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Schreibwolff-Magazin

Jan-Geert Wolff

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» Kleinkunst

Aufregen als deutsche Tugend

MAINZ (19. Mai 2017). Ekstase und Würde – wie passt das zusammen? Der Kabarettist Holger Paetz versucht sich in seinem neuen Programm als Brückenbauer.

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Alkoholfreier Bierschinken macht aggressiv

MAINZ (15. Mai 2017). Kurt Krömer polarisiert: Entweder man mag ihn, oder lehnt seinen rabiaten Witz ab. Das weiß der Berliner und spielt herrlich mit dieser Erwartung. Sein aktuelles Programm heißt „Heute stimmt alles“. Recht hat er.

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Vergnügliche Nahtoderfahrung

MAINZ (11. Mai 2017). Der Apostel Paulus fragt im ersten Brief an die Korinther: „Tod, wo ist Dein Stachel?“ Offenbar sind sich die beiden auf einer Kabarettbühne begegnet…

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Blackout trifft Geistesblitz

MAINZ (10. Mai 2017). Gerd Knebel ist das, was man allgemein hin (und auf gut hessisch!) als Schlappmaul bezeichnen würde. Bekannt als Teil des Duos „Badesalz“ ist er auch solitisch unterwegs – aktuell mit seinem Programm „Weggugge“.

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Mit Willy auf'm Sofa

MAINZ (8. Mai 2017). In der Vergangenheit hauchten der Schauspieler Matthias Brandt und der Pianist Jens Thomas in ihren gemeinsamen Lesungen Norman Bates aus „Psycho“ Leben ein oder ließen Hitchcocks „Vögel“ im Tiefflug übers Publikum rauschen – das aktuelle Projekt heißt „Raumpatrouille“, in deren Verlauf man die Adoleszenz des Kanzlersohns miterleben darf.

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Genussvoller Stilbruch

MAINZ (3. Mai 2017). Gerade die Musik leidet oft am Schubladendenken. Wie gut tut es da, wenn jemand wie Anna Maria Scholz daherkommt und als „Anna Mateur“ dieses „Mobiliar“ mit mächtigen Taktschlägen pulverisiert – dokumentiert im „Protokoll einer Disko“.

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Europa als Idee leben

MAINZ (12. April 2017). Es sähe wahrscheinlich seltsam aus, aber eigentlich müsste man sich im Unterhaus einen Hut ausetzen, um diesen dann vor Thomas Freitag zu ziehen: Sein neues Stück „Europa – der Kreisverkehr und ein Todesfall“ begeistert – vor allem für die europäische Idee von Grenzenlosigkeit und Großzügigkeit derer, die es sich leisten können.

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Duo mit besten Noten

MAINZ (7. April 2017). Wenn Musik auf Geist trifft, kann Großartiges entstehen. Im Fall des Duos „die feisten“ kommt noch eine gehörige Portion Witz und Esprit dazu. Jetzt präsentierten Rainer Schacht und Mathias „C.“ Zeh ihr neues Programm „Nussschüsselblues“ im Unterhaus.

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Hauptsache Herzensbildung

MAINZ (3. April 2017). Jochen Malmsheimer ist eine Ausnahmeerscheinung in der deutschsprachigen Kleinkunstszene. So liebe- wie kunstvoll er mit Sprache umgeht, macht ihm kein zweiter nach. In seinem neuen Programm erweist er sich zusätzlich als Anwalt des gedruckten Wortes.

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Pubertäre Kaspereien

MAINZ (2. April 2017). Die Bibel verlangt, dass man Vater und Mutter ehren soll. Doch nach dem Besuch des jüngsten Programms von „Eure Mütter“ möchte man sich lieber von der Familie lossagen: „Das fette Ding fliegt wie ʼne Eins“ stürzt nach wenigen Zentimetern kolossal ab.

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Szenen einer Ehe

MAINZ (31. März 2017). Stehen die Zeiten auf Sturm, bedarf es hin und wieder eines Ruhepunktes, an dem der Verstand mal die Füße hochlegen und ein wenig ausspannen kann. Hierzu lädt das humoristische Kammerspiel von „Herbert & Schnipsi“ ein.

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Plädoyer für Europa

MAINZ (30. März 2017). Gerade hat Großbritannien sein Austrittsgesuch aus der EU eingerecht, da gastiert das Duo „Onkel Fisch“ mit seinem aktuellen Programm „Europa – und wenn ja wie viele?“ im Unterhaus. Sind die Protagonisten vor allem für intelligenten Klamauk bekannt, spielen sie an diesem Abend ein unterhaltsames Programm mit mächtig Tiefgang – eine tolle Überraschung!

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Den Horizont immer griffbereit

BAD KREUZNACH (24. März 2017). Mit „Déjà-vu“ hat Gerd Dudenhöffer eine sehenswerte Collage aus 16. Bühnenprogrammen zusammengestellt und zeigt, wie erschreckend fest zementiert die Stellung seines Heinz Beckers heute ist – noch immer und erneut.

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Mit dem Skalpell der Ironie

MAINZ (23. März 2017). Schon im vergangenen Jahr begeisterte Saskia Kästner als „Schwester Cordula“ mit ihrer Persiflage auf die heile Welt der Gorschenheftchen. Mutti-Romane waren damals Ziel des feinen Spotts. Doch es gibt natürlich weitere Genres, die es sich vorzuknöpfen lohnt…

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Ein Herz für Gisela

MAINZ (13. März 2017). Wer „Badesalz“ liebt, sollte die Soloprogramme von Henni Nachtsheim und Gerd Knebel nicht verpassen. „Gisela“ heißt das aktuelle von Nachtsheim, mit dem er jetzt im Unterhaus debütierte – gehaltvoll wie ein leckerer Handkäs‘. Und der hat natürlich ebenfalls seinen Auftritt.

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Wörterreiche Sprengsätze

MAINZ (10. März 2017). An ihm scheiden sich die Geister: Kay Ray, ein skurriler Grenzgänger des Humors und gnadenlos zynischer Spötter. Keiner ist vor seinem Witz sicher, auch – oder besser: erst recht – keine Randgruppen.

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Es werde Licht!

MAINZ (9. März 2017). Eigentlich verspricht ein Soloabend mit dem Kabarettisten Michael Altinger, unter anderem tragendes Ensemblemitglied bei telegenen Auftritten im Bayerischen Rundfunk, durchaus interessant zu werden. Doch manchmal täuscht man sich eben.

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Brandaktuell und trotzdem witzig

MAINZ (5. März 2017). Die diesjährigen Träger des Deutschen Kleinkunstpreises (und eine Trägerin) bilden einen guten Qerschnitt durch die Szene: getrieben von der Aktualität, durchaus unbequem und streitlustig, teils bewusst aneckend und verstörend. Jetzt bekamen Sie im Unterhaus die Glocke als Sinnbild der wichtigsten Auszeicnung ihrer Art überrecht.

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Kompetent in allen Bereichen

MAINZ (16. Februar 2017). Robert Redford gab 1998 den Pferdeflüsterer in der Nicolas-Evans-Verfilmung des gleichnamigen Romans, in der deutschen Politik spielt Angela Merkel die Hauptrolle. Ebenfalls „am Set“ und zwar seit 2013: die Kabarettistin Simone Solga – als Kanzlerflüsterin.

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Derber Charme mit Botschaft

MAINZ (18. Dezember 2016). Wummernde Bässe, blendende Scheinwerfer – das Publikum tobt, als Carolin Kebekus die Bühne in der Rheingoldhalle betritt. Dachte man anfangs, die rheinländische Rampensau würde wie andere Kollegen im kleineren Gutenberg-Saal spielen, hat man sich mächtig getäuscht: Bis auf den letzten Platz sind die Stuhlreihen des großen Saals gefüllt: „Alphapussy“, so der bezeichnende Name des Programms, is in the house.

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Scharfe Analyse im Plauderton

MAINZ (14. Dezember 2016). Der Monat Dezember ist die Zeit der Jahresrückblicke. Auch das Kabarett hat sie für sich entdeckt und zur liebgewonnenen Tradition gemaht. Seit sechs Jahren blickt der Niederbayer Django Asül in seinen „Satirischen Rückspiegel“.

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Mit den Superkräften des Humors

MAINZ (30. November 2016). Mit einer gehörigen Portion Selbstironie begibt sich „Superwoman“ Gayle Tufts auf den Flug durch ihr gleichnamiges Programm und teilt dabei so manchen Haken aus.

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Brillante Eulenspiegelei

MAINZ (27. November 2016). Kaum einer in der deutschen Kabarettlandschaft versteht es derzeit so gut wie Rainald Grebe, die Rolle des Hofnarren zu spielen. Ob im Lied oder mit hintersinnigen Wortkaskaden: Mit seinen Ein- und Ansichten, Gedanken und Erkenntnissen verwirrt er sein Publikum, verunsichert es und unterhält es damit doch großartig.

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Abendfüllend ohne Inhalt

MAINZ (26. November 2016). „Ausmisten“ heißt das fünfte Soloprogramm von Alfred Mittermeier. Doch dabei ist ihm offenbar zu viel von der imaginären Schippe gefallen und verstellt nun den Weg zu einem reibungslosen Kabarettabend.

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Nonstop Nonsens

MAINZ (24. November 2016). Auf den ersten Blick wirkt es wie totaler Unsinn. Doch wer genauer hinschaut, merkt, mit welcher Akribie und intelligentem Witz das „Chaostheater Oropax“ auf der Bühne agiert. Auch im neuen Programm „Faden & Beigeschmack“, das Thomas und Volker Martins jetzt im Frankfurter Hof spielten.

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Bittere Wahrheiten

MAINZ (23. November 2016). Nach seinem ersten, gelungenen Kabarettsolo „Ende der Schonzeit“ ist Philip Simon mit „Anarchophobie“ geradezu ein Quantensprung gelungen: Ließen die politischen Spitzen schon damals aufhorchen, kommen die aktuellen An- und Einsichten geradezu aufschreckend daher – so wünscht man sich Kabarett.

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Meister im Leistungsspott

MAINZ (17. November 2016). Selbst angesichts von Einschränkungen andernorts nimmt man hierzulande das Recht auf freie Meinungsäußerung vielleicht oft ein wenig zu selbstverständlich. Der Kabarettist René Sydow tut dies nicht. Im Gegenteil: Er fordert eigenes Denken ein und weiß: „Der Kopf ist nicht nur zum Schütteln da.“

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Peinlich genauer Beobachter

MAINZ (14. November 2016). Sind wir wirklich so? Oder doch nur die anderen? Wenn man Gerhard Polt zuhört, entstehen vor dem inneren Auge unweigerlich Karikaturen wie die von Manfred Deix: erbarmunsglos in der Übertreibung, doch schmerzhaft entlarvend.

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„Reim Time“ zur Primetime

MAINZ (8. November 2016). Für einen Menschen, der die Sprache liebt, ist ein Abend mit Willy Astor wie eine Weinprobe mit edelsten Kreszenzen, ein Buffet mit kulinarischen Köstlichkeiten. Im Frankfurter Hof gab es jetzt Astors „Reim Time“ zur Primetime.

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Spritzige Cuvee mit Tiefe und Nachhall

MAINZ (6. November 2016). Wann ist der richtige Zeitpunkt für ein „Best-of-Programm“? Am Ende einer Karriere? Davon ist der Mainzer Kabarettist Tobias Mann (hoffentlich) noch weit entfernt. Vielleicht ist der richtige Termin aber auch dann, wenn man viele gute Nummern gespielt und einfach eine ganz private Auswahl noch einmal präsentieren möchte. Genau das macht Mann derzeit.

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Der Deutsche Kleinkunstpreis 2017 geht an...

MAINZ (2. November 2016). …Tobias Mann (Kabarett), das Duo „die feisten“ (Chanson/Lied/Musik) und Nico Semsrott (Kleinkunst) sowie Hazel Brugger (Förderpreis der Stadt Mainz) und Konstantin Wecker (Ehrenpreis des Landes Rheinland-Pfalz).

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Mehr Fragen als Antworten

MAINZ (27. Oktober 2016). Nur mal angenommen, man müsste einen Kabarettisten nennen, dessen Ironie es weder an Geist, noch an Tiefgang, Bissigkeit und Unterhaltungswert fehlt – schnell würde der Name Bruno Jonoas würde recht schnell fallen. „Nur mal angenommen…“ heißt auch sein aktuelles Programm.

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Witzige Wortgewalt

MAINZ (23. Oktober 2016). Torsten Sträter ist einer der wortgewaltigsten Kabarettisten der Republik. Dabei liegt die Wirkung in der leisen, ja gelassen-distanzierten Art des Vortrags. Auch sein neues Programm („Es ist nie zu spät, unpünktlich zu sein!“) ist eine Wucht.

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Musik mit Echtheitszertifikat

MAINZ (17. Oktober 2016). 15 Geschwister! In der Familie Well weiß man sich zu arrangieren. Vor allem, wenn die Musik das Element ist, das fest zusammenschweißt. 30 Jahre sind die „Wellküren“ nun schon unterwegs und machten auf ihrer Jubiläumstournee auch im Unterhaus Station.

