober 2012). Zum Wintersemester 2012/213 hat der Cellist und Leiter des Neumeyer Consort, der Mainzer Hochschulprofessor Felix Koch, von Prof. Joshard Daus die Leitung des Collegium musicum der Johannes-Gutenberg Universität Mainz übernommen. Im Gespräch erzählt er, wie er dieses Amt in Zukunft ausfüllen möchte.

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Von Seelenblut und Melancholie

MAINZ (28. Oktober 2012). Neben seinen Abonnenten-Konzerten und den Universitätsgottesdiensten in der Mainzer Christuskirche tritt der Bachchor Mainz in der aktuellen Saison auch als Veranstalter weiterer Konzertformate auf den Plan. Ein Gastspiel im Probensaal des Ensembles gaben jetzt die Altistin Nohad Becker und der Liedpianist Hedayet Djeddikar.

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Klangliche Aquarelle aus Schweden

MAINZ (24. Oktober 2012). Das Tord Gustavsen Quartett ist schon lange kein Geheimtipp mehr: Ihr mittlerweile viertes Album „The Well“ stellten die vier Künstler jetzt im Frankfurter Hof vor.

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Schwungvoll in die neue Meisterkonzerte-Saison

MAINZ (23. September 2012). Geschäftigkeit allerorten: In den Büros namhafter Orchester wie Solisten und im Büro der Agentur Mainz Klassik natürlich auch: Wenn die neue Saison der Meisterkonzerte startet, ist vor dem ersten Ton nicht an Ruhe zu denken. Insofern dürfte der Beginn der ersten sinfonischen Soiree in der Mainzer Rheingoldhalle die letzten Wochen treffend wiedergegeben haben: mit der Ouvertüre „The Wasps“ von Ralph Vaughan Williams und ihrem emsigen Bogenstrich.

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Verwirrender Glanz

BERLIN (2. September 2012). „Moses und Aron“ von Arnold Schönberg ist fraglos eines der wichtigsten Opernwerke des 20. Jahrhunderts. Und es wurde, in Zwölftontechnik gesetzt, nicht geschrieben, um zu gefallen. „My music isn’t lovely“, sagte Schönberg einst selbst. Und so muss sich der subjektive vom objektiven Eindruck trennen, um eine Aufführung wie jetzt in der Berliner Philharmonie goutieren zu können.

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Wie probt man einen Schönberg?

Arnold Schönberg ist nicht Johann Sebastian Bach. Und wer einmal eine Johannespassion gesungen hat, kennt sie auch nach Jahren noch. Aber „Moses und Aron“, Schönbergs mächtiges Oratorium?

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Unmittelbar ergreifend

KIEDRICH (25. August 2012). „Wofür man besonders schwärmt, wenn es wieder aufgewärmt“: Ist es häretisch jene Eigenschaft vom Sauerkraut der Witwe Bolte aus Wilhelm Buschs „Max und Moritz“ auch auf die h-moll-Messe von Johann Sebastian Bach zu übertragen? Keineswegs, denn eine originäre Komposition ist sie nicht – und doch Musik von unvergleichlicher Schönheit. Und für die schwärmt man eben auch besonders…

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Sieg nur in Dettingen

KIEDRICH (16. August 2012). Auch die Klassik hat ihre Hits, auf die die breite Masse ihre Schöpfer nicht selten reduziert: Beethoven und seine fünfte oder neunte Sinfonie, Mozarts Zauberflöte, Bachs Brandenburgische, Händels Messias, vielleicht noch seine Feuerwerks- und Wassermusik. Fraglos große Werke, die dadurch aber auch einen ebensolchen Schatten auf das weitere Œuvre der Meister fallen lassen. Händels Dettinger Te Deum holte das Rheingau Musik Festival in Kloster Eberbach jetzt klangvoll ans Licht.

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Mit der Königskrone Frisbee gespielt

WIESBADEN (15. August 2012). Jemand wie der Organist Cameron Carpenter treibt einen veritablen Keil zwischen seine Zuhörer: Entweder man liebt diesen Exzentriker oder man lehnt seine Adaptionen ab. Ein Sowohl-als-auch fällt da nicht so leicht. Lauscht man seinem Spiel, scheint er genau das im Schilde zu führen: Mit seinem digitalen und boxenverstärkten Instrument fühlt er sich frei von allen konventionellen Zwängen. Und mit dieser Autarkie muss man erst mal klar kommen.

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Wohlklang in Vollendung

MAINZ (14. August 2012). Den Alchemisten des 17. Jahrhunderts wird zu Unrecht nachgesagt, sie seien nur hinter dem Gold her gewesen, suchten die Naturforscher doch auch nach dem Stein der Weisen oder einem Allheilmittel. Dem Seelenschmerz des an der Liebe leidenden Menschen wäre eine solche Tinktur sicherlich höchst willkommen, was auch schon die Dichter damals ahnten. Mit „Loves Alchymie“ stellten Dorothee Mields, Hille Perl und Lee Santana jetzt ihr preisgekröntes Programm im Mainzer Musiksommer vor.

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Zu Gast bei Friedrich dem Großen

MAINZ (11. August 2012). Das privatwirtschaftliche Sponsoring ist heute eine wichtige Stütze des kulturellen Lebens. Dereinst übernahm noch vor allem die „öffentliche Hand“ die Förderung: Friedrich der Große war so ein Mäzen. Das Ensemble „Hamburger Ratsmusik“ spürte dem jetzt mit einem Konzert im Mainzer Musiksommer nach.

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Im Nachhall ertrunken

MAINZ (8. August 2012). Barocke Musik und ausladende Akustik vertragen sich einfach nicht – vor allem nicht im instrumentellen Bereich. Das Mainz-Gastspiel des Rheingau Musik Festivals mit dem Blockflötisten Maurice Steger und The English Concert in St. Stephan erbrachte hierfür leider einmal mehr den Beweis.

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Überzeugend in allen Registern

MAINZ (7. August 2012). Die Blockflöte führt zuweilen ein Schattendasein, aus dem sie jedoch immer wieder große Künstler wie beispielsweise Franz Brüggen herausführten. In einem Atemzug mit diesem Interpreten wird immer öfter ein weiterer Namenszug genannt: Stefan Temmingh. Ein Gastspiel im Mainzer Musiksommer offenbarte, warum das durchaus seine Richtigkeit hat.

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Spanisches Temperament

BUDENHEIM (1. August 2012). Ein Markenzeichen des Mainzer Musiksommers ist die stilistische Breite und Tiefe – sowohl was die gastierenden Ensembles als auch die dargebotenen Programme betrifft. Im Konzert des United Continuo Ensembles mit der Sopranistin Mercedes Hernández in Schloss Waldthausen traf spanische Barockmusik jetzt auf den Flamenco.

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Gesungener Gottesdienst

BINGEN (29. Juli 2012). Dass das Konzert in der Basilika St. Martin nicht komplett ausverkauft war, ist kein Makel: Die Musik des 13. Jahrhunderts ist nicht Jedermanns Sache, auch wenn RheinVokal mit dem Ensemble „Diabolus in Musica“ herausragende Interpreten dieses Genres eingeladen hatte. Hier feierten die sechs Sänger einen Gottesdienst zu Ehren des heiligen Martin.

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„Auf ins Paradies zu dir!“

BOPPARD (28. Juli 2012). RheinVokal hat längst einen herausragenden Klang unter den nationalen wie internationalen Musikfestivals, versteht man es hier doch bestens, in überschaubarem Rahmen stilistisch wie künstlerisch spürbar Akzente zu setzen. Auch wenn der Topos in diesem Jahr mit „Gott und die Welt“ ein wenig schwammig ausfällt, fokussierte ihn das Konzert mit Pergolesis „Stabat mater“ doch mehr als treffend.

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Eigene Akzente mit Bedacht gesetzt

WIESBADEN (26. Juli 2012). Der erste Auftritt Martin Lehmanns als Künstlerischer Leiter des Windsbacher Knabenchores in der Lorenzer Motette Anfang März in Nürnberg war vielversprechend. Und auch unter weit anspruchsvolleren Konzertbedingungen wie bei Lehmanns Debüt im Rheingau Musik Festival laufen die Windsbacher unter seinem Dirigat einmal mehr zur Höchstform auf. Gut so.

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Blue Notes bei Bach

WIESBADEN (25. Juli 2012). Den Swing in Bachs Musik zu entdecken und diese Form der Arrangements salonfähig zu machen ist das Verdienst des französischen Pianisten Jacques Loussier, der sich auf zahlreichen CDs vom Bach und Händel über Mozart, Beethoven nd Chopin bis hin zu Satie und Debussy durchgejazzt hat. Im Kurhaus sollte es nun einmal mehr “Play Bach” heißen.

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Raketen unterm Kirchendach

KIEDRICH (12. Juli 2012). Händels „Music for the Royal Fireworks” gehört zu den Klassikern der Klassik. Deshalb ist es in der Tat ein besonderes konzertantes Elebnis, wenn man es so live erlebt, dass man meint, wirklich einem Feuerwerk beizuwohnen. Das Zefiro Baroque Orchestra zündelte jetzt in Kloster Eberbach.

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Der Trost besiegt die Trauer

KIEDRICH (6. Juli 2012). Dass mit dem Kammerchor Stuttgart unter Frieder Bernius eines der profiliertesten Vokalensembles weltweit steter Gast des Rheingau Musik Festivals ist, hat seinen Grund nicht nur in der Güte gerade dieser Vokalisten: Sie waren es auch, die am 23. Juni 1988 das erste Konzert des Festivals überhaupt gestalteten. In Kloster Eberbach standen damals mit dem Magnificat und dem Oratorium „Die Israeliten in der Wüste“ von Carl Philipp Emanuel Bach eher unbekannte Werke auf dem Programm. 24 Jahre später sang der Kammerchor Stuttgart hier nun „Ein deutsches Requiem“ von Johannes Brahms.

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Klangschönheit „made in Great Britain“

KOBLENZ (5. Juli 2012). RheinVokal lädt als Festival am Mittelrhein in diesem Jahr zu einer stilistischen Reise durch die Jahrhunderte ein. Einen viel versprechenden Auftakt machte jetzt das Ensemble „Voces8“ mit dem Eröffnungskonzert in der Koblenzer Basilika St. Kastor.

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Global denken – lokal musizieren

OESTRICH-WINKEL (26. Juni 2012). Bach und Mozart, gewiss! Aber das Rheingau Musik Festival hat in seiner 25-jährigen Geschichte bewiesen, das es seinen Blick immer wieder weit über den Tellerrand von Barock und Klassik schweifen lässt. Mit spannenden Weltmusik-Konzerten erweitert es nicht nur den eigenen Horizont. Auch „I Liguriani“ aus Italien lud zu einer solchen Reise ein.

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Eine Idee mit großem Erfolg umgesetzt

MAINZ (25. Juni 2012). Schon seit seiner ersten Erwähnung im 16. Jahrhundert bezeichnet der Begriff Collegium musicum eine Vereinigung musikliebender Menschen. In Mainz bereichert dieses universitäre Angebot das kulturelle Leben weit über Stadt- und Landesgrenzen hinaus. Sein Leiter, Prof. Joshard Daus, kann kurz vor seiner Emeritierung auf 27 erfolgreiche Jahre zurückblicken.

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Berückendes Klangspektrum

SAULHEIM (2. Juni 2012). Zum ersten „Stimmfestival“ hatte die Singakademie Saulheim in die rheinhessische Ortschaft eingeladen und begeisterte das Publikum mit einem beeindruckenden Wandelkonzert in Kirche und Sängerhalle, das auch im Rahmen des rheinland-pfälzischen Kultursommers stattfand. Die tolle Idee und drei herausragende Chöre aus Deutschland, Österreich und Schweden animieren zu einem spontanen „Da capo“!

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Fesselndes Drama um Schuld und Sühne

MAINZ (4. Mai 2012). Also doch: Die Erde ist eine Scheibe! Und auf diesem, sich immerhin drehendem Tableau inszeniert Tatjana Gürbaca im Kleinen Haus des Mainzer Staatstheaters das Oratorium „Il primo omicidio overo Cain“ von Alessandro Scarlatti (1660-1725). Nach fast zweieinhalb Stunden brandet verdienter Aplaus auf.

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Musik mit politischer Sprengkraft

MAINZ (6. April 2012). Eine Passion von Johann Sebastian Bach, ob nach Johannes oder Matthäus, gehört für viele nicht nur saisonbedingt zum konzertanten Terminkalender, sondern ist mitunter auch Möglichkeit, das Geschehen auf Golgatha immer wieder neu für sich zu erfassen. Hierzu lud der Bachchor Mainz unter Ralf Otto am Karfreitag ein.