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Ton- und Wortträger in einem

MAINZ (07. Oktober 2016). Manchmal ist man vielleicht bei etwas Großem dabei und bemerkt es gar nicht. Möglicherweise sind die ersten Soloauftritte von Lennart Schilgen solche Momente. Auf der kleinen Unterhaus-Bühne gab es jetzt die „Engelszungenbrecher“ des Berliner Barden.

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Wortschöpfer trifft auf Weltenlenker

MAINZ (6. Oktober 2016). Was würde man Gott wohl fragen, wenn man ein paar Tage mit ihm verbringen dürfte? Die Antworte hierauf (und die des Schöpfers) liefert Axel Hacke in seinem neusten Buch. „Die Tage, die ich mit Gott verbrachte“ und weitere Werke des Autors waren Gegenstand einer wie immer wunderbaren Lesung im Frankfurter Hof.

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Notorischer Nörgler

MAINZ (5. Oktober 2016). Was darf Satire? Diese Frage treibt die Kunst seit jeher um, nicht erst seit der „Causa Böhmermann“. Der Kabarettist Henning Venske ist einer der dienstältesten, weswegen sein Wort per se schon mal ein gewisses Gewicht hat. Schade, dass er dieses Pfund zuweilen leichtfertig verspielt.

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Diabolische Lust am Tabubruch

MAINZ (29. September 2016). Es gibt Künstler, da schüttelt es einen. Und obwohl eigentlich Empörung über geschmackliche Entgleisung sein müsste, die das Muskelzucken hervorruft, ist es hier doch das Lachen. Einer davon ist Ingo Appelt, seit Jahren ein Enfant terrible des Kabaretts. In seinem neunten Programm zeigt er einmal mehr, dass er nur richtig böse richtig gut ist.

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Gegen rechte Zwergpinscher

MAINZ (28. September 2016). Mit seinem aktuellen Programm „Wild“ malt der Comedian Michael Mittermeier ein veritables Schlachtenpanorama der Gegenwart und erzählt, wer und was ihm so alles auf die Nerven geht. Die müssen allerdings aus Stahl sein, denn die Schilderung ist abendfüllend.

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Predigt eines Nihilisten

MAINZ (22. September 2016). „Rebers muss man mögen“ – ist der Titel, den der Kabarettist für den zweiten Teil seiner „Trilogie des Glaubens“ (der dritte folgt 2017) wählte, selbstkritisch oder selbstironisch gemeint? Weder noch: Er ist Programm.

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Kabarettistisches Savoir-vivre

MAINZ (20. September 2016). Alfons ist Kult, seine Umfragen mit dem Puschelmikrofon sind legendär. Doch der Künstler kann mehr, viel mehr. Mit seinem neuen Programm „Das Geheimnis meiner Schönheit“ erzählt er dem Publikum auf wundervolle Weise seine Geschichte.

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Kleinkunst in Reimkultur

MAINZ (18. September 2016). Steht dieser „junge Mann“ da tatsächlich schon seit 20 Jahren auf der Bühne? Wie die Zeit vergeht! Diese zwei Dekaden hat Bodo Wartke genutzt, sich einen glänzenden Ruf als einer der besten Klavierkabarettisten der Szene zu ersingen – und zu zementieren.

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Genussvoll monströse Karikaturen

MAINZ (3. Juni 2016). Wer ihn aus dem Bayerischen Fernsehen kennt, schätzt an Günter Grünwald seine direkte, zuweilen krachende Art, mit der er die Dinge anspricht und auf den Punkt bringt. Die Live-Bühne gibt dem Kabarettisten die Möglichkeiten, noch mehr ins Detail zu gehen.

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Von Bienen, Blumen und Bischöfen

MAINZ (24. Mai 2016). „Da wollen wir uns mal ‘nen richtig schönen Abend machen“ – mit diesem im harmonisch weichen Kölner Dialekt intonierten Satz beginnt jede kabarettistische Soiree von Jürgen Becker. Und zum Wollen kommt stets das Können – auch im neuen Programm „Volksbegehren“.

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Die da oben – wir hier unten

MAINZ (30. April 2016). Die Frage ist aktuell wie nie, gerade in Deutschland: Was darf Satire? Die Antwort kann jeder Künstler geben, der sie seinsetzt – und zwar vor allem durch Qualität. Denn wenn sie gut, sprich intelligent ist, darf sie viel mehr, als wenn sie oberflächlich und blutleer ist. Leidtragende sind dann in erster Linie nicht die Adressaten des Spotts, sondern die Zuschauer.

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Munterer Mutterwitz

MAINZ (20. April 2016). Wer sich über andere lustig macht, darf sich selbst nicht zu ernst nehmen. Diese Hofnarren-Attitüde beherrscht das Trio „Eure Mütter“ perfekt und begeistert damit seit 15 Jahren sein Publikum. Jetzt spielte man erneut im Frankfurter Hof, für 2017 hat man aufgrund der großen Nachfrage die Mainzer Rheingoldhalle gebucht.

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Ganz großes Theater

MAINZ (17. April 2016). Der jüngst verstorbene Roger Cicero sang 2011 in „Alles kommt zurück“ von Neonfarben, Schulterpolstern, Jungs mit Oberlippenbart und Pilotenbrillen. Auch die gute, alte Audio-Cassette hatte man in Zeiten von mp3 und iTunes eigentlich schon vergessen. Das „Vollplaybacktheater“ erweist ihr mit seinen visuellen Hörspieladaptionen jedoch eine urkomische Reminiszenz.

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Spaßige Familienchronik

MAINZ (13. April 2016). Kinder sind süß. Vor allem (und zuweilen nur) die eigenen. Aber sie nerven auch manchmal. Aus dieser schlichten Einsicht in das Leben hat Johann König zwei Pfähle geschnitzt, an denen er den Erzählstrang seines neuen Buches spannt. Es geht um Kinder – süße und vor allem nervige. Aus seinem jüngsten Opus las König jetzt vor.

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Rabiate Parodien der Realität

MAINZ (7. April 2016). Sollte irgendwann einmal – und das ist kaum anzunehmen – keiner mehr zu Kai Magnus Sting ins Kabarett kommen wollen, kann er das Echauffieren als Dienstleistung anbieten: Jemand anderes regt sich für einen selbst auf – das sollte er sich zur Sicherheit mal patentieren lassen…

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Bestnote im Versagen

MAINZ (31. März 2016). Wer das Scheitern zu seinem Lebensziel erkoren hat, befindet sich automatisch in einem Teufleskreis, denn indem er alles falsch macht, macht er alles richtig. Nico Semsrott hat einen Ausweg gefunden, der ihn auf die Kleinkunstbühnen der Republik führt.

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Mit federndem Groove

MAINZ (19. März 2016). A cappella ist in und hat viele Anhänger. Daran haben vor allem die Kölner Jungs von den „Wise Guys“ einen großen Anteil. Wenn die Idole aus dem Rheinland 2017 ihre Abschieds-Show gegeben haben, wird man nicht nur tolle Lieder, sondern auch diese Tatsache im Gedächtnis behalten. Eine Vokal-Band, die auf ähnlichen akustischen Pfaen wandelt, ist „Unduzo“ aus Freiburg. Jetzt machten sie im Unterhaus Station.

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Viele Teile bilden noch kein Ganzes

MAINZ (18. März 2016). Wo kriegt ein Kabarettist eigentlich seine Themen her? Natürlich aus den Nachrichten – Zeitung, Fenrsehen, Internet. Fritz Eckenga versucht es anders und geht „auf Halde“. Was er dort findet, nimmt er mit. Und macht daraus ein Programm.

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Spritztour mit dem lieben Gott

MAINZ (13. März 2016). Wenn Martina Schwarzmann aus ihrem Leben erzählt, dann meint man, mitten auf einem Bauernhof im tiefsten Bayern zu stehen. Die Komik der Liedermacherin und Kabarettistin ist fein, weil sie derb ist. Und dieser scheinbare Widerspruch ist nur eine Ingredienz jenes wunderbar intensiven Abends, den das Mainzer Publikum mit dieser Künstlerin erleben durfte.

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Musikalischer Riesenspaß

MAINZ (5. März 2016). Es gibt Menschen, die würde man gerne in ein Programm des Musikkabarettisten Hans Liberg mitnehmen: solche, von denen man weiß, dass sie den skurril-intelligenten Humor des Holländers teilen und verstehen – und dann solche, die das Ganze überhaupt nicht komisch finden können. Wenn man deren Gedanken lesen könnte – der Abend würde sicherlich noch unterhaltsamer.

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Deutschmann würde Dornfelder wählen

MAINZ (26. Februar 2016). Wer eine Kabarettvorstellung von Matthias Deutschmann besucht, muss vor allem eines: aufmerksam zuhören. Doch wer sich darauf einlässt, dem Künstler auf seinen Gedankenwegen zu folgen und sich somit traut, auch unbequeme Passagen zu bewältigen, bekommt sein Eintrittsgeld hoch verzinst.

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Singende Revolverschnauze

MAINZ (24. Februar 2016). Denkt man an die Flüchtlingsströme, die aktuell durch Europa ziehen, verheißen Botschaften aus Österreich derzeit selten Gutes. Es sei denn, sie werden von einem „Blonden Engel“ verkündet.

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Für den schnellen Hunger zwischendurch

MAINZ (22. Februar 2016). Essen und Trinken ist auch für das Kabarett ein dankbares Thema. dachten sich Jochen Malmsheimer und Thomas C. Breuer und schmissen ihre jeweiligen Zutaten für einen humorigen Eintopf zusammen. Den servierten sie jetzt im Unterhaus.

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Kuscheln in der heilen Welt

MAINZ (20. Februar 2016). Mit Groschenromanen ist es wie mit RTL II: Ist man bei „Frauentausch“ nur gelandet, weil man aus Versehen von der Fernbedienung abrutschte, blättert man in jenen Heftchen einzig, wenn man sie zufällig irgendwo findet und die ZEIT gerade nicht zur Hand hat. Saskia Krämer und Dirk Rave nehmen einem diese Lektüre ab und machen daraus ein faszinierend-komisches Spektakel.

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Bittere Tropfen mit Zucker

MAINZ (17. Februar 2016). Arnulf Rating hat für sein neues Programm „Rating akut“ weder Arzt noch Apotheker befragt. Antworten liefert ihm indes die Realität, woraus der Kabarettist wiederum bohrende Fragen formuliert hat. Die stellte er jetzt im Mainzer Unterhaus.

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„Es geht um Befindlichkeiten“

MAINZ (15. Februar 2016). Das neue Programm des Kabarettisten Arnulf Rating heißt „Rating akut“. Was er seinem Publikum mit diesem Titel verschreibt, lässt er im Interview mit schreibwolff.de anklingen.

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Ein Höhepunkt jagt den andern

MAINZ (14. Februar 2016). Man hängt förmlich an seinen Lippen, dabei steht der großartige Epik-Kabarettist heute gar nicht im Mittelpunkt: Er ist „nur“ der Moderator der 44. Verleihung des Deutschen Kleinkunstpreises im Mainzer Unterhaus.

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Das Versmaß aller Dinge

MAINZ (17. Januar 2016). „Oh wär’ ich / der Kästner Erich! / Auch wär’ ich gern / Christian Morgenstern. / Und hätt’ ich nur einen Satz vom Ringelnatz”, dichtete einst Heinz Erhardt bewundernd (und sich seines eigenen Talents durchaus bewusst). An Willy Astor hätten alle vier ihre helle Freude gehabt.

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Liebevolle Boshaftigkeiten

MAINZ (11. Januar 2016). Manche Schauspieler brauchen für ihre Rollen Kulisse und Kostüm, Mathias Richling reichen Sätze und Mimik, um glaubhaft in die Rolle des parodierten Politikers zu schlüpfen. In „Richling spielt Richling“ verknüpft er gekonnt Klassiker mit der Aktualität.

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„Schlechte Satire ist keine“

MAINZ (7. Januar 2016). Was darf Satire? Nicht nur am traurigen Jahrestag des feigen Anschlags auf die Redaktion des Pariser Magazins Charlie Hebdo bewegt diese Frage die Gemüter. Wir sprachen darüber mit dem Kabarettisten Henning Venske, Autor des jüngst erschienenen Buches „Satire ist nur ein Affe im Hirn“.

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Das Jahr im Rückspiegel

MAINZ (16. Dezember 2015). Was brachte das Jahr 2015? Im Fernsehen stehen jetzt wieder die Rückblicke an. Wer das Live-Resumee bevorzugt, dem bieten Kabarettisten vielfach Gelegenheit dazu. Wie Django Asül mit seinem „Rückspiegel 2015“.