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Verstörender Zeitenspiegel

MAINZ (24. März 2012). Die Passionsoratorien von Johann Sebastian Bach gehören zum Repertoire fast jeder Kantorei und damit automatisch zum Konzertleben größerer Städte. Der Kreuzestod Jesu Christi hat aber auch zeitgenössische Komponisten inspiriert – jedoch erklingen ihre zuweilen sperrigen Werke seltener. Hier setzt Volker Ellenberger als Kantor von St. Johannis hier immer wieder Zeichen.

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Texte wie in Watte gepackt

MAINZ (17. März 2012). Die Pause des Konzerts von Roger Cicero in der Phönixhalle markierte gleichsam den Mittelpunkt der aktuellen Tournee: Nach 17 Konzerten sorgte der smarte Sänger mit seiner Big Band auch Mainz für ein volles Haus.

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Operation gelungen – Chor lebt!

NÜRNBERG (9. März 2012). Diesem Tag hatte man nicht nur in Windsbach entgegengefiebert: der erste Auftritt des Windsbacher Knabenchores unter seinem neuen Künstlerischen Leiter Martin Lehmann. Dass dieser mit der 454. Motette in St. Lorenz zusammenfiel, darf man als durchaus als Bekenntnis zum Bekenntnis verstehen.

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„Da geht der ab durch der Decke“

MAINZ (2.März 2012). Wie konnten sie es nur in die Hitparaden dieser Welt schaffen: Madonna, Anastacia, Whitney Houston, Pink und all die anderen!? Ruhm und Ehre gebühren einzig Pjotr Popolski. Denn er hat die gesammte Popmusik erfunden…

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Kabale und Liebe in Theben

MAINZ (26. Febuar 2012). „Barock vokal“ ist ein Exzellenzprogramm der Mainzer Hochschule für Musik, in dessen Rahmen sich junge Opern- und Konzertstimmen sowie Gesangsstudierende projektbezogen mit der Musik des 17. und 18. Jahrhunderts auseinandersetzen. Auf dem Programm stand jetzt Händels Oratorium „Semele“.

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Mit Musik über Grenzen hinweg

MAINZ (22. Februar 2012). Wenn das Bistum Mainz zum „Aschermittwochs der Künstler und Publizisten“ einlädt, kann es sich über großen Publikumszuspruch freuen, was vor allem an der Gästeauswahl liegt. In diesem Jahr unterhielt sich Peter Stieber mit dem Dirigenten Karl-Heinz Steffens.

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Hohe Ansprüche an sich selbst

MAINZ (17. Februar 2012). Als sich vor 25 Jahren in Mainz die Domkantorei gründete, fürchteten bestehende Vokalensembles um ihre Mitglieder, zu groß wähnte man die Anziehungskraft des sakralen Baus und seines neuen Domkapellmeisters Mathias Breitschaft. Der damals neue Chor wuchs beständig – und zwar aus eigener Kraft.

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Singen über Gott und die Welt

MAINZ (13. Februar 2012). Nicht zufällig lehnt sich RheinVokal in diesem Jahr thematisch an den rheinland-pfälzischen Kultursommer an: „Gott und die Welt“ bietet auch einen passenden Rahmen für das Festival am Mittelrhein, um vom 5. Juli bis zum 12. August 2012 namhafte Chöre, Solisten und A-Cappella-Ensembles zu präsentieren.

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Klingendes Kaleidoskop

NEUWIED-ENGERS (4. Februar 2012). Villa Musica kommt aus dem Feiern gar nicht heraus: Waren es im letzten Jahr 25 Jahre Bestehen der Landesstiftung selbst, kann man sich in Schloss Engers, Heimat der Kammermusik-Akademie und Austragungsort des Eröffnungskonzertes „Musik in Burgen und Schlössern“, über die 250. Wiedekehr des Richtfestes freuen. Und die attraktive Konzertreihe jubiliert notabene auch über eine 20-jährige Existenz.

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Musik in Burgen und Schlössern 2012

MAINZ (26. Januar 2012). Mit Spannung erwartet wurde die Vorstellung des neuen Saisonprogramms von „Musik in Burgen und Schlössern“, einer, wie der Künstlerische Leiter von Villa Musica, Alexander Hülshoff, betonte, „wortwörtlich herausragenden Reihe“, die das Konzertangebot der rheinland-pfälzischen Landesstiftung bereichere.

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Fünf Franken mit phänomenalen Stimmen

MAINZ (14. Januar 2012). „Viva Voce“: Was einst als Geburtstags-Gig begann, hat sich heute an die Spitze der deutschen A capella-Szene hochgeträllert. Die singende Vokalband aus Franken ist jetzt auch immer öfters außerhalb Bayerns zu hören. Zum Glück!

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Bach bearbeitet Bach

MAINZ (12. Januar 2012). Eine Kantate für den Geburtstag eines Fürsten komponieren und sie hernach nie wieder aufführen? Nicht mit Bach, denn der beherrschte das „Parodieverfahren“ perfekt. Beispiele für diese Art des Bearbeitens bot jetzt ein Konzert im Roten Saal der Mainzer Hochschule für Musik mit jungen Studierenden unter der Leitung von Martin Lutz.

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Klangvoller Bilderbogen

MAINZ (8. Januar 2012). Gewiss: Barock-Musik kann ganz schön stauben. Aber es geht auch anders: Wenn man sich in sie hineinversetzen kann, den Klang genießt, um die Musik auch für andere zum Genuss werden zu lassen. Nichts anderes leisteten jetzt die Studierenden der Mainzer Hochschule für Musik im „Barock Vokal“-Konzert mit Telemanns Kammeroper „Don Quichotte auf der Hochzeit des Comacho“.

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Ein großer Dirigent nimmt Abschied

ANSBACH (22. Dezember 2011). Sicherlich ist es ein Zufall, aber ein schöner: das erste Konzert, das Karl-Friedrich Beringer 1953 als kleiner Bub hörte, war Bachs Weihnachtsoratorium mit dem Windsbacher Knabenchor unter Hans Thamm in Neuendettelsau, die Kantaten I bis III. Mit der Aufführung ebendieses Werkes zwei Tage vor Heiligabend in St. Gumbertus schloss sich nach 34 Jahren somit der Kreis auf wundersame Weise: Die Ära Beringer ist zu Ende.

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Weihnachten bei Bachs

MAINZ (17. Dezember 2011). Mit Werken von Vater Bach und seinen Söhnen Wilhelm Friedemann und Carl Philipp Emanuel gestaltete der Bachchor Mainz unter der Leitung von Ralf Otto jetzt sein Weihnachtskonzert einmal abseits der ausgetretenen Konzertpfade vor dem Fest der Feste. Das lies aufhorchen.

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So schön kann Weihnachten sein

WIESBADEN (15. Dezember 2011). Ein letztes Mal durfte das Publikum des Rheingau Musik Festivals den Windsbacher Knabenchor unter der Leitung von Karl-Friedrich Beringer erleben: Ende des Jahres geht der Chorleiter in den Ruhestand. Vielleicht auch deshalb wurde das Adventskonzert im Kurhaus besonders stimmungsvoll.

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Ein spannendes Familientreffen

MAINZ (15. Dezember 2011). Advent und Weihnachten bei Bachs: Unter diesem Motto lädt der Bachchor Mainz am 17. Dezember 2011 um 19.30 Uhr in die Christuskirche ein. Zur Aufführung kommen Kompositionen von Johann Sebastian Bach sowie seiner Söhne Carl Philipp Emanuel sowie Wilhelm Friedemann. Über die Idee dieses musikalischen „Familientreffens“ berichtet Chorleiter Prof. Ralf Otto im Gespräch.

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Himmlische Gäste

MAINZ (11. Dezember 2011). Mit der Pianistin Jasminka Stancul und der Deutschen Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz unter der Leitung von Fabrice Bollon stimmte das letzte Mainzer Meisterkonzert in diesem Jahr sein Publikum in der Rheingoldhalle auf weihnachtlichen Festtagsglanz ein.

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Wissen und Können Hand in Hand

MAINZ (1. Dezember 2011). Auch in der Bachforschung dürfe man nicht nach Wahrheiten suchen, wo es letztendlich keine gebe. Mit diesem Diktum geht Ton Koopman, Pionier der historischen Aufführungspraxis, an „seinen“ Bach heran. Mit jungen hochqualifizierten Studierenden der Mainzer Hochschule für Musik erarbeitete er jetzt zwei Kantaten des Thomaskantors und stellte das Ergebnis einem interessierten Publikum vor.

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Klangreise gen Korsika

MAINZ (25. November 2011). Man sieht sie meist auf VW-Bussen mit Campingausstattung: die Aufkleber der korsischen Fähren oder das in den Inselgrundriss eingefügte Konterfei mit dem verwegenen Kopftuch. Was die Globetrotter an diesem Eiland reizt, kann man nicht nur vor Ort erfahren, sondern auch hautnah spüren, wenn man ein Konzert der musikalischen Botschafter Korsikas, der Gruppe „I Muvrini“ hört.

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Spannende Gegensätze

MAINZ (20. November 2011). Dmitri Schostakowitsch schuf in seiner fünften Sinfonie gezwungenermaßen martialischen Pomp als potemkinsches Dorf, Richard Wagner gratulierte seiner Frau mit seinem „Siegfried-Idyll“ zum Geburtstag und Johann Nepomuk Hummel nutzte die seinerzeit neu entwickelte chromatische Trompete für seine Kompositionen: Das dritte Mainzer Meisterkonzert der Saison bot in der Tat spannende Gegensätze.

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Geschmackvolle Dramatik

MAINZ (3. Oktober 2011). Auf zwei Begriffe könnte man sich beschränken, müsste man sich in der Wertung des Konzertes des Bachchors Mainz zum Tag der deutschen Einheit besonders kurz fassen: Hochdramatisch und geschmackvoll war dieses Konzert – sowohl was Werkauswahl als auch Interpretation und Wiedergabe anging.

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Vokalsterne am Mainzer Himmel

MAINZ (29. September 2011). Natürlich ist die Chorliteratur für reine Frauen- oder Mädchenchöre nicht so reich wie die für „normal“ besetzte Ensembles. Doch genau dieses vermeintliche „Manko“ reizt auch genauer hinzuhören, kann man(n) doch mit den zumeist zeitgenössischen Kompositionen seinen klanglichen Horizont auf spannende Weise erweitern. Das zeigte auch das jüngste Mainzer Domkonzert mit dem Mädchenchor am Essener Dom.

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Schuldig. Und weiter?

DORTMUND (23. September 2011). Im Konzerthaus Dortmund führte der Rundfunkchor Berlin Ernst Peppings „Passionsbericht des Matthäus“ auf. Das Konzert war Teil von chor.com, einer regionale Vokalmusik-Messe, die mit Konzerten und Workshops in der Ruhrmetropole interessante Veranstaltungen abseits des Mainstream anbietet.

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Eine Reportage live von Golgatha

KIEDRICH (25. August 2011). So wie er kann die Rolle des Evangelisten in einer Bach-Passion eigentlich keiner ausfüllen: Geschmackvoll und eingängig sorgt Ged Türk dafür, dass sich die biblische Botschaft quasi von selbst erklärt. Wer dieser subjektiv empfundenen Schilderung zuhört, kann sich dem Geschehen auf dem Kreuzeshügel, wie es das Bach Collegium Japan jetzt im Rahmen des Rheingau Musik Festivals erzählte, nicht entziehen.

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Prachtvolle Klangkathedralen

KIEDRICH (23. August 2011). Frühbarocke Motetten mit bis zu 40 Stimmen bestimmten das Konzert, das das Spezialisten-Ensemble „Le Concert Spirituel“ unter der Leitung von Hervé Niquet jetzt im Rahmen des Rheingau Musik Festivals in Kloster Eberbach gab.

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Süßes aus Italien

MAINZ (20. August 2011). Finale in St. Johannis: Zum letzten Konzert des Mainzer Musiksommers 2011 spielte jetzt die Lautten Compagney Berlin unter der Leitung von Wolfgang Katschner auf und verführte ihr Publikum in Werken von Monteverdi, Merula und Marini mit dem Liebeswerben im Italien des 17. Jahrhunderts.

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Wenn sich Virtuosität ein Bein stellt

KIEDRICH (17. August 2011). Martin Stadtfeld ist eigentlich einer der talentiertesten, weil einfühlsamsten Pianisten unserer Tage. Eigentlich. Im Rahmen des Rheingau Musik Festivals spielte er jetzt sein Paradestück: Bachs Goldberg-Variationen.

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Chanticleer: nicht sauber, sondern rein

KIEDRICH (16. August 2011). Eine Sparte des diesjährigen Rheingau Musik Festivals heißt „Vokal maximal“. Mit einem Konzert von Chanticleer wurde dieser Titel ohne Abstriche umgesetzt: ein genialer Ensemble-Klang, wie man ihn im Heimatland des Männerchors lange suchen kann.

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Romantischer Barock

MAINZ (14. August 2011). Auch wenn Bach sein Klavierwerk niemals auf einem Konzertflügel hören konnte, hätte er diesen vielleicht dem Cembalo vorgezogen. Und auch die Sonaten für Viola da gamba hören sich in der romantischen Besetzung mit Cello und Klavier erstaunlich gut an, wenn man, wie das Duo Arp/Frantz, Barock und Romantik geschmackvoll zu verbinden weiß.

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Endlich Sommer!

WIESBADEN (12. August 2011). „Die vier Jahreszeiten“ von Antonio Vivaldi dürften mit die bekanntesten Barock-Klänge sein, was Klassik-Liebhaber nicht daran hindert, in jene Konzerte zu strömen, in denen diese Musik gespielt wird. Auch das Rheingau Musik Festival hatte mit dem Ensemble I Musici di Roma einen solchen Trumpf in der Hand, zumal hier eine stimmungsvolle Variante mit der Flötistin Magali Mosnier zur Aufführung kam.

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Zehn Finger auf zwölf Saiten

MAINZ (2. August 2011). Dass Brüder mitunter streiten, gilt sicherlich auch für die Zwillinge Peter und Zoltán Katona. Auf der Bühne jedoch bilden die beiden Gitarristen eine faszinierend harmonische Einheit, die hier höchstens musikalische Dispute ausfechten.

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Kraftvolles Spannungsfeld

BINGEN (31. Juli 2011). Ein „Heiliges Feuer“ entzündete jetzt RheinVokal mit seinem südlichsten Gastspiel in der Binger Basilika: Das Vocalconsort Berlin stellte unter der Leitung von James Wood Sequenzen der Hildegard von Bingen Motetten von Don Carlo Gesualdo da Venosa gegenüber.

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Wie im Himmel

KIEDRICH (24. Juli 2011). Mit dem Chor des Bayerischen Rundfunks, begleitet vom Münchner Kammerorchester, empfing das Rheingau Musik Festival in Kloster Eberbach jetzt eines der besten Vokal-Ensembles des Landes. Auf dem Programm stand neben A cappella-Werken das Requiem von Gabriel Fauré.

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Spannende Gegenüberstellung

BOPPARD (23. Juli 2011). Mit einem Konzert des norwegischen Ensembles „Nordic Voices“ präsentierte das Festival RheinVokal seinen Gästen jetzt eine anspruchsvolle Collage aus franko-flämischen Kompositionen des 16. und skandinavischer Musik des 21. Jahrhunderts.

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Der Neue beim Windsbacher Knabenchor

NÜRNBERG (19. Juli 2011). Martin Lehmann, seit 2005 Dirigent der Wuppertaler Kurrende, wird zum 1. Februar 2012 die Künstlerische Leitung des Windsbacher Knabenchores übernehmen.

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Still crazy after all these years

MAINZ (12. Juli 2011). Paul Simon ist auch mit bald 70 noch topfit und bestens bei Stimme. Mit seiner achtköpfigen Band begeisterte er jetzt seine Fans während des letzten Deutschland-Konzert der aktuellen Tournee auf der Mainzer Zitadelle.

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25 Jahre Villa Musica Rheinland-Pfalz

MAINZ (6. Juli 2011). 1000 geförderte, hochbegabte junge Künstler in 25 Jahren, im gleichen Zeitraum über 450 Konzertmitschnitte durch SWR2 und eine Jubiläumssaison mit 120 Veranstaltungen in 40 Städten und Gemeinden, an denen 30 ehemalige Stipendiatinnen und Stipendiaten mitwirken. Villa Musica hat allen Grund zum Feiern!

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Stilsicher im zeitgenössischen Klang schwelgen

ELTVILLE (6. Juli 2011). Auch andere Mütter haben schöne Töchter, zumal in Sachsen, wo die Holden ja bekanntermaßen auf den Bäumen wachsen: Im Bereich der Knabenchöre sind der Dresdner Kreuz- und der Leipziger Thomanerchor die Botschafter ihrer Heimat. Letzterer war jetzt Gast des Rheingau Musik Festivals.

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Die Kraft der leisen Töne

MITTELHEIM (6. Juli 2011). Im Lautenkonzert des Künstlers Joachim Held in St. Aegidius erklang bekannte und seltener zu hörende Musik – auch von Bach. Und als ob dieser Name gleichsam Programm war, zeichnete sich diese Soiree durch ein ruhiges Fließen aus: eine Wohltat für die Seele.

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Kindermund tut Schönheit kund

MARIA LAACH (3. Juli 2011). Dass sich junge Menschen, ja Kinder dazu inspirieren lassen, barocke Musik von beispeilshafter Güte zu musizieren, ist schlicht und einfach eine erbauliche Erfahrung. Künstler wie das französische Ensemble „Les Pages & Les Chantres“ vermitteln einem dieses Gefühl, das sich auch während des Ereöffnungskonzerts von RheinVokaol 2011 einstellte.

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An ABBA-Night in J'berg

GEISENHEIM (1. Juli 2011). Würde sich ABBA zu einer Re-Union durchringen – sie könnten sich voller Stadien sicher sein, ohne auch nur eine einzige Note neu zu komponieren. Auf dieser noch immer rauschenden Erfolgswelle reisen unzählige Gruppen mit – mal mit mehr, mal mit weniger Fortune. Das Rheingau Musik Festival hält sich natürlich an die erfolgreichen Cover-Formationen, wie das Konzert der finnischen A cappella-Gruppe Rajaton bewies.

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Saitenweise Sternstunden

OESTRICH (30. Juni 2011). Bachs Suiten für Violoncello – und leider nur drei davon – spielte Julian Steckel jetzt in der Oestricher Pfarrkirche St. Martin und kredenzte seinen Zuhörern damit wunderbare Momente von unglaublicher Tiefe.

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Beseeltes Feilen am „Mainzer Klang“

MAINZ (7. Juni 2011). Zehn Jahre stand Dirigentin Catherine Rückwardt dem Philharmonischen Staatsorchester am Mainzer Theater vor – als Generalmusikdirektorin und seit 2006 auch als Intendantin. Nach dieser Saison verlässt sie ihre bisherige Wirkungsstätte, worüber sie im Interview spricht.

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Endlich: Transparenz im Mainzer Rathaus!

MAINZ (3. Juni 2011). Da, wo man im politischen Alltag dem anderen nicht das Schwarze unterm Fingernagel gönnt, herrschten einen Abend lang Harmonie und Miteinander. Hierfür sorgten die Stipeniatinnen und Stipendiaten der Landesstiftung Villa Musica und ihr Mentor der vergangenen Tage, der Pianist Menahem Pressler.

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Entdeckung zwischen den Klassikern

MAINZ (30. April 2011). Im jüngsten Konzert von Villa Musica im Erthaler Hof waren es weniger die bekannten Klänge, die aufhorchen ließen, auch wenn ihre Wiedergaben durch das Streichquartett Villa Musica freilich keine Wünsche offen ließ: Vor allem das 2008 für diese Besetzung umgeschriebene Vokalwerk „Solfeggio“ von Arvo Pärt (*1935) verlieh dem Abend seine besondere Note.

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Packend erzähltes Leiden

MAINZ (22. April 2011). Dass mindestens eine von Bachs Passionen für viele Musikliebhaber zur Karzeit einfach dazu gehört, ist für den Bachchor Mainz unter Ralf Otto kein Grund, stilistische Routine zu pflegen. Immer wieder aufs Neue gelingt dem Ensemble eine spannende Umsetzung der Werke. In diesem Jahr stand wieder die Matthäuspassion auf dem Programm.

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Auftritt mit Seltenheitswert

MAINZ (3. April 2011). Ein Chorwerk von Josef Gabriel Rheinberger? Würde diese Frage in einem Quiz gestellt, könnte man fast darauf wetten, dass als Antwort das „Abendlied“ genannt würde. Die Es-Dur-Messe ist seltener zu hören, was für den Mainzer Chor Voces cantantes umso mehr Ansporn war, sie ins Programm ihres jüngsten Konzerts zu nehmen.

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Durch die Dunkelheit zum Licht

MAINZ (31. März 2011) Seit der ältesten bekannten Vertonung der katholischen Totenmesse durch Johannes Ockeghem um 1470 hat dieser Topos immer wieder Künstler inspiriert. Und hört der Musikliebhaber das Wort Requiem, wird er das sofort mit bestimmten Komponisten assoziieren: Es fallen einem Wolfgang Amadeus Mozart, Guiseppe Verdi oder Gabriel Fauré ein; aber eben auch – und aus protestantischer Sicht natürlich besonders: Johannes Brahms.

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Mal nebulös, mal transparent

MAINZ (11. Februar 2011). Die für Ludwig van Beethovens Große Fuge in B-Dur notwendige Transparenz vermochte das Philharmonische Staatsorchester nicht zu bieten, wohl aber den mächtigen Klang für Anton Bruckners Meisterwerk der Kontrapunktik, seine 5. Sinfonie.

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RheinVokal holt Italien an den Mittelrhein

MAINZ (2. Februar 2011). Als RheinVokal 2005 zum ersten Mal stattfand, war es eher Hoffnung als eine Ahnung, wie schnell sich dieses Festival etablieren würde. Vom 3. Juli bis zum 12. August 2011 findet es nun bereits im siebten Jahr statt und hat nichts von seiner Faszination verloren.

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Fliegende Kadenzen

MAINZ (17. Januar 2011). Zur Begrüßung des neuen Jahres durfte das Publikum des fünften Mainzer Meisterkonzertes in der Saison 2010/2011 eine meisterhafte Interpretation des 5. Klavierkonzertes Ludwig van Beethovens erleben: Gemeinsam mit dem SWR-Sinfonieorchester Baden-Baden und Freiburg spielte der Pianist Kirill Gerstein unter der Leitung von Yakov Kreizberg das anspruchsvolle Werk, was der Klangkörper durch die Interpretation von Sergei Rachmaninovs 2. Sinfonie beeindruckend flankierte.

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Reich beschenkte Ohren

MAINZ (19. Dezember 2010). Fünf glasklare Stimmen, die alles singen können: einen angejazzten Choral, groovige Arrangements mit witzigen Texten im Verbund mit einer agilen Bühnenshow und gut gemachte Cover mit eigenem Touch – Viva Voce begibt sich derzeit in der deutschen A cappella-Szene auf die Überholspur.

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Bach für alle

MAINZ (18./19. Dezember 2010). Sämtliche Kantaten des Weihnachtsoratoriums von Johann Sebastian Bach führte der Bachchor Mainz jüngst unter der Leitung von Ralf Otto in der Christuskirche auf. Doch nicht nur die erwachsenen Konzertbesucher kamen in den Genuss barocker Festklänge: Zuvor spielte das Ensemble die von Michael Gusenbauer eigens für Kinder bearbeitete Version dieses Werkes.

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Barock mit Eile und Weile

BUDENHEIM (16. Dezember 2010). Ein bisschen zerrissen fühlte man sich schon nach dem jüngsten Konzert in Schloss Waldthausen, dem letzten in diesem Jahr: Es war zwar nur eines von fünf Werken, mit dem die Akademie für Alte Musik Berlin nicht überzeugen konnte. Aber dabei handelte es sich ausgerechnet um das fünfte Brandenburgische Konzert von Johann Sebastian Bach!

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Stimmungsvolle Klänge

MAINZ (12. Dezember 2010). Zum Jahresschluss zogen die Mainzer Meisterkonzerte noch mal alle Register und präsentierten mit Bach, Händel, Gounod, Mascagni und Tschaikowski ein Programm, das einen schlichten wie pompösen Titel trug: „Festlich“.

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Brüsseler Spitze

DARMSTADT (4. Dezember 2010). Europa ist natürlich eine tolle Idee, auch wenn die parlamentarischen Winkelzüge einen zuweilen etwas ratlos an der eigenen Grenze stehen lassen. Bei allem administrativem Aberwitz gibt es jedoch auch Direktiven, vor denen man respektvoll den Hut ziehen möchte: wie das 1985 vom politischen Parkett aus ins Leben gerufene Projekt des EUBO, des European Union Baroque Orchestra, das jetzt in Darmstadt gemeinsam mit der Sopranistin Maria Keohane ein rauschendes Händel-Fest feierte.

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Und damit „Basta“

MAINZ (1. Dezember 2010). Dass Mainz mit seinen zahlreichen Chören und Musikensembles, der Hochschule und anderen Einrichtungen eine klingende und vor allem singende Hochburg ist, kann man vor allem zur Weihnachtszeit kaum überhören. Derzeit biegt sich der akustische Gabentisch jedoch besonders, denn hier geben sich in rascher Folge bedeutende A cappella-Ensembles ein Stelldichein.

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Spannende Impressionen

MAINZ (19. November 2010). Die Krux mit der Klassik: Will man Publikum, sollte man das Bekannte spielen; musiziert man hingegen das Außergewöhnliche, riskiert man vor lichten Reihen zu spielen.

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Die Könige von A cappella

MAINZ (14. November 2011). Wenn man Eddi, Sari und Dän, die die Wise Guys vor 15 Jahren mit gründeten, 1995 gesagt hätte, sie würden einmal landauf landab die größten Hallen der Republik füllen und den bislang unerreichten Maßstab für A cappella-Gruppen setzen – sie hätten einem nicht geglaubt.