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Übervoller Gabentisch

MAINZ (10. Dezember 2015). Wenn Gott geahnt hätte, was aus Weihnachten mal werden würde, hätte er sich das mit der Menschwerdung vielleicht noch einmal durch den Kopf gehen lassen. So aber zwingt die Krone der Schöpfung das Fest der Feste, seine Haut jedes Jahr aufs Neue zu Markte zu tragen – Weihnachts-Shows aller coleur mit inbegriffen.

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Eulenspiegel als Abgeordneter

MAINZ (3. Dezember 2015). Dem einen geht bei der Tatsache, dass der Satiriker Martin Sonneborn seit 2014 im EU-Parlament sitzt, das Messer in der Tasche auf, der andere amüsiert sich königlich, weil er als Souverän einen Eulenspiegel nach Brüssel entsandt hat. Ein Abend mit Sonneborn ist auf jeden Fall amüsant.

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Das Beste zum Dienstjubiläum

MAINZ (29. November 2015). Der Beamte als Staatsvertreter wird auf der Kabarettbühne gerne durch den Kakao gezogen. Die einen machen Witze auf seine Kosten, andere schlüpfen gleich ins Gewand der Exekutive: Jahrelang unterhielt Helmut Hoffmann als Postler, hat seinen „Dienst“ jedoch mittlerweile quittiert. Dirk Bielefeldt hingegen ist noch nicht amtsmüde und präsentiert anlässlich 25-jähriger „Polizeiarbeit“ein „Best of“ seines Ordnungshüter Holm.

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Eleganter Satiriker

MAINZ (26. November 2015). Frank Lüdecke ist im Kabarett bereits das, was man einen alten Hasen nennt, schließlich hat er die Beobachtung gemacht, dass ihn jüngere Kollegen bereits siezen würden. Dennoch hat er wache Augen und Ohren für das, was in unserem Lande vorgeht.

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Fragwürdige Moral

MAINZ (24. November 2015). Timo Wopp macht sich in seinem aktuellen Soloprogramm daran, der Moral nachzuspüren. Das dürfte dieser Tage eigentlich nicht allzu schwer sein. Der Abend im Unterhaus zeigt, wie man sich irren kann.

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Liebenswerter Besserwisser

MAINZ (23. November 2015). Kann ein Besserwisser sympathisch sein? Ja, vor allem, wenn man dafür Eintritt bezahlt, dass der Klugscheißer einem die Wirklichkeit vordoziert. Bernhard Hoëcker kann dies wie kein anderer.

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Sprache von wütender Schönheit

MAINZ (19. November 2015). Volker Pispers hat Recht: Wenn man ins Kabarett geht, sollte man vor allem die Vorstellungen von Künstlern besuchen, die man bis dato noch kaum kannte. Zugegebenermaßen macht man dann nicht immer die Erfahrung dessen, der auf dem Flohmakt einen echten Rembradt erworben hat. Bei René Sydow schon.

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Komödie ohne Witz

MAINZ (18. November 2015). Eine Distel ist in einem gepflegten Garten meist ein ungern gesehener Gast. Nicht umsonst hat sich das gleichnamige Berliner Ensemble die stachelige Pflanze gleichsam als Wappentier gewählt. Im Unterhaus spielte man jetzt „Im Namen der Rose“, statt piksende Dornen gab es jedoch nur stumpfe Stängel.

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Zwischen Tofu und Toskana

MAINZ (14. November 2015). Es lebt noch, das gute, alte linke Gewissen: Das Böse lauert überall, es personifiziert sich jedoch vor allem im Neoliberalismus. Auch der Kabarettist Thilo Seibel paddelt munter in diesem Fahrwasser, vergisst dabei jedoch eine Kleinigkeit: Wer trägt denn die Verantwortung? Immer die anderen?

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Von Nonsens und Naturwissenschaft

MAINZ (5. November 2015). Anfang November haben die deutschsprachigen Kabarettisten und Kleinkünstler ihr Telefon stets in Griffnähe, denn schließlich könnte sie ein Anruf der Jury, die die Träger des Deutschen Kleinkunstpreises ermittelt, erreichen. Auch dieser Tage fiel wieder die von vielen heiß erwartete Entscheidung.

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Treffende Karikaturen

MAINZ (2. November 2015). Wo auch immer Rainer Pause und Norbert Alich gastieren – irgendwie wird jeder Ort sofort rheinländisch annektiert. Der Frohsinn der beiden „gesetzten Herren“ vom Bonner Pantheon-Theater steckt einfach an. Das war auch im Unterhaus so, wo sie die „Früchte des Zorns“ ernteten.

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Taxi ins Kanzleramt

MAINZ (21. Oktober 2015). Unsere Bundeskanzlerin wandert gerne und liebt Kartoffelsuppe sowie selbstgebackenen Pflaumenkuchen. Weitere Einblicke in das Leben von Angela Merkel werden nur spärlich gewährt. Gut, wenn man einen kennt, der ganz nah an der Regierungschefin dran ist: Der Kabarettist Michael Frowin ist der „Chauffeur der Kanzlerin“.

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Ordentlich „Wildes Holz“ in der Hütte(n)

MAINZ (20. Oktober 2015). Eigentlich müsste im Trio „Wildes Holz“ noch eine Bratsche mitspielen, denn dieses Instrument ist „in der Szene“ nur zu gerne Objekt des Spotts. Doch die drei Musiker Tobias Reisige, Anto Karaula und Markus Conrads haben sich vor allem der Ehrrettung der Blockflöte verschrieben. Und sind damit alles andere als auf dem Holzweg.

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Bittere Erkenntnisse

MAINZ (16. September 2015). „Ich glaube natürlich an das Gute im Menschen und ich glaube auch weiterhin daran, dass die Mehrheit der Menschen in diesem Land guten Willens sind und ihre Menschlichkeit nicht verloren haben“, sagt Christoph Sieber über sein Programm „Hoffnungslos optimistisch“, das er jetzt im Unterhaus spielte und unterstreicht die Wichtigkeit des Humors: „Wenn wir den verlieren, dann ist wirklich alles verloren.“

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Visionär, Spötter und Mahner

MAINZ (10. September 2015). Wenn Thomas Freitag einen Politiker parodiert, dann machte er keine billige Nummer daraus, dann ist er beispielsweise ein Franz Josef Strauß. Das zeichnet ihn vor anderen seines Faches aus. Doch er verharrt nicht bei den Altvorderen, sondern macht aktuelles wie spannendes Kabarett – seit 40 Jahren. Mit einem Jubiläumsprogramm ist er derzeit auf Tournee.

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„30 Minuten relevantes Fernsehen“

MAINZ (8. September 2015). Es gab eine Zeit, da verzichtete das ZDF nahezu vollkommen auf das Segment Kabarett, was ohnehin nur in der ARD („Scheibenwischer“) und mit Mitschnitten in den dritten Programmen präsent war. Mit „Neues aus der Anstalt“ schlug man 2007 ein neues Kapitel auf, das seither kontinuierlich weitergeschrieben wird. Zum Beispiel am 15. September, wenn die erste Ausgabe von „Mann, Sieber!“ über den Bildschirm flimmert.

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Blaskapelle trifft Techno

ALZEY (28. August 2015). Das lauschige Ambiente des Alzeyer Schlosshofs lädt fast zwingend zu Open-air-Konzerten ein. Und diese Offerte verstärkt das Da capo-Festival mit einem ansprechenden Programm aus Musik und Kabarett. In diesem Jahr standen Lars Reichow, Milow sowie Chantal im Konzertkalender. „LaBrassBanda“ komplettierte das Quartett und riss das Publikum von den (vorsorglich?) ohnehin nicht aufgestellten Stühlen.

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Ein Eulenspiegel mit Resonanzraum

ELTVILLE (14. August 2015). Der „Kontrabass“ von Patrick Süskind passt bestens ins Programm des Rheingau Musik Festivals. In der lauschigen Atmosphäre der Domäne Rauenthal spielte jetzt Walter Renneisen das Stück, das mit zu den meistgespielten Werken an deutschsprachigen Bühnen gehört.

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Zwischen Rheingau-Riesling und Cuba libre

MARTINSTHAL (28. Juli 2015). Das Rheingau Musik Festival begann ganz klassisch – nicht nur vor bald 30 Jahren, sondern auch 2015 mit Musik von Wagner und Rossini. Das Programm ist mittlerweile auch bunt gespickt und immer wieder trifft man auf stilistisch Kapriziosen: zum Beispiel die „Zucchini Sistaz“.

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Publikum als Leinwand

MAINZ (13. Juni 2014). Wie begründete die Jury noch einmal die Verleihung des Deutschen Kleinkunstpreises 2015 an Martin Zingsheim: Er sehe mit Ironie und Spott auf Gott und die Welt. Dabei wirke er auf Anhieb geradezu harmlos, um im nächsten Moment mit ausgesuchten Pointen zu überraschen – am Klavier mal heiter bis böse, mal lyrisch bis nachdenklich. Zingsheims neues Solo „Kopfkino“ ist der Beweis.

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Puzzleteile ohne Verbindung ergeben ein kolossales Bild

MAINZ (12. Juni 2015). Wer den Auftritt von „Ulan & Bator“ beschreiben möchte, steht vor einer schwierigen Aufgabe, denn wenn man seine Worte noch einmal überdenkt, wird klar, dass sie das Erlebte nur unzureichend einfangen können. Diese Form der Kleinkunst ist einzigartig – und ihr Unterhaltungswert übergroß. Man muss sich nur fallenlassen (können).

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Brillantes Plädoyer

MAINZ (10. Juni 2015). Max Uthoff versteht es wie kaum ein anderer, mit der Stimmung im Publikum zu jonglieren. Eben will man nach aus vollem Halse lachen, dann bringt man verschämt keinen Ton mehr heraus. In seinem aktuellen Programm „Gegendarstellung“ trifft er den Nerv des Publikums punktgenau.

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Wechselbad der Stimmungen

MAINZ (2. Juni 2015). Gerade noch geschafft: Zum letzten Mal spielte Christoph Sieber im Unterhaus sein aktuelles Programm „Alles ist nie genug!“. Und am Ende des Abends ist eines klar: Auch das neue, „Hoffnungslos optimistisch!“, muss man sehen.

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Heinz – eine Jugend in Deutschland

MAINZ (1. Juni 2015). Heinz Becker, jene mittlerweile bereits legendäre Kunstfigur das Kabarettisten Gerd Dudenhöffer, teilt eine Eigenschaft mit den Bewohnern von Entenhausen: Auch er altert nicht. Trotzdem hat auch er seine Geschichte, die im 16. Bühnenprogramm des saarländischen Künstlers erzählt wird – wie immer exklusive aller political correctness.

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Ein Nachrichtensprecher sieht rot

MAINZ (29. Mai 2015). Früher wurde der Überbringer einer schlechten Nachricht getötet, heute sitzen sie als Moderatoren vor der Kamera. Auch der Kabarettist Christian Ehring ist rotlichterprobt und spielt seinen Anchorman Elmar Stelzwedel daher mit Verve. Diese Melange ergibt ein pfiffiges Bühnenstückchen mit Aktualitätsgarantie.

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Von Löwen und Sachsen

MAINZ (22. Mai 2015). Wenn sich ein erfolgreicher Schauspieler als Comedian probiert, stehen die Chancen nicht schlecht, dass er auch hier zum Bühnenliebling avanciert. Rick Kavanian steht gleich auf mehreren Standbeinen. Und das recht fest, was er mit seinem Programm „Offroad“ einmal mehr unter Beweis stellt.

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Statt Sekt noch nicht mal Selters

MAINZ (8. Mai 2015). Seltsam: Im „Ersten Deutschen Zwangsensemble“ kann Mathias Tretter gemeinsam mit Claus von Wagner und Philipp Weber überzeugen, doch solistisch hat er nicht das Fortune seiner Kollegen. Sein aktuelles Programm „Selfie“ ist nicht scharf, sondern leider nur äußerst verwackelt.

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Hanns Dieter Hüsch zum 90.

MAINZ (6. Mai 2015). Franz Hohler und Erwin Grosche waren Weggefährten von Hanns Dieter Hüsch, der am heutigen Tag seinen 90. Geburtstag hätte feiern können. Doch der große Kleinkünstler starb vor zehn Jahren. Seiner gedachten die Freunde und Kollegen jetzt im Unterhaus mit einer bewegenden wie unterhaltsamen Hommage.

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Der Stammtisch in uns

MAINZ (14. April 2015). Heinz Becker – ein Allerweltsname. Und eine Allerweltsfigur, die Gerd Dudenhöffer in seinen Kabarettprogrammen auf die Bühne stellt. Hier steht ein Mensch aus Fleisch und Blut und doch nur eine Figur, eine Schimäre. In ihr kann und soll sich das Auditorium spiegeln – und muss ertragen, was es dort sieht.

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Amüsanter Ritt durch die Kunstgeschichte

MAINZ (25. März 2015). Ist das Kunst oder kann das weg? Diese Frage wählte schon Mike Krüger als Name eines Bühnenprogramms. Das Genre bietet eine große Angriffsfläche für Witze aller Art. Wie man sich hier tiefgründig amüsiert, zeigt derzeit der Kabarettist Jürgen Becker in „Der Künstler ist anwesend“.