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Wenn Liebe blind macht

MAINZ (8. Oktober 2010). Das Junge Ensemble des Staatstheaters Mainz setzt seine Reihe mit barocken Opern fort und inszeniert in der Spielzeit 2010/2011 „Amadigi di Gaula“ von Georg Friedrich Händel. Die Premiere zeigte, wie intensiv die jungen Künstler daran gearbeitet haben – und das auf eine unangestrengte, sympathisch frische Art, die „Alte Hasen“ des Genres oft nicht (mehr) aufbringen.

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Wunderlich herbe Klänge

EBERBACH (5. Oktober 2010). Nach der fulminanten Premiere der Herbsttournee in der Hamburger St. Michaelis-Kirche und Konzerten in Berlin und Heidelberg war Kloster Eberbach jetzt die vierte deutsche Station des norwegischen Saxophonisten Jan Garbarek, der gemeinsam mit dem Hilliard Ensemble das neue Album „Officium Novum“ präsentiert.

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Bewegende Momente

MAINZ (26. September 2010). Was ist in den Mainzer Domkonzerten nicht schon alles erklungen: Händels „Messias“, Bachs Passionen, Mendelssohns „Elias“, Psalmen von Schütz, das Brahms-Requiem oder Beethovens „Missa solemnis“ – kein Zweifel: Die Musica Sacra am Hohen Dom zu Mainz kann auf eine klangvolle Tradition zurückblicken.

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Klang, der sich selbst genügt

EBERBACH (12. September 2010). Das Mainzer Kammerorchester genießt auch weit über die Grenzen der Stadt einen guten Ruf, wofür auch seine rege Konzerttätigkeit sorgt: Regelmäßig ist man zu Gast in der Binger St. Rochus-Kapelle oder in Kloster Eberbach. In der dortigen Basilika startete das Ensemble mit einem interessanten Programm in die neue Saison: Mozart traf hier auf Gregorianik, kunstvolle Komposition auf schlichten Gesang, der seine Wirkung gerade aus seiner Schmucklosigkeit zieht.

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Kunstraub in Polen

MAINZ (8. September 2010). Katastrophski! Da erfindet Opa Pjotrek Popolski die Popmusik, ein windiger Gebrauchtwagenhändler reißt sich alles unter den Nagel und verhökert es an jene, die heute mit diesem gestohlenen Kulturgut die Charts stürmen. Und die Enkel? Sie gehen leer aus.

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Kleiner Mann ganz groß

MAINZ (5. September 2010). Was es ist, das Chris de Burgh immer mal wieder nach Mainz zieht, wird einem sehr schnell klar, wenn man den Blick über den vollen Domplatz schweifen lässt: sein treues und begeistertes Publikum! Noch am Vormittag schlenderte der Barde musikalisch durch den „ZDF-Fernsehgarten“, bevor er am Sonntagabend die Open air-Bühne im Schatten des Domes erklomm – im Gepäck seine Lieblingssongs aus eigener Produktion und Cover-Versionen „seiner“ Stars.

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Best of Bach

EBERBACH (21. August 2010). Dass das Rheingau Musik Festival Bachs Passionen aus dem Kirchenjahr herauslöst und als konzertantes Ereignis feiert, rechtfertigte Intendant Michael Hermann einmal maliziös mit dem Kommentar, dass zumindest das sommerliche Wetter zu Festival-Zeiten wohl mit den biblischen Begebenheiten übereinstimme. Humor im Sinne von gehobener Fröhlichkeit ist auch das Thema des „Oster-Oratoriums“ (BWV 249) von Johann Sebastian Bach, das jetzt unter der Leitung von Ulrich Stölzel in Kloster Eberbach zur Aufführung kam.

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Le musique pour le musique

MAINZ (20. August 2010). Kaum hat der meteorologische Sommer seinen Kurzurlaub beendet und kommt mit willkommener Wärme zurück an den Rhein, geht in Mainz der klangvolle zu Ende: Mit einem anrührenden Finale beendete der Mainzer Musiksommer die Saison 2010 und ließ im Konzert mit Arianna Savall und Petter Udland Johansen zum Ausklang wohltuend leise Töne anschlagen.

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Kammermusik mit konzertanter Geste

MAINZ (17. August 2010). Wer wagt, gewinnt: Mut bewiesen die Organisatoren des Mainzer Musiksommers, als sie das Konzert im Kreuzgang von St. Stephan am geplanten Ort stattfinden ließen und nicht in vorauseilendem Gehorsam gegenüber den regenschweren Wolken ins Kircheninnere auswichen. Aber es blieb trocken, was ja vielleicht auch an der „Windstärke“ der Künstler lag: Die Bläserinnen des „Quintette Aquilon“ schienen die Wolken charmant in Schach zu halten.

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Ätherische Klänge aus der Retorte

EBERBACH (15. August 2010). Traditionell an Mariä Himmelfahrt widmet sich das Rheingau Musik Festival einem Komponisten und seiner Marienvesper. Doch Claudio Monteverdis Werk, das einem hier sicherlich zuerst einfällt, erklang bereits Wochen zuvor. In diesem Jahr war es stattdessen Johann Rosenmüller (1617-1684), auch wenn er selbst gar keine derartige Vesper geschrieben hat. Ihm sekundierte Jahrhunderte später Arno Paduch, Leiter des Johann Rosenmüller Ensembles, indem er aus Werken des Tonschöpfers eine Marienvesper erstellte – mit beachtlichem Ergebnis.

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Laben am barocken Buffet

MAINZ (13. August 2010). Die „Kunst des Holzes“, heißt der Name des Ensembles „L’Art du Bois“ wörtlich übersetzt. Dabei kann man das Prädikat „hölzern“ tatsächlich nur ihren Instrumenten anhängen, denn die Spielfreude der Freiburger Künstler ist alles andere: Kunstvoll und durchdacht, dabei jedoch vital und unterhaltsam kommt sie daher – lebensfroh, als hätte sich eine Marionette ihres Strippenziehers entledigt: Das Holz lebt!

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Barockes Gipfeltreffen

MAINZ (10. August 2010). Sie haben sich nie getroffen, diese beiden Großen des Barock, die beide 1685 das Licht der Welt erblickten: Johann Sebastian Bach und Georg Friedrich Händel. Dieses Faktum inspirierte den Schriftsteller Paul Barz anlässlich der 300. Geburtstage der beiden Komponisten dazu, in einem Theaterstück 1985 diese „Mögliche Begegnung“ nachzuholen. Gleiches gelang jetzt dem Mainzer Musiksommer in der St. Antoniuskapelle.

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Mit dem Müller unterwegs

BAD EMS (7. August 2010). „Das Wandern ist des Müllers Lust!“, beginnt Tenor Markus Schäfer im Marmorsaal des Kurgebäudes im Staatsbad an der Lahn: Auf dem Programm steht Schuberts „Schöne Müllerin“. Und es ist tatsächlich eine Reise in der Zeit, auf die er das Publikum von RheinVokal mitnimmt – was auch am besonderen Instrument liegt, auf dem ihn Pianist Tobias Koch begleitet.

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Anmutige Saitensprünge

MAINZ (5. Juli 2010). Das Amadeus Guitar Duo trägt zwar den Vornamen Mozarts im Titel, pflegt aber ein sehr viel breiteres Repertoire als „nur“ Klassisches: Bearbeitungen von Kompositionen aus allen Epochen hatten Dale Kavanagh und Thomas Kirchhoff im Gepäck, aus dem sie für den Mainzer Musiksommer ein spannendes Programm zusammenstellten.

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Britisches Understatement

MAINZ (3. Juli 2010). Welch ein Glück: Das Konzert des Mainzer Musiksommers mit Emma Kirkby in der Seminarkirche stand in wohltuendem Widerspruch zur volltönenden Ankündigung, wurde die Sopranistin doch als „Primadonna der Alten Musik“ angekündigt. Statt einer pompösen Operndiva mit mächtig Starallüren im Gepäck erlebte das Publikum hingegen eine zurückhaltende, warmherzige Künstlerin, die allein die Musik in den Vordergrund stellte.

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Musikalische Mimikri

BINGEN (30. Juli 2010). Ein Stück des Komponisten Marais trägt den Titel „Le voix humaine“ – zu deutsch: die menschliche Stimme – und dokumentiert ihre Ähnlichkeit mit dem Klang der Viola da Gamba. Insofern war es fast selbstverständlich, dass RheinVokal mit Hille Perl eine der besten Virtuosinnen auf diesem Instrument eingeladen hatte. Mit Lee Santana, Michel Godard und der Sängerin Linda Bsiri führte sie in der Villa Sachsen jetzt eine spanische Romanze auf.

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Die Messe mit dem grünen Punkt

EBERBACH (28. Juli 2010). Die ganze Welt spricht von Recycling – Johann Sebastian Bach engagierte sich auf diesem Gebiet schon vor fast 300 Jahren: In seiner h-moll-Messe (BWV 232) verwendete der Komponist im Parodie-Verfahren zahlreiche Kantatenteile wieder. Ein Konzert mit diesem Werk gestaltete in Kloster Eberbach jetzt das Ensemble Cantus Coelln auf Einladung des Rheingau Musik Festivals.

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Der Tod hat nicht das letzte Wort

EBERBACH (24. Juli 2010). Mit dem Tod hatte sich das Konzert von Camerata Vocale Freiburg und kammerorchesterbasel unter der Leitung von Winfried Toll ein sensibles Thema gestellt. In Kloster Eberbach war man Gast des Rheingau Musik Festivals und näherte sich dem Ende allen Seins mit Werken von Mozart und Wolf, um in die tröstliche Stimmung des Brahms-Requiems zu münden.

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In der Ruhe läge die Kraft

KOBLENZ (23. Juli 2010). Gleich zwei großartige, weil eigentlich ganz kleine, zurückhaltende Chorwerke präsentierte jetzt das SWR Vokalensemble Stuttgart im Rahmen seines diesjährigen RheinVokal-Gastspiels unter der Leitung von Marcus Creed in der Basilika St. Kastor zu Koblenz: Knut Nystedts „Immortal Bach“ und das „Agnus Dei“ von Samuel Barber. Desweiteren stand der Abend mit Werken von Sven-David Sandström, Heitor Villa-Lobos und Clytus Gottwald ganz im Zeichen der Verarbeitung, Beeinflussung und Abwandlung.

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Pure Leidenschaft

ELTVILLE-ERBACH (21. Juli 2010). „Is it a bird? Is it a plane? – Ist es ein Vogel? Oder ein Flugzeug?“, fragen sich die Passanten im legendären Comic-Strip von Jerry Siegel und Joe Shuster und erkennen, dass es sich denn doch um „Superman” handelt. Beim Celloton, der zur Konzertsoirée in der Kelterhalle von Schloss Reinhartshausen erklingt, darf man sich ebenfalls verwundert die Ohren reiben: „Ist es ein Bass? Oder eine Geige?“ Nein: Es ist Emmanuelle Bertrand, die ihrem Instrument hier ein Tonspektrum von beeindruckender Breite wie Tiefe entlockt. Gemeinsam mit Pianist Pascal Amoyel war sie jetzt zu Gast beim Rheingau Musik Festival.

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Kunstvoll verwobene Polyphonie

EBERBACH (18. Juli 2010). Purismus hin oder her: Ob die Marienvesper Claudio Monteverdis nun für großen Chor, kleines Vokalensemble oder doch nur für Solostimmen geschrieben wurde, beschäftigt seit jeher die Gemüter. Doch wozu? Wenn sich, wie jetzt im Rahmen des Rheingau Musik Festivals, ein vokaler Klangkörper wie der RIAS-Kammerchor anschickt, die „Vespro della Beata Vergine“ anzustimmen, erübrigt sich eigentlich jegliche Diskussion.

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Friede mitten im Weltgetümmel

EBERBACH (15. Juli 2010). „Soli deo gloria“ – allein Gott zur Ehre – steht über dem Gesamtwerk Johann Sebastian Bachs. Und somit erklang zumindest im übertragenen Sinn dieses „Gloria“ gleich drei Mal während des Rheingau-Gastspiels des Windsbacher Knabenchores: als Vivaldis festliches Oratorium (RV 589), als Satz in Schuberts Messe Nr. 2 G-Dur (D167) und eben als Bachkantate „Wer weiß, wie nahe mir mein Ende“ (BWV 27).

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Hiobs Botschaft

MAINZ (12. Juli 2010). In bewegten Zeiten wie diesen kommen sie mit unangenehmer Regelmäßigkeit: die Hiobs-Botschaften. Und selbst so mancher Agnostiker mag erschreckende Parallelen zwischen eigenem Pech und dem Schicksal des biblischen „Mannes im Lande Uz“ erkennen, den Gott ruinierte und mit Krankheit schlug. Doch Hiob bleibt treu, verliert seinen Glauben nicht und die Disharmonien des Ringens mit dem Teufel münden letztendlich in ein überzeugtes Dur.

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Beruhigende Klänge

KOBLENZ (8. Juli 2010). Mit einem Konzert des dänischen Ensembles Ars Nova Copenhagen eröffnete RheinVokal jetzt das Festival am Mittelrhein 2010. Von SWR2 live im Radio übertragen setzte dieser Auftritt nicht nur den Maßstab der Saison, sondern auch die Tradition fort, einmal mehr die weltweit besten Vokalkünstler nach Rheinland-Pfalz zu holen.

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Klingendes Inventar

FLÖRSHEIM (30. Juni 2010). Das Rheingau Musik Festival präsentiert alljährlich Solisten und Ensembles, die man getrost bereits zum Inventar der Konzertreihe zählen kann, bei denen es auffallen würde, fehlten sie eine Saison lang. Der Dresdener Flötist Eckart Haupt ist solch ein klingendes Urgestein. In diesem Jahr trat er mit der Harfenistin Astrid von Brück in der Flörsheimer St. Gallus-Kirche auf.

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Windsbacher Jubiläumssaison

NÜRNBERG (30. Juni 2010). Feste muss man feiern, wie sie fallen. Und Jubiläen auch, selbst wenn es sich dabei nicht unbedingt um richtig runde Jahrestage handelt: Doch dass der Windsbacher Knabenchor mit der Saison 2010/2011 in sein 65. Jahr startet und hier die 450. Motette singt, ist ein Grund zum Jubilieren in den höchsten Tönen. Und das tun die Windsbacher in den kommenden Monaten auf den wichtigsten Konzertpodien in Deutschland und Europa.

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151 Konzerte mit 180 junge Musikern in 42 Orten

MAINZ (29. Juni 2010). Fast scheint es, als wolle die rheinland-pfälzische Landesstiftung Villa Musica immer wieder neue Rekorde aufstellen: Derzeit werden mehr Stipendiatinnen und Stipendiaten denn je gefördert. Nutznießer sind hierbei aber nicht nur die 180 jungen Musiker, sondern auch die Konzertbesucher: 151 Veranstaltungen in 42 Städten und Gemeinden des Landes stehen auf dem Saisonprogramm, das jetzt der Öffentlichkeit vorgestellt wurde.

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Meisterhaft musiziertes Gotteslob

MAINZ – In weiser Voraussicht hatte der Bachchor Mainz sein Konzert mit der Marienvesper von Claudio Monteverdi (1567-1643) auf den späten Sonntagnachmittag vorverlegt, um diejenigen Musikliebhaber, die auch mit dem runden Leder liebäugeln, nicht vor schier unlösbare Probleme zu stellen. Und so konnte man an diesem Tag spielerische Höhepunkte erleben – gleich in welcher Disziplin.

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Mit rotem Schal und Schmusehuhn

MAINZ – Sie ist zweifelsohne die Oper schlechthin: Mozarts „Zauberflöte“ bietet mit dem Libretto von Emanuel Schikaneder nicht nur eine spannende Story, sondern auch eingängige Melodien, die es nicht zuletzt bis zum Pausenzeichen im Rundfunk oder heute – natürlich – Handy-Klingelton gebracht haben. Diesem KV 620 hat sich jetzt die Hochschule für Musik der Johannes-Gutenberg-Universität angenommen und gemeinsam mit dem Thüringischen Landestheater Rudolstadt eine sehens- und hörenswerte Variante inszeniert.

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Romantischer Farbenrausch

MAINZ – Auch wenn der Himmel die Dürre-Prophezeiungen des Elias nicht komplett umsetzte und die Mainzer Dächer während des Konzerts des Darmstädter Vocalensembles doch wohlwollend mit Regen benetzte, so ließ es die Interpretation des Oratoriums von Felix Mendelssohn-Bartholdy keinen Augenblick lang an Glaubwürdigkeit fehlen.

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Eine „ganz neue Stimme des 18. Jahrhunderts“?

MAINZ – Noch immer steht er im Schatten des übermächtigen Vaters Johann Sebastian und des ungleich populäreren Bruders Carl Philipp Emanuel: Wilhelm Friedemann Bach (1710-1784). Dabei schlagen gerade seine Kantaten einen spannenden Bogen von der Orientierung am Konservativen bis hin zu revolutionär-musikalischem Denken in Richtung Klassik. Dieser kreative Freigeist war deutlich zu spüren, als jetzt in der Mainzer Augustinerkirche vier wieder entdeckte Kantaten zur Aufführung gelangten.

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Sepiafarben musiziert

MAINZ – Als das Licht erlischt und der erste Ton erklingt, wähnt man sich sogleich auf dem an diesem Abend besungenen „75-Pfennig-Platz“ in einem Lichtspielhaus der 1920er Jahre. Und sepiafarben tönt es von der Bühne der Mainzer Rheingoldhalle.

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Fesselnde Erzählung

MAINZ – „Und der Geist Gottes schwebte auf der Fläche der Wasser.“ Noch bevor der Chor diesen Satz anstimmt, setzt ihn das Mainzer Akademieorchester um. Aus dem weichen, sphärischen Klang schält sich das Wachsen heraus und kündigt Großes an: die Schöpfung – Hob. XXI:2 von Joseph Haydn in St. Stephan.

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Musikalischer Herbst 2010 der Philharmonie Merck

DARMSTADT (pi) – Zum achten Mal startet die Philharmonie Merck in ihre eigene Festival-Saison. 13 Konzerte mit elf Programmen, dargeboten von namhaften Solisten, Orchestern und Chören, finden von September bis Dezember 2010 an den Darmstädter Konzertorten Staatstheater, Stadtkirche und Centralstation sowie im Sendesaal des Hessischen Rundfunks in Frankfurt statt.

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Exquisite Vokalmusik am Mittelrhein

NEUWIED-ENGERS – RheinVokal hat sich als Schwerpunkt-Festival der Chor- und Gesangsliteratur mittlerweile voll etabliert und präsentiert sich auch 2010 mit ausgezeichneten Chören, Ensembles und Solisten.

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Stimmung satt durch Stimme pur

FRANKFURT-HÖCHST – In ihrem Song „Zwischenbilanz“ feixen die Wise Guys gegen alle, die „uns ungefragt kopieren und es permanent probieren, uns Ideen wegzuklauen“. Über das Stadium – übrigens bewusst – die Lieder der Kölner zu covern, ist die fränkische A cappella-Boygroup Viva Voce schon lange heraus und hat sich mittlerweile zu einem äußerst homogenen Klangkörper mit jugendlichem Verve entwickelt. Im ausverkauften Neuen Theater Höchst war dies einmal mehr zu erleben.

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Ein Sommer voller Musik

OESTRICH-WINKEL – Schon bevor das Rheingau Musik Festival am 26. Juni 2010 mit Gustav Mahlers zweiter Sinfonie – interpretiert von Camilla Tilling (Sopran), Lilli Paasikivi (Mezzosopran), den Chören des Bayerischen und Norddeutschen Rundfunks sowie dem Sinfonieorchester des Hessischen Rundfunks unter der Leitung von Paavo Järvi – beginnt, sind bereits 75 Prozent der Karten verkauft.

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Klassiker der Klassik

MAINZ – Mozart, Haydn, Beethoven. Diese Namen fallen mit Sicherheit, fragt man nach den „Klassikern“ der Klassik. Gleich zwei Mal widmen sich die Mainzer Meisterkonzerte in ihrer aktuellen Saison diesen Komponisten.

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Den Frühling herbeigespielt

BUDENHEIM – Dem Anspruch, begabten jungen Künstlern ein Podium zu geben, wurden die Veranstalter der Konzertreihe in Schloss Waldthausen – SWR2 und der Sparkassenverband Rheinland-Pfalz – einmal mehr gerecht: Mit Alina Ibragimova (Violine) und Cédric Tiberghien (Klavier) präsentiert man erneut zwei viel versprechende Talente.

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Bach trifft auf Bigband

MAINZ – Sieht man augenzwinkernd mal davon ab, dass Johann Sebastian Bach (1685-1750) in vielen seiner Kompositionen bereits 200 Jahre zuvor die Swing-Ära „vorausahnte“, war es Mitte des 20. Jahrhunderts der Arrangeur Jacques Loussier, der jene musikalischen Elemente mit Hilfe von Schlagzeug und Bass offen hörbar freilegte. Bis heute hat dieser große Franzose viele Nachahmer gefunden, auch wenn das Original „Play Bach“ kaum zu erreichen ist. Es sei denn, man nähert sich dem Phänomen Bach und Swing von einer ganz anderen Seite – wie Manfred Sebastian Schmitt jetzt in der Mainzer Christuskirche.

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Musik für die Seele

MAINZ – Zu Beginn zwitschert wilde Konversation aus den Lautsprechern: Kinder und Erwachsene reden in einer fremden Sprache und drücken damit den einzigen Unterschied zum Publikum aus – es wird wohl größtenteils deutsch sprechen, ist aber ansonsten auch bunt gemischt. Jung und Alt fiebern der Gruppe „I Muvrini“ um die Brüder Alain und Jean-François Bernardini entgegen, die mit ihrem Deutschland-Gastspiel in der Christuskirche auch ihre Europa-Tournee eröffnete.

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Mit den Wise Guys auf „Klassenfahrt“

MAINZ – Als ob sie sich noch vorstellen müssten! „Wir sind die Wise Guys“, präsentiert Daniel „Dän“ Dickopf sich und seine vokalen Kombattanten in der ausverkauften Phönixhalle. Denn die obligatorische Publikumsbefragung nach dem dritten Lied bringt an den Tag: Es gibt noch immer eine Hand voll Gäste, die auf Verdacht ins Konzert kommen und offenbar noch nie was von den Kölner A cappella-Genies gehört haben wollen!

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Spiel von anmutiger Eleganz

MAINZ – Konzerte zu Weihnachten konzentrieren sich zumeist auf besinnliche Klänge oder festliche Oratorien wie Händels „Messiah“ oder Bachs Weihnachtsoratorium. Abseits der ausgetretenen Pfade rund um den Tannenbaum nahm das vierte Mainzer Meisterkonzert hier eine besondere Rolle ein, vereinte es doch feinfühlig beschauliche und sinfonische Klänge zu einem überzeugenden Ganzen.

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Rastlose Musizierfreude

BUDENHEIM – Die SWR2-Konzerte in Schloss Waldthausen haben sich mittlerweile fest im Veranstaltungskalender nicht nur der Mainzer Klassikszene etabliert. Ausverkaufte Abende werden dabei dank anspruchsvoller Interpreten von Musik aller Epochen garantiert – und ein Mal pro Saison eben auch mit einem „Schuss Verrücktheit“ im positiven Sinne.

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Ensemblegesang in Vollendung

RÜDESHEIM – Zum letzten Konzert der Saison 2009 präsentierte das Rheingau Musik Festival in der Abtei St. Hildegard mit dem Deutschland-Debüt des Ensemble „Stile Antico“ ein Adventskonzert von berückender Schönheit.

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Veni, veni Emmanuel...

WIESBADEN – Die englischen King’s Singers wurden im vergangenen Jahr 40 Jahre jung und gehören mit zu den bekanntesten und besten Vokal-Ensembles weltweit. Seit Beginn des Rheingau Musik Festivals sind sie immer wieder gern gesehene wie gehörte Gäste und sorgten auch in der Weihnachtssaison 2009 im Friedrich von Thiersch-Saal des Wiesbadener Kurhauses für ausverkaufte Reihen.

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Läufe schillern wie Perlenketten

MAINZ – Zum vorletzten Mainzer Meisterkonzert im Jahr 2009 konnten sich die Veranstalter über ein ausverkauftes Haus freuen, obwohl das Programm aus Dvořák und Smetana mit einem Hindemith „gewürzt“ war. Der jedoch – das „Concerto für Clarinet and Orchestra“ – wurde von Sabine Meyer und damit von einer der herausragenden Virtuosen ihres Fachs gespielt.

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Vielseitiger Weltenbürger

MAINZ – Noch immer macht sein Herz einen Sprung – 15 Minuten vor dem Auftritt in der Garderobe. Für Hermn van Veen scheint das Betreten der Bühne dasselbe zu sein wie für sein treues Publikum, das den Saal fast bis auf den letzten Platz füllt: ein Wiedersehen mit einem alten, lieben Freund.

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Entschwinden im Todesnachen

MAINZ – Die Liebe und die große Politik – sie vertragen sich einfach nicht. Auf der einen Seite soll Aeneas, dem brennenden Troja entkommen, in Italien ein neues Reich errichten, auf der anderen Seite empfängt ihn die phönizische Prinzessin Dido an Karthagos Gestaden freundlich. Dumm nur, dass sie Enthaltsamkeit gelobte und lieber stirbt, als dem Werben des Helden nachzugeben.