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Pointen präzise platziert

MAINZ (19. März 2015). Waffenhersteller, Energielieferanten, Pharmaunternehmen, Tabakindustrie – alle haben ihre Lobbyisten, die den Politikern versuchen, den „richtigen“ Weg zu zeigen. Adrian Engels und Markus Riedinger („Onkel Fisch“) haben sich dieser Spezies angenommen und präsentieren ihr neues Programm „Neues aus der Lobbythek“.

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Eigenwilliger Religionsunterricht

MAINZ (11. März 2015). Kerim Pamuk und Lutz von Rosenberg Lipinsky – jeder ist für sich als Solo-Kabarettist erfolgreich. Für das Programm „Brüder im Geiste“ haben sie sich zusammengetan, der Muslim und der Protestant. Gemeinsam geben sie dem Publikum eigenwilligen Religionsunterricht.

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Heiter und böse, lyrisch und nachdenklich

MAINZ (22. Februar 2015). Die Träger des Deutschen Kleinkunstpreises 2015 standen schon seit November fest. Jetzt nahmen Christoph Sieber, Stefan Stoppok und Matthias Egersdörfer sowie Martin Zingsheim und Gerd Dudenhöffer im Unterhaus die Auszeichnungen entgegen.

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Zum Glück nicht tot zu kriegen

NIEDERNHAUSEN (19. Februar 2015). Werwölfe sind nicht totzukriegen, wenn man nicht gerade einen mit silbernen Kugeln geladenen Revolver zur Hand hat. „Untote“ im besten Sinne sind auch die Mitglieder der Ersten Allgemeinen Verunsicherung aus Österreich: Im Rhein-Main-Theater machte die Band jetzt auf ihrer „Werwolf-Attacke“-Tour Station.

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Göttliche Finger, Arme und Beine

FRANKFURT (11. Februar 2015). Was geschieht, wenn wir träumen? Das Tanztheater Pilobolus zeigt es uns in „Shadowland“, einer packenden Tanzshow, die vor allem durch die Reduktion fasziniert: Mit atemberaubender Körpersprache wird eine Geschichte vor allem mit den Mitteln des Schattentheaters dargestellt. Seit ihrer Uraufführung 2009 ließen sich mehr als eine Million Menschen durch dieses sinnliche Spektakel verzaubern.

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Aus Ernst wird Spaß

MAINZ (4. Februar 2015). Ob ein Klassikfan nach einem Abend mit den Musikkabarettisten von [ʽpro:c-dur] nun zum Rocker avanciert oder der Freund harter Beats die Feinheiten des Barock lieben lernt, sei dahingestellt. Beide erleben einen äußerst unterhaltsamen wie klangvollen Abend.

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Sieht aus wie Ali, spricht wie Hans

MAINZ (2. Februar 2015). Einem breiteren Publikum ist Fatih Çevikkollu durch die Comedy-Serie „Alles Atze“ bekannt, in der er neben Hauptdarsteller Atze Schröder unter anderem gemeinsam mit Heike Kloss (als Biene), Norbert Heisterkamp (als Harry) und Jürgen Mikol (als Pläte) galant die mit spitzer Feder gezeichnete Figur des perfekt integrierten Deutschtürken Murat spielt. Das klappt auch auf der Bühne.

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Zeitsprünge mit Krückstock

MAINZ (29. Januar 2015). Keine Frage, die Inszenierung des „Hundertjährigen, der aus dem Fenster stieg und verschwand“ in den Mainzer Kammerspielen erzählt die Geschichte von Jonas Jonasson rasant. Aber reicht das?

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Vogelattacken im ganzen Land

MAINZ (24. Januar 2015). Nach „Psycho“ haben Matthias Brandt und Jens Thomas mit „Angst“ eine weitere literarische Lesung kreiert, die ihnen die ungeteilte Aufmerksam des Auditoriums sichert. Im Frankfurter Hof herrscht atemlose Stimme, als die beiden ihren Held Robert der Attacke von „gefiederten Freunden“ aussetzen.

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Negida auf dem Vormarsch

MAINZ (21. Januar 2014). Ein Mohrenkopf heißt jetzt politisch korrekt Schaumkuss. Und schon gar nicht Negerkuss! Der Kabarettist Marius Jung macht sich in seinem Programm „Singen können die alle“ Gedanken über diesen Sinneswandel. Er ist dunkelhäutig, sein Humor ist schwarz.

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Hundertjähriger Münchhausen aus Schweden

MAINZ (25. Januar 2015). Am 29. Januar feiert in den Mainzer Kammerspielen die Bühnenfassung des Romans „Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand“ von Jonas Jonasson Premiere.

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Savoir vivre mit Solei und Essiggurke

MAINZ (19. Januar 2015). „Badesalz“ kommt mit einem neuen Theaterstück in die Mainzer Phönixhalle: „Dö Chefs“ ist der Titel. Klar, dass man da hin muss. Da braucht man gar net drübber redde…

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Akustische Mörderjagd im nebligen London

MAINZ (18. Januar 2015). Auf der Bühne fünf Stühle, Mikrofone, Textbücher und zahlreiche Requisiten, mit denen man Geräusche machen kann: ein Kühlschrank, eine Tür, ein Wasserbottich, Flaschen, Gläser, Laub. Und ein paar mysteriöse Morde. Dazu vier bestens aufgelegte Sprecher um Bastian Pastewka – Vorhang auf für das Live-Hörspiel „Paul Temple und der Fall Gregory“.

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Herrlich haarsträubende Musik-Comedy

MAINZ (15. Januar 2015). Wenn die Fans so richtig traurig darüber sind, dass eine Gruppe aufhört, dann sollten es sich die Mitglieder nochmal überlegen. Das haben die „U-Bahn-Kontrollöre in tiefgefrorenen Frauenkleidern“ getan. Ihr Entschluss steht jedoch fest. Was nicht heißt, dass sie nicht doch noch dann und wann Konzerte geben. Mainz war jetzt Startpunkt einer kleinen Tournee durch die Region.

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Zirkus mit Pferd und anderem Getier

MAINZ (8. Januar 2015). Den Hund „Wiwaldi“ kennt man vielleicht aus der WDR-Sendung „Zimmer frei“, wo die freche Handpuppe als haariger Sidekick des Moderatorenteams Christine Westermann und Götz Alsmann auftritt und als Spinn-off bald seine eigene „Talkshow“ bekam. Mit seinen Kumpanen bestreitet er auch ein veritables Bühnenprogramm.

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Beobachten, analysieren, bewerten

MAINZ (17. Dezember 2014). Wem das, was man dieser Tage in den zahlreichen TV-Jahresrückblicken sieht, nicht gefällt, der kann abschalten. Oder er lässt sich das Resumee wunderbar abgeschmeckt live servieren: Django Asül bat hierfür jetzt im Frankfurter Hof gleichsam zu Tisch.

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Ganz großes Kino

MAINZ (13. November 2014). Ein Blick ins Unterhaus-Programm beweist, dass derzeit viele richtig gute Kabarettisten die Bühne bevölkern: vielversprechende Nachwuchstalente, Beobachter mit wachem Blick und natürlich so mancher alte Haudegen. Ein solcher ist zweifelsohne Richard Rogler.

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Weihnachten in Flaschen

MAINZ (7. Dezember 2014). Das Weihnachts-Special des GlasBlasSing-Quintetts richtet sich an alle, die sich auf das Christfest freuen. Und auch an die, die davon schon in der Adventszeit genug haben. Also an alle.

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Über die letzten Dinge

MAINZ (4. Dezember 2014). Wer den Tod fürchtet, hat das Leben verloren“, sagte der deutsche Dichter Johann Gottfried Seume einst. Wer ihn allerdings auf der Kabarettbühne sieht, verliert alle Angst. Und kann daher tatsächlich „etwas erleben“…

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Einmal Depression und zurück

MAINZ (26. November 2014). Da kommt er nicht mehr raus: Nico Semsrott will scheitern, doch Publikum und Kabarettpreis-Jurys lassen ihn nicht. Ein Teufelskreis, ja. Aber ein äußerst unterhaltsamer. Und ein vielschichtiger, wie das Unterhaus-Debüt dieses brillanten Satirikers zeigte.

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Singender Satansbraten

MAINZ (25. November 2014). Als Anna-Maria Scholz 2008 den Deutschen Kleinkunstpreis in der Sparte Chanson erhielt, lobte die Jury die Sängerin als „unvergleichlich Antidiva“, deren Gesang und Texte ein „feinfühliges wie widerspenstiges Temperament“ spiegelten. Was damit gemeint war, zeigte die Ausgezeichnete mit ihrem neuen Programm im Unterhaus.

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Unterhaltsames Warten auf „Mr. Right“

MAINZ (21. November 2014). „Ruhe bewahren!“, heißt das neue Programm von Luise Kinseher und ist nach „Einfach reich“ erneut ein Knaller dieses bayerischen Pfundskerls weiblichen Geschlechts. Da sage noch mal einer, es gebe kaum gute Kabaretistinnen…

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Querdenker und Visionär

MAINZ (19. November 2014). Mit seinem Kammerspiel „Der kaltwütige Herr Schütlöffel“ war Thomas Freitag bereits vor zwei Jahren im Unterhaus zu Gast. Die aufrüttelnde Farce des Bibliothekars, dessen Musentempel wegrationalisiert werden soll, hat an Akualität indes kein Jota eingebüßt, weswegen ein erneuter Besuch offenbar Not tut.

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Einladung zur nationalen Nabelschau

MAINZ (12. November 2014). Wenn die deutsche Fußball-Nationalmannschaft verliert, verlieren die, gewinnt sie, gewinnen wir. So einfach ist das mit dem Nationalbewusstsein. Oder doch nicht? Die neue Produktion des „Düsseldorfer Kom(m)ödchens“ klärt auf.

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Deutliche Worte im bayerischen Dialekt

MANZ (8. November 2014). Er ist ein Mann der deutlichen Worte – auch in seinem neuen Programm „Da sagt der Grünwald Stop“. Dankenswerterweise beschränkt sich Günter Grünwald nicht wie manche seiner Kollegen darauf, Gags aus der eigenen TV-Show auf die Bühne zu zerren: Hier bietet er etwas Eigenständiges, was das Publikum im Frankfurter Hof durchaus zu goutieren wusste.

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Mit norddeutscher Gelassenheit

MAINZ (6. November 2014). Simon & Jan aus Oldenburg haben sich aufgemacht, eine neue Generation der Liedermacher auf den deutschen Kleinkunstbühnen zu etablieren. Wie gut ihnen das gelingt, durfte jetzt das Unterhaus-Publikum erleben.

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Verstörend und betörend

MAINZ (5. November 2014). Wer Freitag spät abends das ZDF einschaltet, sieht die „heute-show“ mit Oliver Welke – und vielen weiteren herausragenden Kabarettisten, die einen scharfen Blick aufs Zeitgeschehen werfen. Unter ihnen ist auch Christine Prayon, die jetzt wieder mal im Mainzer Unterhaus Station machte, wo sie 2012 den Deutschen Kleinkunstpreis erhielt.

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Und der Deutsche Kleinkunstpreis geht an…

MAINZ (4. November 2014). Spannend war sie wieder mal, die Sitzung der Jury, die die Träger des Deutschen Kleinkunstpreises ermittelt. Nun stehen die Gewinner fest und nicht nur die Preisträger dürfen zufrieden sein: Im Februar 2015 wird ein honoriges Quintett ausgezeichnet!

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Heißer Ritt auf dem Klischee

MAINZ (24. Oktober 2014). Man(n) möchte den Damen da auf der Unterhaus-Bühne fast zurufen: „Mensch Mädels, das könnt Ihr doch besser. Da ist doch mehr drin!“ Aber „The Cat Pack“ nimmt auch in ihrem Programm „Sekt and the city (Teil 2)“ den einfacheren Weg: Schließlich ist er so flach wie viele der gehörten Witze. Warten wir also auf Teil 3.

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Der spricht wie gedruckt

MAINZ (14. Oktober 2014). Wenn ein guter Künstler „das Beste“ aus seinem Schaffen vortragen will, malträtiert ihn bei der Pogrammgestaltung notgedrungen die Qual der Wahl. Wie groß muss diese für jemanden wie Axel Hacke sein? Doch des Einen „Leid“ ist ja zuweilen des Anderen Freud’: in diesem Fall des Publikums im Frankfurter Hof.

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Große Freiheit Nr. 1

MAINZ (10. Oktober 2014). Nach dem Glück hat sich der Mainzer Kabarettist einem weiteren großen Thema zugewandt: der Freiheit. In der Mainzer Rheingoldhalle stellte er das aktuelle Programm jetzt seinem Premierenpublikum vor. An diesem Abend frei hatten aber weder dessen Lachmuskeln noch Herz und Gehirnwindungen.