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Schneidige Fanfaren und wiegendes Schweben

Einem Konzert den Titel „Irrtum!“ zu geben, birgt die Gefahr, dem Rezensenten bei mangelhafter Leistung der Interpreten eine gewisse Steilvorlage für einen Verriss zu geben. Die Deutsche Staatsphilharmonie unter Karl-Heinz Steffens und vor allem die Violinistin des Abends, Mirijam Contzen, gaben indes keinerlei Anlass zu despektierlichen Äußerungen über das Gehörte.

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Ba-ba-dm-bab-babm-da

MAINZ – Nein, es handelt sich hier nicht um das versehentliche Vergessen des Blindtexts in der Überschrift, sondern um die adäquate Zusammenfassung des viertägigen Vocal Jazz Summit, das am Wochenende mit einem fulminanten Abschlusskonzert in der Phönixhalle zu Ende ging.

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Mit Bach und Sir James Galway im Pub

FRANKFURT – Im Programm wird er als der „irische Flöten-Großmeister“ tituliert, was auch auf sein Alter gemünzt sein könnte. Doch Sir James Galway spielt selbst noch knapp 70-jährig mit einer filigranen Selbstverständlichkeit, ja jugendlichen Frische, als sei das Instrument ein Körperteil von ihm. In der Frankfurter Alten Oper gastierte er jetzt mit den Festival Strings Lucerne unter der Leitung von Achim Fiedler.

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Zungenbrecher zum Mitsingen

MAINZ – A cappella ist out. In ist jetzt Vocal-Pop oder, wenn man deutsche Texte singt, Vokal-Pop. Dieses Genre pflegen die Wise Guys aus Köln nach eigenen Angaben lieber als „Oral-Musik“. Doch egal, wie sie das Kind nun nennen: Es macht seinen singenden Eltern und vor allem den „Freunden der Familie“ viel Spaß. Die zog es jetzt auf den Mainzer Domplatz, wo die Kölner dem Pendant aus rotem Sandstein zum 1000. Geburtstag gratulierten.

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Hell strahlende Polyphonie

Auch wenn die Musik des großen Vokalkomponisten Orlando di Lasso (um 1530-1594), einem der bedeutendsten Tonsetzer der Hochrenaissance, einen Repertoire-Schwerpunkt des gleichnamigen Vokalensembles bildet, blieben seine Werke im letzten Konzert des diesjährigen Mainzer Musiksommers ungesungen. In St. Johannis, dem ältesten Mainzer Gotteshaus, erklang dafür „Musik für den Papst“.

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Beschwingt und mit wuchtiger Dynamik

MAINZ – Ein Anliegen des Mainzer Musiksommers ist es, den Dreiklang aus Raum, Musik und hoher Kunst immer wieder hörbar zu machen. Und da dies mitunter bewusst an Orten geschehen soll, die man nicht zuvörderst mit Klassik in Verbindung bringen mag, lässt einen der jüngste Spielort schmunzeln, denn wo ist sie in Mainz mehr heimisch als in der Villa Musica?

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Experimentelle Klänge

Der Mainzer Musiksommer setzt auch in seinem elften Jahr darauf, dem Publikum neben dem Gefälligen und Bekannten immer wieder Neues vorzustellen, um die Zuhörer auf ein akustisches Terrain abseits der ausgetretenen Pfade zu locken. In diese Kategorie gehörte zweifelsohne auch das jüngste Konzert mit Nari Hong (Flöte) und Johannes Fischer (Percussion).

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La voix humaine

WIESBADEN – Für viele kommt sie der menschlichen Stimme am nächsten: die Viola da Gamba. Diesem Ideal fühlt sich auch das Marais Consort verpflichtet und nähert sich auf instrumentalem Wege der reinen Intonation eines klein und bestens besetzten Vokalensembles. Wie gut ihm das gelingt, zeigte das Zusammenspiel mit der Sopranistin Margaret C. Hunter in der Kirche St. Georg und Katharina im Rahmen des Rheingau Musik Festivals.

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Gespür für barocke Kleinodien

MAINZ – Mögen die Herren Bach und Händel auch die Bekannteren sein – für das Konzert des Ensembles La Beata Olanda, das im Rahmen des Mainzer Musiksommers ein weiteres Konzert in der St. Antonius-Kapelle gestaltete, spielten sie wortwörtlich nur die zweite Geige: Sehr viel interessanter als die Violinsonaten dieser beiden „Großen“ waren die Werke von den etwas älteren Johann Heinrich Schmelzer und Heinrich Ignaz Franz von Biber.

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Delikat dosierte Dynamik

MAINZ – Das Goethezitat zum Streichquartett von den vier vernünftige Menschen, die sich zu unterhalten scheinen, ist schon fast inflationär. Kontur bekommt dieser Satz, wenn diese vier Menschen sich der Quartette Joseph Haydns, in denen der Komponist einen deutlichen Akzent auf das gleichberechtigte Zusammenspiel der Musiker setzte, annehmen.

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Die Kunst der Schlichtheit

MITTELHEIM – In der Basilika von Schloss Johannisberg interpretierte das Ensemble Kantika ein Programm mit Gesängen aus dem Llibre vermell de Montserrat, den Cantigas de Santa Maria sowie dem Codex Las Huelgas und stellten somit mittelalterliche Kirchenmusik spanischer Provenienz vor.

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Denen Liebhabern zur Gemüths-Ergötzung

MITTELHEIM – Findet auf internationaler Ebene ein Gipfeltreffen statt, bedeutet das wochenlanges Brimbamborium, viel Polizei und zuweilen verschweißte Gullideckel. Das Rheingau Musik Festival macht um so etwas weit weniger Aufhebens: In der Mittelheimer Basilika St. Aegidius waren es jetzt zwei große Komponisten, die sich fanden: Johann Sebastian Bach und Jean-Marie Leclair.

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Erst mal allgemein verunsichert

NEUWIED-ENGERS – Die verwunderte Reaktion derer, denen man vom Konzert mit „EAV“ erzählte, fiel nahezu einstimmig aus: „Gibt’s die noch?“ Und ob! Das bewies die Truppe um Sänger Klaus Eberhartinger und den Gitarristen sowie Texter Thomas Spitzer im Rahmen ihrer „Best of-Tour“ vor barocker Kulisse mit einer rockigen Bühnenshow.

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Wie im Himmel

EBERBACH – Bachs Johannespassion im Hochsommer? Warum nicht, gilt das besungene Geschehen doch nicht nur an Gründonnerstag, Karfreitag und -samstag, sondern 365 Tage im Jahr. Und wenn BWV 245, wie jetzt zum Rheingau Musik Festival, von so herausragenden Interpreten gesungen wird, beantwortet sich die Frage von allein.

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Auf Kapsbergers Spuren zum Wesentlichen

EBERBACH – Hille Perl (Gambe) sowie Lee Santana und Steve Player (Chitarrone) bilden das Ensemble „Los Otros”, zu deutsch schlicht „Die Anderen”. Sie wählten diesen Namen voller Selbstironie, wurden die Künstler in ihren Anfängen doch immer „unter ferner liefen“ aufgezählt. Dieses Selbstverständnis als „Outlaws“ wirkt auch in ihrem Spiel: Wenn „Los Otros“ sich der Musik eines Kapsberger, Bonizzi oder Corbetta annimmt, klingt das alles andere als akademisch. Es klingt – eben anders. Und richtig gut.

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Ganz großes Theater

BINGEN – Das Festival RheinVokal hat sich mittlerweile als fester Partner der Spitzen der europäischen Chormusik etabliert, was sicherlich auch an der Dramaturgie der Programme liegt. Hier kredenzen Veranstalter und Interpreten ihren Gästen stets besondere musikalische Höhepunkte, wobei es vor allem immer wieder etwas zu entdecken gilt. Ein solches Konzert bot jetzt das schwedische Ensemble Harmony of Voices unter der Leitung von Frederik Malmberg mit „Oratorio barocco“ in der Binger Basilika St. Martin.

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Partita ohne Patina

JOHANNISBERG – Das Konzert „Bach: Das Klavierwerk“ war mit einer schlichten römischen 5 untertitelt: Konstantin Lifschitz hat einen weiteren Schritt auf seinem Weg, seinem Rheingauer Publikum den gesamten Zyklus des Thomaskantors vorzustellen, getan. Diesmal waren die Partiten BWV 825 bis 827 die Meilensteine.

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Auf den Flügeln des Gesangs

ANDERNACH – Im gediegenen Ambiente von Burg Namedy rückten Juliane Banse (Sopran) und der Liedpianist Wolfram Rieger neben Franz Liszt und Benjamin Britten vor allem Felix Mendelssohn-Bartholdy in den Mittelpunkt und schenkten sich und dem Publikum zum 200. Geburtstag des Komponisten ein wunderbares Konzert.

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Polyphone Klangfülle ohne Grenzen

BOPPARD – Im heutigen Wirtschaftsleben ist es eher ein Grund, die Korken knallen zu lassen, wenn ein Konkurrent, ein Mitbewerber ins Gras beißt oder wenigstens Insolvenz anmeldet. Die Komponisten der Renaissance hingegen schrieben tief erschüttert Trauergesänge auf ihre verstorbenen Kollegen. Eine solche Déploration stellte jetzt das Ensemble Cinquecento an den Schluss seines RheinVokal-Konzerts in der Karmeliterkirche zu Boppard.

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Wenn eine Kantorei himmlisch klingt

BOPPARD – Eine Kantorei bringt man in der sicherlich durch Ausnahmen bestätigten Regel nicht immer mit kultiviertem Kunstgesang in Verbindung, steht hier doch eher die Freude am gemeinsamen Musizieren im Vordergrund. Vereinen sich jedoch Kunst, Können und Begeisterung, dann mag auch ein solcher Chor geradezu Himmlisch klingen, wie das Konzert der „Himlischen Cantorey“ unter der Leitung von in St. Pankratius trefflich bewies.

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Folk ohne Folklore

NEUWIED – Satt leuchtet das Grün, das den Weg zur Abtei Rommersdorf säumt, nach diesem kräftigen Regenguss. Und warm glimmt die Abendsonne im gothischen Chor, in dem gleich „White Raven“ Lieder und Balladen aus Irland und Schottland vortragen und somit einen weiteren Farbtupfer ins Programm von RheinVokal 2009 setzen wird – stilistisch wie akustisch.

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Baden im Wohlklang

KOBLENZ. Die letzten Strahlen der untergehenden Sonne erhellen matt die Mauern der Basilika St. Kastor, als der satte Klang aus sechs Kehlen wie eben dieses warme Licht durch das Kirchenschiff fließt. Mit dem Ensemble „La Venexiana“ unter der Leitung von Claudio Cavina eröffnete RheinVokal 2009 seine Reihe mit 19 Konzerten an 16 Spielstätten längs des Mittelrheins und präsentierte einmal mehr Künstler, die ihre Zuhörer mit unglaublicher Klangschönheit zu betören vermögen.

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Villa Muscia „auf Reisen“

MAINZ – Das Motto der Saison 2009/2010 heißt bei Villa Musica „Auf Reisen“ und bietet somit mannigfaltige Möglichkeiten der Umsetzung: Komponisten auf Reisen, Musiker auf Tournee und nicht zuletzt das Publikum, das 132 Konzerte in 42 rheinland-pfälzischen Städten und Gemeinden geboten bekommt.

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Rheingau Musik Festival startet in die 22. Spielzeit

OESTRICH-WINKEL – 141 Konzerte an 38 Spielstätten mit herausragenden Solisten, Ensembles und Orchestern präsentiert das 22. Rheingau Musik Festival vom 27. Juni bis zum 29. August 2009.

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RheinVokal 2009 geht nach Britannien

MAINZ – Zum fünften Mal lädt RheinVokal vom 18. Juni bis zum 19. Juli zu 19 Konzerten an 16 Spielstätten ein. Die musikalischen Schwerpunkte liegen dabei auf den „Jahresregenten“ Händel, Haydn und Mendelssohn, während sich die thematischen Akzente am Motto des Kultursommers Rheinland-Pfalz „Cool Britannia“ orientieren.

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Tierisch musikalisch

MAINZ – Als hätten Sie geahnt, mit ihrer Kunst vor allem das jüngere Publikum einmal etwas schwerer erreichen zu können, haben viele der großen Komponisten Stücke geschrieben, die besonders kleinere Zuhörer ansprechen konnten. Und können: Derart zielgruppenorientierte Musik präsentierte Villa Musica jetzt zusammen mit dem Kabarettisten Konrad Beikircher im Frankfurter Hof.

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Barocker Esprit ohne romantische Effekthascherei

FRANKFURT – Der „Messias“ oder – viel schöner! – „The Messiah“ von Georg Friedrich Händel (1685-1759) gehört zweifelsohne zu den ewigen „Top 10“ der klassischen Musik, selbst wenn die Allgemeinheit nur das „Hallelujah“ kennen mag. Der Komponist selbst war seinerzeit so etwas wie ein Popstar – ob er ahnte, dass man mit seinem Oratorium auch heute, 250 Jahre nach seinem Tod, noch selbst größte Gotteshäuser mühelos voll bekommt?

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Naturlaute im Schlossgemäuer

NEUSTADT – Das aktuelle Saisonmotto „Wie ein Naturlaut“ zieht sich aktuell als imaginärer, wohlig klingender Akkord durch die Konzerte von Villa Musica. Mit „Con Corno“ weihten Frank Lloyd (Horn), Nicolas Chumachenco (Violine) und Kalle Randalu (Klavier) jetzt den Saal von Schloss Hambach als neue Spielstätte der Landesstiftung ein. Und auch hier, in den Sonaten von Beethoven, Janacek und Brahms wurden die Naturlaute deutlich hörbar.

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Violinspiel, das aufhorchen lässt

MAINZ – Benjamin Schmid liebt die Barockmusik. Das zeigte nicht nur seine Zugabe anlässlich seines Gastspiels in der Mainzer Rheingoldhalle: Heinrich Bibers Passacaglia hat so gar nichts Romantisches. Wenig davon gab es auch zuvor bei Mendelssohn – und es fehlte einem auch nicht…

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Wise Guys auch in neuer Formation spitze

MAINZ – In der entstuhlten Phönixhalle brandete nicht nur dem neuen Wise Guy Nils Olfert ein stürmischer Begrüßungsapplaus entgegen. Die Kölner A cappella-Formation, die sich selbst jetzt moderner als „Vocal Popgruppe“ bezeichnet, füllt mühelos auch größte Hallen.

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Dieter Bohlen hat gestohlen alle Hits aus Polen

MAINZ – Als sich seinerzeit Deutschlands legeres Lästermaul Harald Schmidt in seiner Late Night-Show allabendlich über die Nachbarn jenseits der Oder lustig machte, ging nach einem anfänglich peinlich amüsierten Schmunzeln eine Welle der Entrüstung durchs Land: Polen können nur klauen? Weit gefehlt: Auch sie werden bestohlen!

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Der neue „Wise Guy“ Nils Olfert im Gespräch

335 Sänger hatten sich für die Nachfolge von Clemens Tewinkel beworben – einer hat es geschafft. Im Vorfeld des Konzerts in der Mainzer Phönixhalle erzählt der neue „Wise Guy“ Nils Olfert über seine ersten Konzerterfahrungen und darüber, was das Besondere an dieser Art von A cappella-Gesang ist.

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Schwarzer Soul für die weiße Seele

MAINZ – Lasziv hängt er da am Wannenrand, der Mann im weißen Zwirn und lächelt den Hörer seines neuen Albums „Wünscht Du wärst hier“ entgegen: Der Tournee-Stopp in der Mainzer Phönixhalle vermochte zwar nicht für ein ausverkauftes Haus zu sorgen, doch konnte sich Stefan Gwildis in der Publikumsgunst genauso genüsslich aalen wie im sanitären Oval während des Shootings für das CD-Cover.

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Rheingau Musik Festival tritt aus der RTKT aus

OESTRICH-WINKEL (pm) – Die Rheingau Musik Festival Konzertgesellschaft mbH tritt als Gesellschafter aus der Rheingau-Taunus Kultur und Tourismus GmbH aus und der Intendant des Rheingau Musik Festivals, Michael Herrmann, legt sein Mandat als Mitglied des Aufsichtsrats mit sofortiger Wirkung nieder.

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Bajuwarischer Barde mit Wut im Bauch

MAINZ – Man mag zu Hans Söllner, diesem archaischen Anarchisten stehen, wie man will: zu seinem Kampf für die Legalisierung von Marihuana, zu seinem ständigen Anecken mit der Obrigkeit, zur Pflege des Denkfehlers, den Staat als abstrakten Gegner und sich selbst eben nicht als Teil des Ganzen zu sehen. Doch Zuhören lohnt sich.

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Brahms am Rhein statt „Humba, humba, humba tätärää!“

NEUWIED-ENGERS – Wir befinden uns im Jahre 2009 n. Chr. Ganz Rheinland ist von Jecken und Narren besetzt. Ganz Rheinland? Nein! Eine von unbeugsamen Musenfreunden bevölkerte barocke Residenz hört nicht auf, dem „Humba, humba, humba tätärää“ Widerstand zu leisten.

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Musik in Burgen und Schlössern 2009

MAINZ – Bis sie so alt ist wie ihre Spielstätten dauert es noch etwas – immerhin zum 18. Mal findet von Februar bis August 2009 die Konzertreihe „Musik in Burgen und Schlössern“ der Landesstiftung Villa Musica Rheinland-Pfalz statt.

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Wenn Adolphe Sax das hören könnte…

BUDENHEIM – Zum Glück braucht man das Lexikon nicht zu bemühen, um das Wort „Alliage“ nachzuschlagen, denn das Programmheft des jüngsten SWR2-Konzerts in Schloss Waldthausen hilft einem weiter: Alliage heißt Legierung. Und nicht umsonst hat sich das Alliage Quintett diesen Namen gegeben, präsentieren die vier Saxophonisten mit ihrer Pianistin doch ebendiese Legierung als Verschmelzung verschiedener Spielarten und Stile.

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Jazz-Urgestein Paul Kuhn swingt mit der SWR Big Band

MAINZ – Im vergangenen Jahr ertönten mit der Deutsche Radio Philharmonie Saarbrücken zum Neujahrskonzert des Südwestrundfunks mit Kanonendonner und Glockengeläut die musikalischen Rauchschwaden von Tschaikowksys „Ouvertüre solenelle 1812“ – 2009 hieß es „Let’s swing“ mit der SWR Big Band und Gästen.

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Frühlingserwachen kurz vor Neujahr

MAINZ – Während die Nacht zuvor die kälteste des Jahres war und auch am vorletzten Tag des Jahres klirrende Kälte die Domstadt im Griff hatte, durchwehten im Stammhaus von Villa Musica in Mainz musikalische Frühlingsdüfte den Konzertsaal. Und das lag nicht nur am frischen und energiegeladenen Spiel von Andrea Kim (Violine) und Marianna Shirinyan (Klavier).

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Himmlische Heerscharen am Werk

WIESBADEN – Schnell begreift das Publikum des Rheingau Musik Festivals, das den Windsbacher Knabenchor in diesem Jahr schon zum zweiten Mal präsentiert, wie Karl-Friedrich Beringer an das Bachsche Weihnachtsoratorium, dessen Kantaten I bis III und VI er im Wiesbadener Kurhaus aufführte, herangeht: Neben dem musikalischen Glanz, den die gut 70 Sänger des Windsbacher Knabenchores in gewohnter Brillanz aufleuchten lassen, soll hier „auch“ schlicht und einfach die Weihnachtsgeschichte erzählt werden. Und das nicht nur verständlich, sondern vor allem begeisternd wie überzeugend.

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So klingt Weihnachten eigentlich

DESHEIM – „Ave maris stella“ – mit weihnachtlicher Musik des Barock hielt das Rheingau Musik Festival mit seiner ersten Soiree in der Reihe der Weihnachtskonzerte für einen Augenblick die Hektik des Dezembers an und ließ mit dem Clemencic Consort innehalten.

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Einmal mehr auf barocker Kaperfahrt

BUDENHEIM – Piraten sieht man derzeit eher auf gekaperten Öltankern vor der Küste Somalias dümpeln. Aber wenn sich „Red Priest“ mit Schärpe und Kopftuch in Schale schmeißt und als „Pirates of the baroque“ durch die Partituren schippert, mag man gleich mit anheuern, so herrlich frisch lassen sie einem den musikalischen Wind um Nase und vor allem Ohren wehen.

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„Bachs Weihnachtsoratorium reizt immer“

„Jauchzet, frohlocket“ – der Windsbacher Knabenchor ist einer der überzeugendsten Interpreten des Weihnachtsoratoriums von Bach, was sicherlich auch an der lebendigen und inspirierten Interpretation durch den Chorleiter Karl-Friedrich Beringer liegt. Im Interview erzählt er, welche Bedeutung diese Musik für ihn und sein Arbeiten hat.

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Altbekannte Musik neu erfunden

RNBERG – Mozarts „Requiem“ mit einem Knabenchor? Kein Problem. Aber Schuberts As-Dur-Messe mit ihrer ausladenden Romantik? Ist das von Knaben, oft Knäblein noch, überhaupt zu meistern? Einspruch abgelehnt, stehen hier doch nicht irgendwelche Sängerknaben auf der Bühne, sondern der Windsbacher Knabenchor unter Karl-Friedrich Beringer.

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Die sechs Reiter der „Akopalüze“

MAINZ – Helge Schneider passt beim besten Willen in keine Schublade, sondern sprengt jeglichen Rahmen mit der Urgewalt seines Talents: Mag man auch die Qualität seines Humors verkennen, ja verneinen, bleibt doch die ungeheure Musikalität. Wer beides genießen kann, erlebt aktuell das Armageddon des hehren Geistes und darf sich an einer organisierten Gehirnerschütterung ergötzen.

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Götz Alsmann, ein musikalischer Archäologe

MAINZ – „Mein Geheimnis“ ist der einem Schlager von Willy Bering und Just Scheu entlehnte Titel des Programms, mit dem der Sänger, Pianist und Conférencier Götz Alsmann derzeit durch die Lande tourt und dabei ein dreitägiges Gastspiel in den Mainzer Kammerspielen gab.

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Gluck-Oper „La Semiramide riconosciuta“ erklingt nach 260 Jahren am Mainzer Staatstheater

MAINZ – Die Frage, wie diese Premiere von „La Semiramide riconosciuta“ ihrem Komponisten gefallen hätte, ist interessant, fehlten doch nicht nur ihm, sondern auch dem Fragenden sämtliche Vergleichsmöglichkeiten: Christoph Willibald Gluck schrieb sein Werk für die Eröffnung des Wiener Burgtheaters im Jahr 1748 – und 260 Jahre lang verschwand es in der Versenkung. Erstmalig nach der Wiener Premiere wurde es jetzt im Kleinen Haus des Mainzer Staatstheaters wieder aufgeführt.

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Reinhard Mey – der Barde ohne Verfallsdatum

FRANKFURT – Er mag äußerlich ergraut sein. Doch innerlich ist er jung geblieben: „Ich wollte wie Orpheus singen“ klingt an diesem Abend wie eh‘ und je. Auf seiner „Bunter Hund“-Tour, die ihn auch in die Alte Oper führte, erwies sich Reinhard Mey einmal mehr als Liedermacher, der instinktsicher alle Register der Empfindungen ziehen kann.

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Das himmlische Leben auf Erden besungen

KIEDRICH – „Hear my prayer, o Lord“ – Höre, o Herr, mein Gebet! – ist der Titel eines Anthems von Henry Purcell, das der KammerChor Saarbrücken in einem der letzten Konzerte, die das diesjährige Rheingau Musik Festival in Kloster Eberbach bot, anstimmte.

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Rheingau Musikpreis 2008 an Heinz Holliger verliehen

OESTRICH-WINKEL (pm) – In einer Feierstunde im Anschluss an das Konzert mit dem hr-Sinfonieorchester und dem Organisten Edgar Krapp unter der Leitung von Heinz Holliger im Kurhaus Wiesbaden wurde dem Schweizer Komponisten der Rheingau Musikpreis 2008 verliehen.

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Musikalische Menage à trois – und zwar zu viert

WIESBADEN – Das Trio ist eines der Themenschwerpunkte im diesjährigen Rheingau Musik Festival. Unter dem Motto „à trois – a tre – zu dritt“ stand denn auch das Konzert mit dem Flötisten Eckart Haupt, der als steter Gast diesmal (s)einen Akzent auf die barocke Triosonate setzte und auch mit wesentlich jüngerer Musik beeindruckte.

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Exotische Töne mit atmosphärischer Dichte

MITTELHEIM – Der Klang ist kein völlig unbekannter und dennoch gewöhnungsbedürftig: Violoncello und Bajan, die russische Variante des chromatischen Knopfakkordeons. Wie bei einer exotischen Speise ist man zunächst ein bisschen verwirrt: Der Gaumen muss sich erst gewöhnen und die Geschmacksknospen wollen auf den neuen Gusto eingestimmt werden. Doch siehe da: Es mundet und am Ende fragt man sich verwundert, warum derart Köstliches so selten auf den Tisch kommt.

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Hilliard Ensemble singt vom himmlischen Leben

KIEDRICH – Das Hilliard Ensemble ist nicht nur für seinen makellosen Gesang bekannt, sondern betätigt sich auch immer wieder gerne als singende Archäologentruppe, wobei ihr Augenmerk seltener verschollenen Fragmenten großer Klassiker als vielmehr dem vor allem westlichen Hörgewohnheiten Ungewohnten gilt.