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Flaschen auf der Bühne

MAINZ (5. Juni 2014). Auf einer Flasche kann man so manche Töne erzeugen: Wer es nicht schafft über ihre Öffnung zu blasen, kann sie für ein einmaliges Geräusch immerhin fallen lassen. Musikalischere Menschen pusten hinein. Und dann sind da noch die Jungs vom „GlasBlasSing-Quintett“, die die Pulle zum Instrument und ein Sixpack zur Band machen.

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Im Salon des 21. Jahrhunderts

MAINZ (22. Mai 2014). Pigor und Eichhorn stehen für den neuen Canson, intelligente Kombination von Text und Musik sowie pointierte Kommentare als Salonlöwen des 21. Jahrhunderts. In dieser Tradition kreieren sie seit Jahren ihre Programme, von denen sie mittlerweile das achte spielen.

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Die Dialektik des Dialekts

MAINZ (21. Mai 2014). „Hömma, weiß Bescheid!“ heißt das aktuelle Bühnenprogramm des Duisburger Kabarettisten Kai Magnus Sting. Er verknüpft den Regiolekt des Ruhrdeutsch kongenial mit alltäglichen Geschichten und geht dabei gerne mit dem Publikum auf verbale Tuchfühlung.

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Entlarvende Naivität

MAINZ (6. Juli 2014). Geschichtenerzähler sind derzeit en vogue – besonders, wenn sie Dichtung und Wahrheit so genial miteinander verschmelzen lassen wie Horst Evers. Der präsentiert jetzt sein aktuelles Programm im Unterhaus.

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Publikum kugelt sich vor Lachen

MAINZ (3. Mai 2014). Sollte einem der Vortrag von Jürgen B. Hausmann im breitesten rheinischen Dialekt etwas zu karnevalistisch vorkommen, wird sich das kaum vermeiden lassen: Der Kabarettist selbst ist in der fünften Jahreszeit als Redner aktiv und schreibt seine Programme nach eigener Aussicht auch zur Überbrückung der fastnachtsfreien Zeit. Sein Publikum braucht keine Pappnase. Aber starke Lachmuskeln.

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Von Steaks und schlechten Jägern

MAINZ (2. Mai 2014). Vorsicht, ganz heißes Eisen: Wer sich heute über Vegetarier lustig macht, hat es mit einer wachsenden Gruppe zu tun. Wie also bringt man das Thema auf die Kabarettbühne? Holger Paetz macht’s vor – beispielhaft.

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Rollenspiele mit Botschaft

MAINZ (16. April 2014). Die Themen für das Kabarett bieten sich dem Kleinkünstler derzeit dar wie eine rieseige Wiese. Auf ihr pflückt auch Eva Eiselt die Zutaten für ihr Programm „Neurosen und andere Blumen“, das mittlerweile dritte Solo.

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Tiefsinniger Nonsens

MAINZ (9. April 2014). Glücklich ist er nicht mit seinem Namen: Wolfgang! Daher nennt er sich „el mago masin“ und ist weit mehr als ein Comedian: Gemeinsam mit seinem Publikum erlebt er die gesungenen Lieder, die absurden Nonsens klangvoll in sprachgewaltigen Wortwitz kleiden.

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Gruppendynamisch genervt

MAINZ (3. April 2014). Laut einer Abstimmung unter deutschen Bürgern rangiert der Dialekt ihrer sächsischen Landsleute immerhin auf Platz 5 der beliebtesten Mundarten – wenn auch hinter Berlinerisch und Schwäbisch! Ein Abend mit der Band „Zärtlichkeiten mit Freunden“ aus Riesa und das Ranking würde anders ausfallen…

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Der Unterschied zwischen Kabarett und Comedy

MAINZ (22. März 2014). Mit dem Träumen ist das so eine Sache: Mal will man gar nicht mehr aufwachen, so schön sind die nächtlichen Hirngespinst, die einem den Schlummer versüßen. Oder man wehrt sich gegen sie und ist froh, wenn man schweißgebadet aus den Laken aufschreckt und der Albtraum endlich vorbei ist. Dieter Nuhr nennt sein aktuelles Programm „Nuhr ein Traum“ – und lässt die Deutung offen.

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Irgendwie aus der Zeit gefallen

MAINZ (13. März 2014). Mit vielen Nummern Erwin Grisches geht es einem wie mit Sketchen von Lorito: Man kann sie mmer wieder sehen. Daher verspricht auch der retrospektive „Warmduscherreprot Vol. 2“ wunderbare Stunden voll großer Kleinkunst.

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Glänzende Augen im Publikum

MAINZ (12. März 2014). Zwar gastiert immer wieder ein Zirkus in der Stadt, doch haben Musik vom Band und Aspekte des Tierschutzes der Manege mittlerweile doch viel von ihrem einstigen Glanz geraubt. Da tut es gut, wenn Künstler wie Gardi Hutter die Tradition auf ihre Weise lebendig halten.

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Ohne Rolf und mit Alfons

MAINZ (10. März 2014). Ein Mal im Jahr wird das Unterhaus zum Fernsehstudio – dann, wenn der Deutsche Kleinkunstpreis verliehen wird. Und weil an den folgenden Abenden ebenfalls hochkarätige Kabarettisten gastieren, wird zuweilen einfach „durchgedreht“.

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Deutscher Kleinkunstpreis 2014 verliehen

MAINZ (9. März 2014). Licht aus, Spot an: Auch in seiner 42. Auflage hat der Deutsche Kleinkunstpreis nichts an seiner Attraktivität verloren und noch immer hoffen die deutschsprachigen Kabarettisten, am Tag der Jurysitzung den ersehnten Anruf zu bekommen.

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Den richtigen Ton getroffen

MAINZ (8. März 2014). „Ist das Kunst oder kann das weg?“ So lautete der Programmtitel eines Abends mit dem legendären Mike Krüger. Michael Frowin und Thomas Quasthoff gehen einen Schritt weiter: „Keine Kunst“ heißt ihr Kabarett. Zu Unrecht…

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Kleine Besetzung mit großer Wirkung

MAINZ (20. Februar 2014). Bernd Lafrenz liebt William Shaksepeare. Das mekt man in jeder seiner Produktionen, in denen die großen Dramen und Komödien auf die Kleinkunstbühnen bringt. Auch im Shakespeare-Jahr 2014 hat er einen prall gefüllten Tourneeplan. Neu im Repertoire: „Falstaff oder Die lustigen Weiber von Windsor“.

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Die hohe Kunst der Absurdität

MAINZ (14. Februar 2014). Wenn Oropax auftritt, bleibt kein Auge trocken. „Chaos Royal“ ist wieder eine grandiose Show und zeigt einmal mehr, dass man die besten Clowns auch (und vor allem!) außerhalb der Zirkusmanege erleben kann.

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Erinnerungslücken gefüllt

MAINZ (12. Februar 2014). Matthias Deutschmann, der Mann mit dem Cello: Wie man eine Sonate von Bach immer wieder hören kann, ruft auch der Kabarettist Themen, die man zu schnell vergessen hat, wieder ins Gedächtnis.

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Das Warten ist nicht umsonst

MAINZ (6. Februar 2014). Der Mensch muss trinken. Ob es tatsächlich zwei bis drei Liter am Tag sein müssem, darüber gehen die Meinungen auseinander. Philipp Weber hat für sein Programm „Durst! Warten auf Merlot“ nicht nur das gut recherchiert und komponiert Wissenswertes und Unterhaltung zu einer prickelnden Cuvée.

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Kunstschmied des Satzbaus

MAINZ (20. Januar 2014). In Zeiten, in denen Unternehmen mit Entschleunigung werben, scheint ein Mann wie Piet Klocke unrettbar verloren. Er, der nach jedem Halbsatz abbiegt und keine Idee zu Ende verfolgt, spielt seine Zerstreutheit perfekt. Wer so etwas kann, muss eigentlich das Gegenteil leben und sein. Im Fall von Piet Klocke fließt diese Existenz in wohl ausformulierte Gedanken von bizarrer Sprachschönheit. Oder wie er postuliert: „Kann ich hier mal eine Sache zu Ende?!“

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Sehen mit den Ohren

MAINZ (15. Januar 2014). Schauergeschichten ersetzen in früheren Tagen Kino und Fernsehen. Heute bekommt man es via Internet und DVD frei Haus. Auf die Tradition besinnen sich Schauspieler Matthias Brandt und Pianist Jens Thomas mit ihrer Lesung von „Psycho“. Und das ist nun mal keine Gute Nacht-Geschichte…

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Die Lunte im Heuhaufen der Poesie

MAINZ (21. November 2013). Bei Johann König macht es die Mischung: Was er erzählt, ist gekonnt beobachtet – wie er es tut pointiert ausformuliert. Dabei entwickelt sich der Comedian immer weiter und hat der glänzend gespielten Hemmung auf zwei Beinen eine neue überraschende Seite abgewonnen. Nicht umsonst warnt sein neues Programm vor „Feuer im Haus“…

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Eierpunsch im Baströckchen

MAINZ (18. November 2013). Weihnachten mit Malediva ist immer ein Fest! Und da Spekulatius und Dominostein auch schon seit dem Spätsommer im Angebot sind, macht es gar nichts, dass die begnadeten Kabarettisten ihr entsprechendes Programm im Unterhaus noch vor dem ersten Advent spielen.

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Gelungen gesungen

MAINZ (13. November 2013). Kleinkunst speist sich aus mehreren Kanälen und einer davon ist das Chanson. Moderner kommt das Genre zuweilen in der Gruppe daher. Und da A cappella-Gesang derzeit in aler Munde ist, lernt man irgendwann auch „Vocal Recall“ kennen.

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In Dr. Mabuses Sprechstunde

MAINZ (5. Oktober 2013). Was hilft gegen die Depression? Humor. Und den verschreibt Arnulf Rating in seinem neuen Programm „Ganz im Glück“ in hoher Dosierung.

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Der Deutsche Kleinkunstpreis 2014 geht an…

MAINZ (5. November 2013). Erneut hat die Jury des Deutschen Kleinkunstpreises für das Jahr 2104 honorige Künstler nominiert und gekürt. Am 9. März wird das Quintett, das alle Sparten des deutschspraczhigen Kabaretts bespielt, die Auszeichnung im Unterhaus von Moderator Volker Pispers entgegennehmen.

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Und plötzlich steht die Welt im Garten

MAINZ (31. Oktober 2013). Dass die Unterhaus-Premiere von Gerd Dudenhöffers neuem Programm „Die Welt rückt näher“ ausgerechnet auf Halloween fiel, war gewiss Zufall. Aber es passte, denn als Heinz Becker verteilt er gerne „Süßes und Saures“ – wohliges Gruseln ist wie immer garantiert.

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Ein Leben in vollen Zügen

MAINZ (29. Oktober 2013). Als Kabarettistin ist Zink natürlich eines: viel unterwegs. Da war es nur eine Frage Zeit, bis die Rheinländerin sich des Themas Reisen annimmt. Im Unterhaus durfte das Publikum jetzt sozusagen mit Zink auf Tour gehen.

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Revolverschnauze mit Platzpatronen

MAINZ (22. Oktober 2013). Man hat ihn schon als Scharfrichter des Kabaretts geadelt: Wilfried Schmickler, bereits zweifach mit dem Deutschen Kleinkunstpreis ausgezeichnet. Mit dem Beil, das er in seinem aktuellen Soloprogramm schwingt, sollte er allerdings noch mal zum Schleifstein gehen.

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Bewegende Ein- und Rückblicke

MAINZ (17. Okotober 2013). Nach Auftritten mit der „Kapelle der Versöhnung“ ist Rainald Grebe wieder solo unterwegs: „Ich will abspecken, runterkommen – auch inhaltlich.“ Von wegen…

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Der fränkische Kafka

MAINZ (4. Oktober 2013). Matthias Egersdörfer kann so richtig herrlich schlecht drauf sein, was er in seinen ersten Programmen bewiesen hat. Dabei erwies er sich jedoch immer als brillanter Geschichtenerzähler. Mit seinem neuen Solo „Vom Ding her“ betritt er eine neue Dimension, in der Dichtung und Wahrheit siedend verschmelzen.

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Ausrasten statt einlenken

MAINZ (30. September 2013). Jeder Fan der ZDF-Satiresendung „heute-show“ fiebert seinem Auftritt entgegen: Gernot Hassknecht und sein aufbrausendes Temperament sind eines der Markenzeichen des Formats. Auch auf der Bühne macht der Schauspieler Hans-Joachim Heist eine gute Figur und erläutert das „Hassknecht-Prinzip“.

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Niemals geht man so ganz

MAINZ (27. September 2013). 2012 war Schluss mit „Ganz schön feist“ – für die Kleinkunst und die Freunde gepflegter A cappella-Musik ein herber Schlag. Im Showbusiness würde man eine baldige Rückkehr der Gruppe als billigen PR-Schachzug verurteilen – und sich trotzdem freuen. Genau diesen Gefallen tut einem das Trio jetzt: Als Duo.