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Klangfarben auf allen Saiten

MAINZ – Das Barrios Guitar Quartet fühlt sich nicht nur in allen Stilen wohl, es ist sogar überall zuhause, was ihr Auftritt im Rahmen des Mainzer Musiksommers bewies. In der Mainzer St. Antoniuskapelle spielten sie jetzt ein Programm mit Werken von Purcell und Boccherini bis Goss und Torroba, freilich stets mit dem vitalen Gout von spanischer Folklore.

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Vitaler Vivaldi mit Showeffekt

EBERBACH – Kurzer Meinungsaustausch zweier Konzertbesucher in Kloster Eberbach nach Vivaldis G-Dur Konzert „alla rustica“ (RV 151): „Ein bisschen viel Show“, meint der eine und bekommt die Antwort: „Vielleicht, aber bei Vivaldi passt’s.“ Immerhin spielt hier zum Rheingau Musik Festival das Kammerorchester Basel. Und dessen Heimatort ist ja schon eigentlich Garant per se, keine spröde Barockmusik zu fiedeln.

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Klänge vor der Kulisse eines nahenden Gewitters

EBERBACH – Natürlich wäre ein Gewitter just während Beethovens „Pastorale“ das Non plus ultra. Aber auch einem Bartok liefert es eine bizarre optisch-akustische Kulisse, was das Publikum des Rheingau Musik Festivals jetzt mit der Academy of St. Martin in the Fields erleben durfte. Gemeinsam mit dem Trompeter Håkan Hardenberger musizierten die Briten ein äußerst anspruchsvolles Programm auf gewohnt hohem Niveau.

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RheinVokal erlebte 2008 einen Zuschauerrekord

NEUWIED/MAINZ – Zum vierten Mal fand jetzt RheinVokal, das Festival am Mittelrhein statt. Und wenn man den Besucherrekord von deutlich mehr als 5.000 Konzertgästen bedenkt, können die Veranstalter – Villa Musica, der SWR und der Verein zur Förderung der Veranstaltungsreihe RheinVokal e.V. – durchaus zufrieden sein.

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Venezianisches Flair an den Mittelrhein gezaubert

NEUWIED – Venedig liegt nicht am Mittelrhein. Aber man kann es sich herbeiwünschen. Oder noch besser: herbeispielen! Mit dem „Concerto Veneziano“ musizierten die Sopranistin Mechthild Bach und die Lautten Compagney Berlin jetzt im Rahmen von RheinVokal unter anderem Werke von Bach, Vivaldi und Albinoni, wodurch der Saal der Herrnhuter Brüdergemeinde kurzerhand zum venezianischen Dogenpalast wurde.

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Chorische Perfektion ohne Wenn und Aber

KOBLENZ – Ein ganzer Abend mit Motetten von Heinrich Schütz? Dass das nicht unbedingt in protestantisch-polyphoner Eintönigkeit enden muss, dafür garantiert allein schon der Name des erstmals (und hoffentlich nicht zum letzten Mal) bei RheinVokal gastierenden Dresdner Kammerchors unter der Leitung von Hans-Christoph Rademann.

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Dem Klang der Liebe durch fünf Jahrhunderte gelauscht

BAD NEUENAHR – Die Liebe hat unzählige Komponisten inspiriert und auch das Calmus Ensemble Leipzig konnte sich diesem Sujet nicht entziehen: „The Sound of Love“ heißt das aktuelle Programm, das diese exquisite A cappella-Formation jetzt im Rahmen von RheinVokal vorstellte.

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Aquarellgleich verschwimmender Hörnerklang

OESTRICH – Einen gewissen Seltenheitswert hatte das Konzert mit dem Dauprat-Hornquartett allein schon aufgrund seiner Besetzung: Musik für vier Hörner ist durch die Jahrhunderte hinweg nie Massenware gewesen. Dennoch haben sich Komponisten wie Mozart oder der Namensgeber des Ensembles Louis-François Dauprat durchaus hierfür erwärmen können.

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Große Kunst mit „kleinen“ Werken

ANDERNACH – Nicht die „Grand motet“, wie sie ein Jean-Baptiste Lully für seinen Sonnenkönig schrieb, sondern die „Petit“ stand auf dem Programm des RheinVokal-Konzerts mit dem Ensemble Pierre Robert in der Andernacher Christuskirche: Henry Du Mont, Daniel Daniélis und Marc-Antonine Charpentier schrieben diese kleinen, aber nicht minder feinen Chorstücke – ebenfalls für Versailles.

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Trompetenstöße wie gleißendes Licht

WIESBADEN – Was würden wohl die Herren Purcell und Bach sagen, wenn sie ihre Musik in Bearbeitungen für Blechbläser hören könnten? Wären sie von der majestätischen Klangpracht begeistert gewesen? Es würde auf einen Versuch ankommen, wofür sich das Ensemble London Brass empfehlen ließe, das jetzt sein Können in einem Konzert des Rheingau Musik Festivals trefflich unter Beweis stellte.

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Musik so leicht wie eine Feder

KIEDRICH – Die Begriffe Countertenor und Kiedrich ergeben nicht zwangsweise den Namen Andreas Scholl, auch wenn dieser musikalisch wohl eine der größten Berühmtheiten dieses Ortes ist. Nein, zu diesem Konzert im Rahmen des Rheingau Musik Festivals bewies Franz Vitzthum, dass auch andere Mütter Söhne mit wunderschönen Stimmen haben.

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Wahnsinn in Klostermauern mit The Consort of Musicke

NEUWIED – Was heute allgemein hin als E-Musik, also ernste Musik, gehandelt wird, dem haftete im England des 17. Jahrhunderts eigentlich eher das U für Unterhaltung an. Das Festival RheinVokal hatte sich jetzt für ein Konzert in der Abteikirche Rommersdorf mit den „Mad Songs“ einen Querschnitt durch 100 Jahre englische Musik an der Schwelle zum Wahnsinn auf die Fahnen geschrieben.

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Wie Tautropfen im fein gewobenen Spinnennetz

GEISENHEIM – Es ist ein Gütezeichen des Rheingau Musik Festivals, dass es stets alle Sparten der klassischen Musik bedient. Nach dem sinfonischen Auftakt mit Mahlers Vierter lag der Akzent bei einem Konzert auf Schloss Johannisberg mit Quatuor Ebène und Isabelle Moretti (Harfe) jetzt auf der Kammermusik.

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Rheingau Musik Festival portraitiert Toshio Hosokawa

OESTRICH-WINKEL – Dem renommierten Musikfestival im Rheingau ist der japanische Tonsetzer Toshio Hosokawa kein Unbekannter, erhielt er doch 1998 den hier ausgelobten Musikpreis. Zehn Jahre später steht er erneut im Mittelpunkt, denn das Rheingau Musik Festival hat diesen Künstler für ihr alljährliches Komponisten-Portrait ausgewählt.

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Kunstpreis des Landes Rheinland-Pfalz 2008 verliehen

MAINZ – Der Kunstpreis Rheinland-Pfalz ist mit 10.000 Euro die am höchsten dotierte Auszeichnung des Landes im künstlerischen Bereich und geht 2008 an das Fauré Quartett sowie – als Förderpreis – an die Geigerin Anna Sophie Dauenhauer und den Pianisten Joseph Moog.

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Süchtig nach Klangfarben – Olivier Messiaen zum 100.

MAINZ – 2008 feiert die Orgelwelt den 100 Geburstag des 1992 verstorbenen französischen Komponisten und Virtuosen Olivier Messiaen. Im musikalischen Wirken von Volker Ellenberger als Kantor der Mainzer St. Johannis-Kirche hat dieser Tonsetzer einen festem Platz, gilt Ellenberger doch als ausgewiesener Fachmann für die französische Orgelliteratur. Im Interview erzählt der Organist von der Bedeutung, die Messiaen für ihn hat.

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Klassische Musik im klassischen Raum: Mainzer Musiksommer 2008 präsentiert Stars wie Hille Perl

MAINZ – Zehn Konzerte veranstaltet der Mainzer Musiksommer in der Saison 2008 und setzt damit an sieben Spielstätten erneut das Motto „Klassische Musik im klassischen Raum“ um. Mit einer ansprechenden Mischung aus großen Stars und jungen Ensembles garantieren die Veranstalter der Landeshauptstadt einmal mehr einen musikalischen Sommer auf hohem Niveau.

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Hausmusik im Plattenbau

ASCHAFFENBURG – Von wegen „der Pole an und für sich“ klaut! Andersherum wird ein Schuh draus: Zumindest was die Popmusik und hier vor allem die Top 10-Hits angeht. Denn sie stammen nicht von Prince, Mike Oldfield, Gloria Estefan oder gar Dieter Bohlen, sondern von einer einzigen Familie: den Popolskis aus Zabrze. Alle 128.000 Stück. Das sagen zumindest Pawel, Mirek, Danusz und Janusz, die derzeit mit vermeintlichen Coversongs durch Deutschland touren und dabei immer größere und begeisterte Fanscharen anlocken.

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Heinz Holliger erhält den Rheingau Musikpreis 2008

OESTRICH-WINKEL (pm) – Der Schweizer Komponist, Oboist und Dirigent Heinz Holliger erhält den Rheingau Musikpreis 2008. Die durch das Rheingau Musik Festival initiierte und mit 10.000,- Euro dotierte Auszeichnung wird in diesem Jahr zum 15. Mal vergeben. Das Preisgeld wird vom Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst zur Verfügung gestellt.

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Wiederwahl von Michael Herrmann zum Vizepräsidenten der Europäischen Festival-Vereinigung

ANTALYA/OESTRICH-WINKEL (pm) – Im Rahmen der Jahrestagung der Europäischen Festival-Vereinigung (European Festivals Association) in Antalya wurde Michael Herrmann, der Intendant des Rheingau Musik Festivals, erneut zum Vizepräsidenten gewählt worden.

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Barockmusik par exellence: „Il Giardino Armonico

FRANKFURT – Es gilt nicht umsonst als eines der führenden Barockorchester weltweit: Seinen Ruf verdankt „Il Giardino Armonico“ dem unglaublich vitalen Spiel alter Musik, das selbst Vivaldis „Jahreszeiten“ noch neue, ungeahnte Momente zu entlocken vermag. Mit zwei Brandenburgischen Konzerten von Bach sowie Werken von Vivaldi, Telemann und Geminiani gastierte das Ensemble jetzt in der Alten Oper.

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Liedpianist Irwin Gage ist kein Begleiter: Konzert in Mainz nach Kurs für junge Duos auf Schloss Engers

MAINZ – „Bin ich zu laut?“ ist der Titel eines Buches von Gerald Moore, dem prominenten Pianisten bei Liederabenden und langjährigen Partner von Dietrich Fischer-Dieskau. Vielleicht hat der nicht minder legendäre Musiker Irwin Gage in gleicher Funktion diese Frage auch schon einmal gestellt. Aber mit dem Untertitel des Buches, nämlich „Erinnerungen eines Begleiters“, dürfte sich Gage nicht identifizieren: „Einen Begleiter gibt es nur auf Reisen“, stellt er klar: „Ich bin ein Liedpianist.“

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Kölner A cappella-Gruppe Wise Guys auf „frei!“-Tour: Ein Höhepunkt mit vielen Höhepunkten

MAINZ – Ihr aktuelles Album „frei!“ ist sofort von 0 auf Platz 2 der deutschen Albumcharts geschossen. Und wenn man die fünf Kölner in einem ihrer mitreißenden Konzerte erlebt, fragt keiner warum. In Mainz sorgten die Wise Guys jetzt für eine ausverkaufte (und unbestuhlte!) Phönixhalle. Auch das wundert nicht.

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Stefan Gwildis: eine Stimme wie Sandpapier mit grober Körnung – aber unglaublich viel Gefühl

MAINZ – Wie ein Konzert wirkt die jüngste Veranstaltung von „Kultur im Foyer“ des Mainzer SWR-Funkhauses eigentlich nicht. Eher wie eine „Jam-Session“, ein zufälliges Musizieren verschiedener Jazz-Künstler – einfach, um Spaß zu haben. Und nichts anderes hat Stefan Gwildis, Deutschlands Soul-Sänger Nr. 1, im Sinn.

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Konzertreihe „Musik in Burgen und Schlössern“ 2008

MAINZ – Für Kulturstaatssekretär Joachim Hofmann-Göttig ist es die erklärte Lieblingsreihe: „Musik in Burgen und Schlössern“ findet im kommenden Jahr bereits zum 17. Mal statt und präsentiert über 80 Veranstaltungen in 36 historischen Bauten des Landes Rheinland-Pfalz.

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Im Rausch der Tiefe

EBERBACH (25. August 2010). Für den einen ist die „Kunst der Fuge“ das wasserdichte Kacheln eines sanitären Nassbereichs, für den anderen Bachs exemplarische Abhandlung für Tasteninstrumente. Was beides eint: Es muss fachgerecht gearbeitet werden. Mit Konstantin Lifschitz war ein Künstler Gast des Rheingau Musik Festivals, der vom ersten Ton an bezaubert – mit Kunst und Handwerk.

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