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Munteres Spiel mit dem Tabubruch

MAINZ (26. September 2013). Mut zur Frechheit, den haben sie: Jasper Diedrichsen und Moritz Neumeier pflegen als Duo „Team & Struppi“ das Bürsten gegen den Strich. Und das äußerst lustvoll wie unterhaltsam. Ihr Programm „Machtergreifung“ ist daher hoffentlich wörtlich zu nehmen!

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Nachrichten aus Absurdistan

MAINZ (23. September 2013). Auch wenn er es nicht gerne gehört: Konstantin Wecker gehört zu dieser Republik wie die etablierten Parteien. Der markante Unterschied: Ihn kann man nicht abwählen – zum Glück!

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Pegasus ohne Kapp‘

MAINZ (18. September 2013). Wer Gerd Dudenhöffers Kunstfigur Heinz Becker kennt und schätzt, wird an ihr die trockene Bissigkeit leben, mit der sie die Welt um sich herum kommentiert. Ihr Schöpfer ist allerdings vielschichtiger, wie er jetzt in einer Lesung eigener Gedichte zeigte.

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Gegensätze, die sich anziehen

MAINZ (13. September 2013). Sie sind die letzten ihrer Art. So wie sie miteinander umgehen, das gab es nur bei Lord Fauntleroy und dem kleinen Cedric oder Heidi und dem Großvater. Meint Opa Henning Venske. Gegen letzteren Vergleich setzt sich Enkel Kai Magnus Sting zur Wehr. Und nicht nur dagegen.

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Dampfplaudern für Deutschland

MAINZ (12. September 2013). Was die Politik nicht vermag, „ONKeL fISCH“ will es schaffen: Dem Volk wieder ein bisschen Stolz auf’s eigene Land vermitteln, ohne auf die Leidkultur der Leitkultur zu bemühen. Alle Fluchtwege sind verstellt, denn: „Auswandern gilt nicht“.

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Comedy mit jähem Verfallsdatum

MAINZ (10. September 2013). Treten zwei Damen als kabarettitisches Doppel auf, werden stets wehmütige Erinnerungen an die genialen „Missfits“ wach. Der Wehmut verschwindet allerdings, wenn die neuen Gesichter ebenso kantiges Format beweisen. Auch bei „Creme double“ ist dies der Fall – zumindest über weite Strecken.

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Auf dem Zeitstrahl des Aberwitzes

MAINZ (5. September 2013). In der Münsterstraße 7 wurde durchgefegt, die Getränke sind gekühlt, die Bar ist gut bestückt und der Spundekäs‘ frisch angerührt. Höchste Zeit also, dass sich im Unterhaus auch der Vorhang wieder hebt, um Kabarettisten und Comedians, Sängern und Poeten sowie Dichtern und Denkern ein Podium zu geben. Den Anfang machte Tobias Mann mit seinem neuen Programm „Verrückt in die Zukunft“.

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„alle fünfe!“, aber kein „strike!“

MAINZ (16. Juni 2013). Der Vorhang fällt, und alle Fragen offen? Dem Unterhaus-Publikum haben die Künstler in der mit einem Auftritt von „6-Zylinder“ zu Ende gegangenen Spielzeit zumindest zahlreiche Antworten gegeben. Auch die letzte hörte sich gut an.

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Ein liebenswerter Chaot nach Noten

MAINZ (14. Juni 2013). Matthias Brodowy hat 2013 den Deutschen Kleinkunstpreis bekommen: persönlich und für seine musikalische Begletung, die Musiker Wolfgang Stute und Carsten Hormes. Auch solistisch verdient er die Auszeichnung, was er mit seinem aktuellen Programm „Kopfsalat“ beweist.

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Auf den Schwingen eines teuflisch guten Paradiesvogels

MAINZ (10. Juni 2013). Kay Ray liebt die Extreme – optisch, stilistisch und inhaltlich. Wollte man ihn in eine Schublade stecken, würde sie binnen Sekunden splitternd zerbrechen. Solche Künstler braucht die Szene wie ein Verdurstender das kühle Nass!

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Paartherapie vor Publikum

MAINZ (31. Mai 2013). Mann und Frau, Frau und Mann – das ewige Thema eben. Oder doch nicht? Jennifer und Michael Ehnert kämpfen auf der Kabarettbühne mit- wie gegeneinander. Und schon ist das alte Thema irgendwie ein Stück weit neu.

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Zwischen Afghanistan und Kaffeekasse

MAINZ (27. Mai 2013). „Drei Engel für Charlie“ sorgten in der erfolgreichen Fernsehserie Ende der 1970er Jahre zumindest für ein partiell sicheres Amerika. Damit auch Deutschland in den Genuss des himmlischen Beistands kommt schickt das Ensemble der „Leipziger Pfeffermühle“ ihr irdisches Personal in göttlicher Mission auf die Kabarettbühnen der Republik.

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Von Neun-Nadel-Druckern und gelochten Disketten

MAINZ (6. Mai 2013). Mit einer Lesung zeigte sich der Comedian Tobias Mann jetzt im Unterhaus von einer neuen Seite. Im Gepäck hatte er sein jüngst erschienenes Buch „Hilfe, die Googles kommen! Mein Leben als Digital Dummy“.

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Ein wachsamer Beobachter

MAINZ (3. Mai 2013). Deutschland ist reich – zumindest an guten, wortgewandten und intelligenten Kabarettisten. Die besten von ihnen sind mitunter am längsten dabei und einer von ihnen ist Henning Venske. Im Unterhaus verteilte er jetzt kräftig „Lallbackpfeifen“, denn um jene in der Politik leider allzu häufig anzutreffende Spezies geht es: die „Lallbacken“ und was sie von sich geben.

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Das Alter als Witz?

MAINZ (23. April 2013). Die Thematik ist nicht neu, schafft es aber immer wieder auf die Bühne. Auch Johannes Flöck nimmt sich dem geistigen und körperlichen Verfall an, um der Fahrt in die Grube noch manch heitere Seiten abzutrotzen. Dumm nur, wenn ein Großteil der Witze das gleiche Schicksal teilt: Sie sind bereits zu alt…

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Die wunderbare Welt der Amnesie

MAINZ (19. April 2013). Für alle, die zum Vergessen neigen, macht Nessi Tausendschön in ihrem aktuellen Programm „Die wunderbare Welt der Amnesie“ einen dicken Knoten ins mentale Taschentuch.

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Lachen über das goldene Kalb

MAINZ (18. April 2013). Wäre Luise Kinseher keine Dame, könnte man ohne weiteres von ihr sagen, sie sei ein Pfundskerl, denn auch als Frau steht sie auf der Kabarettbühne ihren Mann: als „Bavaria“ beim Politikerderblecken auf dem Nockherberg wie im aktuellen Solo „Einfach reich“.

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Verbale Karikaturen

MAINZ (11. April 2013). So elegant wie sein Anzug kommen auch die Formulierungen des Kabarettisten Max Uthoff daher. Und so wie man einen gut angezogenen Menschen gerne anschaut, hört man Uthoff gerne zu, wenn er seine verbalen Karikaturen zeichnet.

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Das feste Fundament des Marktes

MAINZ (10. April 2013). Sechs Jahre lang war er nicht mehr in Mainz. Höchste zeit also für ein Wiedersehen in der Phönixhalle: „Pelzig stellt sich“ heißt das aktuelle Solo von Frank-Markus Barwasser – pfiffig wie immer.

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Viele Hessen im Herzen

MAINZ (9. April 2013). Wer kennt sie nicht, diese „Wörld of Drecksäck“? Gerd Knebel leiht sich von ihr für sein zweites Solo sogar ihren Namen. Roter Faden? Fehlanzeige. Aber hat man den wirklich erwartet? Enttäuscht wird man also nicht – wenn man ein echter Fan ist…

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Pendeln zwischen Kalau und Berlin

MAINZ (6. April 2013). Die Karnevalssession ist zu Ende, die Kampagne beerdigt, da kommt sie als Wiedergänger auf die Bühne: Volker Weininger vermischt in seinem aktuellen Soloprogramm „Euer Senf in meinem Leben“ die Elemente des organisierten Frohsinns elegant mit dem kabarettistischen Genre und hatte damit das Publikum im Unterhaus schnell auf seiner Seite.

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„Ich sag ja bloß, wie’s ist“

MAINZ (25. März 2013). Gerhard Polt ist der wahre Till Eulenspiegel der Neuzeit: Keiner seiner Kabarett-Kollegen kann den Spießbürger so galant bloßstellen, ohne dabei hämisch zu sein. Im Unterhaus lief er einmal mehr zur Bestform auf.

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Ja und Amen!

MAINZ (22. März 2013). Seichtigkeit ist Andreas Rebers fremd: Der schwarzhumorige Kabarettist schießt aus vollen Rohren, auch wenn vor der Mündung nur ein Spatz sitzt. Der Streueffekt seiner Pointen ist dabei beachtlich: Jede trifft und bohrt sich dank der scharfen Formulierung tief ins Objekt.

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Zum Niederknien

MAINZ (15. März 2013). So etwas erlebt das Mainzer Unterhaus selten: Ein Nobody füllt mit seinem Debüt mühelos das Haus! Wovon andere träumen, gelingt Torsten Sträter ohne Probleme und man erlebt einen Künstler, den man um seine Selbstironie, in der er den Aberwitz des Alltäglichen spiegelt, beneidet. Zum Niederknien!

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Neues aus dem Lobbykeller

MAINZ (13. März 2013). Wer regiert die Welt? Das Geld. Leider. Und die Lobbyisten. Sie machen die wahre Politik. Diese bittere Realität hat das Berliner Kabarettensemble „Distel“ jetzt in ein intelligentes, wortwörtlich aktuelles Programm gegossen. Und das läuft getreu seinem Namen: „Wie geschmiert“.

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Vergebliche Suche nach Glück

MAINZ (7. März 2013). Früher war die „Maul & Clownseuche“ als Duo unterwegs: Mann und Frau. Seit 2007 aber firmiert einer der Gründer solistisch unter diesem Namen: Klaus Bäuerle verfolgt derzeit das „Geheimnis glücklicher Männer“. Doch es ist schneller.

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Komik mit viel Druck

MAINZ (27. Februar 2013). Plakativer als das Schweizer Kabarett-Duo „Ohne Rolf“ kann man nicht agieren. Und dennoch geschieht dies in wunderbarer Stille mit buchstäblich erlesener Komik.

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Unterhaltsame Wehen

MAINZ (21. Februar 2013). Eine Bühne, ein Mann und seine Kladde: Horst Evers. Mehr braucht es nicht, um zu unterhalten – vielleicht noch ein Mikrofon, damit auch alle die wunderbar skurrilen und liebevoll erzählten Geschichten hören können.

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Deutscher Kleinkunstpreis 2013 verliehen

MAINZ (17. Februar 2013). „Wenn der Postmann zwei mal klingelt“, wird es dramatisch – zumindest im gleichnamigen Roman von James M. Cain aus dem Jahr 1934. Wenn fünf Mal geklingelt wird und statt des Briefträgers die Unterhausglocke schellt, wird es vielmehr unterhaltsam: Dort wurde jetzt der 41. Deutsche Kleinkunstpreis verliehen.

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Die hohe Kunst des flachen Niveaus

MAINZ (6. Februar 2013). Das deutsche Gemüt ist erhitzt: Wann füllt was ein Dekolleté aus, wer darf wem seine Tanzkarte geben? Dabei schlagen die Wogen hoch und der eigentlich flaue Wind bläht die Segel des Gutmenschen. Es ist Zeit, Frau Emmi und Herrn Willnowsky das Wort zu erteilen, um sich zu erden. Und zwar lachend!

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Erfrischend respektlos

MAINZ (23. Januar 2013). Der denkende Mensch mag angesichts der Schmierenkomödie, die sich auf den politischen Bühnen national wie international abspielen, verzweifeln. Da tut es gut, wenn man mit dem Kabarett einen eloquenten Schauspielführer an seiner Seite hat. Und noch besser, wenn dieser Mathias Tretter heißt.

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Von A wie Appelt bis Z wie Zink

MAINZ (16. Januar 2013). Das gedruckte Programm für die Unterhaus-Saison bis zum Sommer liegt vor und verspricht unterhaltsame Abende mit den Größen der Kleinkunst. Erstmals durchgehend farbig informiert das 120seitige Heft über die Gastspiele auf den Bühnen des Unterhauses, im Frankfurter Hof sowie in der Phönixhalle und Rheingoldhalle.

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Lustiger Königsmord

MAINZ (11. Januar 2013). Wo Shakespeare dauf steht ist zuweilenLafrenz drin, zumindest auf der Kleinkunstbühne. Umgekehrt gilt das auch, mal mehr, mal weniger am Original orientiert: Mit seiner Adaption des „Macbeth“ bringt Bernd Lafrenz eine urkomische Tragödie auf die Bretter, die die Welt bedeuten. Willliam wäre sicherlich amused…

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Zwischen Kabarett und Wutrede

MAINZ (5. Dezember 2012). Er kann sich über Kleinigkeiten aufregen und ganz gelassen die größten Schweinereien anprangern: Werner Schneyder ist einer der Größten in der Kleinkunst. Auch in seinem aktuellen Solo seziert er die Gegenwart mit dem Skalpell des geschliffenen Wortes.

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Nicht nur „Basta“ macht blau

MAINZ (5. Dezember 2012). Ohne Technik geht beim Singen gar nichts. Diese Erkenntnis bezieht sich vor allem auf Körperspannung und die richtige Atmung. Zuweilen macht aber auch das elektrische Equipment dem Bühnentreiben zumindest teilweise einen Strich durch die Rechnung, was das Publikum der A cappella-Boygroup „Basta“ jetzt im Frankfurter Hof zu spüren bekam.

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Treffsicher gepinselte Pointen

MAINZ (3. Dezember 2012). Dass im Unterhauses Politiker und gesellschaftliche Strömungen mit oft spitzer Feder karikiert werden, ist das Markenzeichen dieser Bühne. Gleiches passiert auch in Cartoons, die die allzu menschlichen Unzulänglichkeiten und Absurditäten des Alltags in ihren Figuren einfangen. Beredte Beispiele hierfür liefern bekannte Zeichner wie Martin Perscheid, Joscha Sauer mit „Nicht lustig“ und natürlich auch Ralph Ruthe mit „Shit happens!“.

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Verbale Köstlichkeiten

MAINZ (21. November 2012). Wann immer Axel Hacke im Frankfurter Hof gastiert, hat er ein neues Büchlein in der Tasche: „Oberst von Hohn bittet zu Tisch – Speisedeutsch für Anfänger“ heißt es diesmal. Und ist – wie immer – wortwörtlich geschmackvoll.

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Kratzig und unberechenbar

MAINZ (19. November 2012). „Screamshots“, das neue Porgramm von „Annamateur & Außensaiter“ ist ein Abend für Edding, Stimme, Cello und Gitarre. Geboten werden schräge Momentaufnahmen aus unerwarteten Winkeln.

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Forsche Wortforscher

MAINZ (15. November 2012). Während die Bildungsmisere hörbar mit dem Niedergang der Sprache einhergeht, feiert ebendiese auf der Bühne zuweilen ein rauschendes Fest – zumindest dann, wenn „Faltsch Wagoni“ dort gastiert.

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Mit Phantasie gegen die Alternativlosigkeit

MAINZ (14. November 2012). Seit fast 40 Jahren steht Thomas Freitag als Kabarettist auf der Bühne, begeistert(e) mit seinen Parodien und Pointen. In seinem brandneuen Stück „Der kaltwütige Herr Schüttlöffel“ drängt er sein Publikum, im Geiste zur Garderobe zu eilen um sich einen Hut zu borgen, den man mit dem begeisterten Schlussapplauses voller Respekt ziehen möchte…

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Der Udo Jürgens unter den Kabarettisten

MAINZ (10. November 2012). Jochen Busse spielt die Korrektheit dermaßen gut, dass sie ins Komische kippen muss. Mit dieser Gabe gehört er natürlich auf die Bühne. Erstaunlicherweise brauchte dieser grandiose Mime recht lange, um hier als Solist Gehör zu suchen – gefunden hätte er es sicherlich schon viel früher. Doch das Warten hat sich gelohnt!

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Kabarett und Anarchie

MAINZ (8. November 2012). Über das erste Soloprogramm des Kabarettisten Sebastian Pufpaff werden Presse und Publikum mit folgenden Worten informiert: „Der Abend fängt irgendwo an und hört irgendwo auf, und was dazwischen geschieht, kann man schlecht in Worte fassen.“ Ein Versuch zu berichten, wie brillant dieses Versprechen im Mainzer Unterhaus gehalten wurde, ist es trotzdem wert.

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Träger des Deutschen Kleinkunstpreises 2013 gekürt

MAINZ (3. November 2012). Die Jury, die alljährlich die Träger des Deutschen Kleinkunstpreises in den Sparten Kabarett, Musik/Chanson/Lied und Kleinkunst sowie des Förderpreises der Stadt Mainz und den Ehrenpreises des Landes Rheinland-Pfalz ermittelt, hat die Namen der Träger des Deutschen Kleinkunstpreises 2013 bekannt gegeben, der am 17. Februar im Mainzer Unterhaus verliehen wird.

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Ein „Jein“ wird nicht akzeptiert

MAINZ (30. Oktober 2012). Florian Schroeder gehört ohne Zweifel zu den besten Kabarettisten des Landes. Und doch ist er „nicht ganz dicht“, will man seinem aktuellen Programm Glauben schenken. Zumindest die andere Hälfte des Titels trifft zu: Schroeder ist „offen für alles“. Und das ermöglicht ihm, den Zeitgeist ziemlich sinnentleert dastehen zu lassen.

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Blick über den Tellerrand

MAINZ (18. Oktober 2012). „Humor ist, wenn man trotzdem wählt!“, lautet der Titel des aktuellen Programms der Kabarettistin Anny Hartmann. Sie hat Humor – und wählt trotzdem. Doch dabei belässt sie es nicht.

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Ein Senior im Jugendrausch

MAINZ (10. Oktober 2012). Ist es tatsächlich der Traum des über 40-jährigen Mannes eine 25-jährige Freundin zu haben? Oder vielleicht doch eher ein Alptraum? Stephan Bauer, Meister des Zwischenmenschlichen und Zwischengeschlechtlichen, durchlebt ihn gerade in seinem aktuellen Programm „Warum heiraten? Leasing tut’s auch“.

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Irgendwo im Nirgendwo

MAINZ (1. Oktober 2012). Gerade ein Kabarettist sollte genau hinschauen. Und wenner das tut, mag man es ihm gerne nachsehen, wenn ihn das ins Auge gefasste dermaßen auf‘s Gemüt schlägt, dass er am liebsten alles hinschmeißen möchte – wie Holger Paetz in seinem aktuellen Programm „Ganz fest loslassen“.

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Liederpreis 2012 geht an Konstantin Wecker

MAINZ (29. September 2012). Für seinen Song „Absurdistan“ erhielt Konstantin Wecker im Unterhaus jetzt den „Liederpreis der Liederbestenliste“ 2013. Über den Förderpreis durfte sich das Trio „Caro.Kiste.Kontrabass“ freuen.

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Sinn und Unsinn Hand in Hand

MAINZ (26. September 2012). Ein Hauch von Burg Waldeck wehte durchs Unterhaus während des Gastspiels zweier Granden der deutschen Kleinkunst: Lothar „Black“ Lechleiter, Bühnenpartner des viel zu früh verstorbenen Wolfgang „Schobert“ Schulz, und Ingo Insterburg gaben sich für ein Gastspiel die Vorhangschnur in die Hand – ein denkwürdiger Abend!

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Gemeines Plädoyer für die Würde

MAINZ (18. September 2012). Das Grundgesetz attestiert der Würde des Menschen Unantastbarkeit. Mit seinem Stück „Carmen oder Die Würde des Menschen ist ein Scheißdreck!“ setzt der Kabarettist Matthias Egersdörfer dahinter ein Fragezeichen. Oder doch eher ein Ausrufezeichen?

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Das Epikzentrum der Kleinkunst

MAINZ (13. September 2012). Es gibt Künstler, die findet man gut, welche, die bewundert man und solche, die man ihrer Werke wegen durchaus verehren kann. Einer, der alle Stufen dieser Wertschätzung in sich vereinen und wortwörtlich mit jedem gesprochenen Wort noch steigern kann, ist Jochen Malmsheimer, der im Unterhaus mit seinem neuen Programm „Ermpftschnuggn trødå! – hinterm Staunen kauert die Frappanz“ einmal mehr brillierte.

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Publikum ist wichtiger Teil der Show

MAINZ (10. September 2012). In der TV-Satire „Switch reloaded“ gibt er den Thomas Gottschalk, sinniert als Professor Harald Lesch über die Geheimnisse der Welt und mimt Geschichts-Guru Guido Knopp gnadenlos genial. Dass Bernhard Hoëcker nie auf den Mund gefallen ist, beweist er nicht nur in der Show „Genial daneben“, sondern auch auf der Kleinkunstbühne.

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Mit der verbalen Keule unterwegs

ALZEY (9. August 2012). Es gibt sie noch, die Konstanten in der Kunst: In Alzey eröffnete jetzt Ingo Appelt mit gewohnt schnoddriger Kodderschnauze das Da capo-Festival im Schlosshof. „Göttinnen“ heißt sein Programm. Und auch die müssen Spaß verstehen…

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„Albernheit verhindert den Ernst der Lage“

MAINZ (17. Juni 2012). Ob neue Nummern aus einem aktuellen Programm oder beliebte Klassiker – Verbalakrobat Willy Astor hat etwas, das ihn in die Reihe der großen Komiker wie Heinz Erhardt oder Loriot stellt: Man kann ihm ewig und immer wieder zuhören. Wie jetzt in Mainz.

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Leergut klingt sehr gut

MAINZ (30. Mai 2012). Ähnlich wie das Vegetable Orchestra aus Österreich ist dem GlasBlasSing Quintett eine ganz neue Art des Musizierens eingefallen – Lungen-Swing vom Feinsten oder wie es im Untertitel seines Programms heißt: Liedgut auf Leergut – Musik, Recycling, Comedy.

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Allein unter Millionen

MAINZ (18. Mai 2012). Kapitalismuskritik ist heute derart en vogue, dass sie schon wieder Gefahr läuft überhört zu werden. Umso erfreulicher ist es, wenn es einzelnen gelingt im Gedächtnis zu bleiben – wie Claus von Wagner mit seinem aktuellen Programm „Theorie der feinen Menschen“.

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Das was ma’ wa’ wa’ ma’

MAINZ (15. Mai 2012). „Ganz schön feist“ sagt „Tschüss!“ und verabschiedet sich mit der gleichnamigen Tournee nach erfolgreichen 20 Jahren von einem treuen wie traurigen Publikum. Die gefühlten Tränen trocknen sie dabei mit ihren Songs von gestern und heute, so dass der Trübsinn keine Chance hat.

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Im Keim erstickt

MAINZ (9. Mai 2012). Umsturz? Überall, nur nicht hierzulande. Warum? Dieser Frage versucht der Kabarettist Robert Griess in seinem aktuellen Soloprogramm „Revolte! – eine Anleitung für die Mittelschicht“ nachzugehen. Eine Antwort bleibt er leider schuldig.

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Der Blick vom Tellerrand aus

MAINZ (7. Mai 2012). „Ende der Schonzeit“ heißt das aktuelle Solo-Programm des niederländischen Kabarettisten Philip Simon, der das verbriefte Recht auf freie Meinungsäußerung gekonnt nutzt, um seinen westlichen Nachbarn jovial bis zornig die Leviten zu lesen.

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Diplom-Animatöse mit Auszeichnung

MAINZ (3. Mai 2012). Der Begriff der Animierdame passt irgendwie ins Mainzer Unterhaus: Auch wenn man hier nicht mehr rauchen darf, wäre eine holde Maid, die einem aus ihrem Bauchladen Zigaretten anbietet, nicht fehl am Platz. Doch Mainz ist auch Universitätsstadt, weswegen es der Musentempel eben nicht unter einer „Diplom-Animatöse“ macht: Vorhang auf für Christine Prayon!

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Kabarett mit Stachel

MAINZ (20. April 2012). Er kommt. Matthias Deutschmann. Ein Cello, ein Kabarettist, ein Niveau. Ein Mann und sein Instrument kämpfen gegen den Unsinn in Politik und Gesellschaft: „Solo 2012“.

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Mit dem Finger von der Taste in die Wunde

MAINZ (18. April 2012). Klavier und Kabarett sind eigentlich immer eine gute Verbindung, wenn der Pianist mit Worten ebenso parlieren kann wie auf den Tasten. Martin Zingsheim ist so einer und begeisterte mit seinem ersten Gastspiel im Mainzer Unterhaus.

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Die Seele des Akkordeonspielers

MAINZ (2. April 2012). Einen richtig guten Ruf hat es nicht gerade, das Akkordeon. Aber einen tollen Klang, wenn Virtuosen wie Frank Grischek in die Tasten und Knöpfe greifen. Da scheint die Zeit stehen zu bleiben und vergeht doch – leider! – wie im Flug…

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Wo Enthaltsamkeit Spaß macht

MAINZ (23. März 2012). Manchmal ist es besser beim Bewährten zu beiben und es weiter zu entwickeln als Neues auszuprobieren. Das zeigt das aktuelle Programm von Michael Müller und Andreas Etienne: „Lustschreie“ klingen anders.

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Wie Goldnuggets im Schlick

MAINZ (21. März 2012). Was treibt einen Ex-Punk auf die Kleinkunstbühne? Und vor allem: Was macht er da, um zu beweisen, dass dies der richtige Platz für ihn ist? Fil erklärt es in der „Fil & Sharkey Show“…

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Prügelknaben der Nation?

MAINZ (13. März 2012). Man möchte eigentlich nicht auf sie schimpfen, doch geben sie einem zu viel Gelegenheit; und man möchte auch nicht verdrossen sein, aber sie bieten einem zu viel Anlass: Politiker. Diesen Umstand greift das aktuelle Programm der „Distel“ auf.

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Mehr als alles und nichts

MAINZ (7. März 2012). Och joh zum Zweiten! Auch Gerd Knebel, „der andere von Badesalz“, ist als Solist eine Granate und trat im verdient ausverkauften Unterhaus auf.

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Lesung ohne Lesen

MAINZ (6. März 2012). Och joh! Nicht nur als „der von Badesalz“ überzeugt Henni Nachtsheim. Mit seinem Programm „Den Schal enger schnallen und in die Ohren spucken“ gastierte er einmal mehr im Unterhaus.

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Nonsens trifft auf Stimmkultur

MAINZ (5. März 2012). Wenn Künstler sich zusammentun, um mit ihrer Liaison das Bühnentreiben des jeweils anderen zu potenzieren und das funktioniert, erlebt das Publikum weit mehr als den doppelten Genuss. Doch klappt das eben nicht immer, wie „Frankenpower“ zeigt: „Viva Voce“ und das Duo „Heißmann & Rassau“ – zwei für sich kapable Ensembles, aber ein ungeschicktes Doppel.

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40 Jahre und kein bisschen leise

MAINZ (26. Februar 2012). Er gilt als die wichtigste deutschsprachige Auszeichnung in der Kabarettszene. Für Tobias Mann, der den Deutschen Kleinkunstpreis 2006 erhielt, er „eine Art Überbrückungskabel für den Künstlermotor: In eine solche Reihe aufgenommen zu werden war und ist ein deutliches Signal, dass man künstlerisch den richtigen Weg eingeschlagen hat .“ Jetzt wurde der Preis zum 40. Mal verliehen.

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Hits mit unbegrenzter Haltbarkeit

NIEDERNHAUSEN (10. Februar 2012). Ihre Texte sind komisch und von bestechender Aktualität, so dass die „Erste Allgemeine Verunsicherung“ aus Österreich weit mehr ist als eine erfolgreiche Band: Genüsslich legt sie den Finger in die Wunden der Gesellschaft und klebt ein Pflaster aus elegantem Spott und fetziger Musik darauf.

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Rauschen im Blätterwald

MAINZ (6. Februar 2012). Mögen die Schweizer es einem auch nicht leicht machen, wenn man einer der Ihren werden möchte: Ihren Humor teilen die Eidgenossen gerne. Eine besonders geschmackvolle Variante präsentiert hier „Ohne Rolf“ – lautlos, aber mit Aussage.

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Frivoler Blick durchs Schlüsselloch

MAINZ (2. Februar 2012). Jede zwischenmenschliche Beziehung gleicht gelegentlich einer Bettdecke: Immer ist sie irgendwo zu kurz. Lo Malinke und Tetta Müller haben zum Glück zwei Plumeaus: ihre Ehe und ihr Bühnenleben als „Malediva“. Was also liegt näher, sein Publikum gleich ins Schlafzimmer einzuladen?

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Verschnupftes Trüffelschwein

MAINZ (1. Februar 2012). Aus aktuellem Anlass treibt das Thema Gier heute viele um, weswegen es auch auf die Kabarettbühne gehört. Martin Großmann hat sich dem Hunger nach immer mehr hingegeben und stellt in seinem aktuellen Programm „Trüffelschweine“ den Prototypen des gewissenlossen Spekulanten vor: Conny Kramer.

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Wenn die Ohren Augen machen

MAINZ (25. Januar 2012). Wer die Hörspiele der drei „???“ kennt, wird sich mit liebevoller Melancholie an die spannenden Momente vor einem wahrscheinlich simplen Abspielgerät erinnern, das man seinerzeit mit den Kassetten der Firma Europa fütterte. Das Wuppertaler Vollplaybacktheater vertreibt mit seinen Inszenierungen diese Wehmut schnell und verleiht dem einst Akustischen humorvolle Optik.

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Satirische Randbemerkungen

MAINZ (23. Januar 2012). Derzeit geben sie sich die Klinke in die Hand, die deutschen Ensembles-Kabaretts aus der ersten Liga: Nach dem „Düsseldorfer Kom(m)ödchen“ fegte jetzt die „Leipziger Pfeffermühle“ einmal quer durchs Gewürzregal. Auch ihr Programm verdient das Gütesiegel „Sehenswert!“.

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Was sich liebt, neckt sich

MAINZ (21. Januar 2012). Man nehme einen Flügel, eine Bühne, ein Klassik liebendes Publikum und Hans Liberg. Schon hat man die Infridenzien für einen höchst vergnüglichen Abend, in dessen Verlauf offenbar wird, wie unterhaltend Ernste Musik sein kann.

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Die Freaks und das Kabarett

MAINZ (17. Januar 2012). Das „Düsseldorfer Kom(m)ödchens“ ist Garant für gut gemachtes Ensemblekabarett, und packt seinen Spott in rasante Theaterstücke. Auch mit „Freaks. Eine Abrechnung“ ist das wieder gelungen.

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Saftige Jahresendabrechnung

MAINZ (9. Januar 2012). Angesichts einer deftigen Schlachtplatte mag den einen oder anderen Ekel vor dem leblosen Vieh erfassen: Zu viel weiß man mittlerweile über Hal- und Tötung. Doch die „Schlachtplatte“ der Herren Griess, Neutag, Nitschke und Konejung ist auch für Veganer ein Festessen, das jetzt im Unterhaus kredenzt wurde.

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Hüschs Bruder im Geiste

MAINZ (16. Dezember 2011). Gerade in der Vorweihnachtszeit kommt die Aufforderung „Langsam, langsam“ recht, auch wenn Erwin Grosche in seinem Programm „Eisgenussverstärker“ unter Entschleunigung etwas anderes versteht als die landläufige Meinung vorgibt…

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Zynisch und gut

MAINZ (8. Dezember 2011). „Hader spielt Hader“, heißt ein Panoptikum der garstigsten Nummern aus den letzten fünf Programmen des österreichischen Kabarettisten Josef Hader. Aus diesem Hinterhalt wird scharf geschossen – und gut getroffen.

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Schriller die Glocken nie klingen

MAINZ (6. Dezember 2011) Für den, der am Nikolausmorgen nichts in seinem Schuh fand, bot sich das leider nur eintägige Unterhaus-Gastspiel von Nessi Tausendschön an, um sich mit genügend „Weihnachtsfrustschutz“ einzudecken.

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Sex, Alkohol und Volksmusik

MAINZ (2. Dezember 2011). Wenn Jürgen von der Lippe auftritt, darf man den Sorgen des Alltags getrost mal „Gute Nacht“ sagen. In seinem aktuellen Programm „So geht’s“ zeigt der Komiker, wie man als Entertainer Erfolg hat. In Mainz sorgte er damit für eine ausverkaufte Phönixhalle.

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Das Schweigen des Lammert

MAINZ (15. November 2011). Dass Ensemble-Kabarett keine angestaubte Spielart vergangener Jahre sein muss, beweist die Berliner „Distel“ mit diversen Programmen und in wechselnden Besetzungen immer wieder aufs Neue. Im Mainzer Unterhaus bot man dem frustrierten Wutbürger jetzt ein passables Ventil, um seinen Frust los zu werden: Lachen.

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Wohlsein!

MAINZ (27. Oktober 2011). „Proseccopack“ heißt ein neuer Stern am Kabaretthimmel. Mit ihrem Debüt-Stück „Frau der Ringe“ haben Nora Boeckler, Melanie Haupt und Judith Jakob einmal mehr gezeigt, dass die Frauen hier auf dem Vormarsch sind.

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Der Klaviator will Schweizer werden

MAINZ (21. Oktober 2011). Für die Premiere seines neuen Programms „Goldfinger“ hatte Lars Reichow ins Mainzer Staatstheater gebeten. Mit vokaler Vertsärkung griff er gewohnt jovial in die Tasten. Verspielt hat er sich nicht – so ganz den Ton getroffen aber auch nicht…

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Der Mann hat Recht

MAINZ (17. Oktober 2011). Auch in seinem dritten Solo-Programm „Durch den Wind“ schreitet Tobias Mann die Grenzen zwischen Comedy und Kabarett ab um zu zeigen, dass es gar keine gibt. Was ihm jedoch keiner so schnell nachmacht.

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Hier japsen die Synapsen

SAULHEIM (15. Oktober 2011). Arzt ist nicht gleich Arzt und Kabarettist nicht gleich Kabarettist. Doch zum Glück herrscht sowohl im Gesundheits- wie im Unterhaltungswesen Wahlfreiheit. Und wenn der Geist mal wieder so richtig durchgeschüttelt werden möchte, sollte er sich in die Sprechstunde von Lüder Wohlenberg begeben.

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Finnische Finten

MAINZ (9. Oktober 2011). „Nordkvark“. Was mag das sein? Nach anderthalb Stunden Singen mit Fischgeruch ist man nicht unbedingt klüger. Aber bestens unterhalten.

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Vor Gericht und auf hoher See...

MAINZ (4. Oktober 2011). Was macht man, wenn man in Oberbayern „aufgewachsen wurde“, einer Region, in der die Gästezimmer Fremdenzimmer heißen? Ein möglicher Weg ist, Kabarettist zu werden. Ihn hat Claus von Wagner eingeschlagen und hier bereits eine beeindruckende Strecke zurückgelegt.

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Heinz in der Sackgasse

MAINZ (28. September 2011). In diesem Land herrscht das gesetzlich verbriefte Recht auf Meinungsfreiheit. Auch wenn es manchmal schmerzt. Mit anderen Worten: Heinz Becker ist wieder da…

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Lebensweisheiten in Noten

MAINZ (27. September 2011). Wenzel gehört zur Kleinkunst wie die Bretter zur Bühne. Der Sänger und Liedermacher ist ein scharfer Beobachter mit der Gabe, seine Verse in unglaublich vielen Schattierungen zu kolorieren. Im Mainzer Unterhaus gab er jetzt ein leider nur kurzes Gastspiel.

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Systemkritik in Beutelform

MAINZ (26. September 2011). Ein Gespenst geht um in Europa? Nein, es wohnt bereits. Und zwar in Berlin. Bei Marc-Uwe Kling. Außerdem hat es sich manifestiert und stellt als komunistisches Känguru das System in Frage – überzeugender als jede Doktrin.

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Der mit dem Puschelmikrofon fragt

MAINZ (21. September 2011). Wer wissen will, wie die Deutschen denken, der frage sie einfach: Alfons tut das seit Jahren mit sichtlichem Vergnügen, auch wenn die Antworten zuweilen recht peinlich sind, denn mit der garantierten freien Meinungsäußerung geht auch das Recht zur Blamage einher. Film ab!

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Cooles Cabaret? Jazz oder nie!

MAINZ (16. September 2011). Endlich ist „Volumen 7“ da: Pigor & Eichhorn, die musikalischsten unter den Kabarettisten und die kabarettistischsten unter den Chansonniers sind wieder da – diesmal ohne den Ulf, aber mit groovender Unterstützung zweier Jazz-Musiker, um das „CoolCabaret“ swingend zu intonieren.

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Mitternacht heißt diese Stunde

WIESBADEN (4. August 2011). Nachts, wenn bekanntlich alle Katzen grau sind, erwacht in Ulrich Tukur der Schwärmer, der mit Couplets und Chansons durch die späten Abend- und frühen Morgenstunden schweift: „Mezzanotte – Lieder einer Nacht“ heißt das Programm, mit dem der bekannte Mime die nächtliche Atmosphäre in Gesang und Spiel charmant einfängt.

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Zeitlose Klassiker

MAINZ (6. Juni 2011). Bald sind Ferien, auch im Mainzer Forumtheater unterhaus. Dort präsentierte Kabarettist Lars Reichow ein Best of seiner Nummern, deren Zeitlosigkeit pure Freude über ein Wiederhören mit alten Bekannten auslöst.

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Atemlose Anfänge

MAINZ (26. April 2011). Schlag auf Schlag kommen die Gedichte, die Georg Kreisler im Frankfurter Hof im Wechsel mit seiner Frau Barbara Peters vorträgt und die Zeit vergeht wie im Fluge, wenn man diesem großen Kabarettisten zuhört – vielleicht ein bisschen zu schnell. Doch das verzeiht man dem fast 89-jährigen Künstler, der sein Alter noch keck mit der gewohnt dickrandigen Hornbrille unterstreicht, gerne: Ihm fällt eben noch so unendlich viel ein…

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Deppen mit Smartphones

MAINZ (17. Mai 2011). „30 Jahre habe ich dumme Fragen gestellt – jetzt bekomme ich die entsprechenden Antworten“, klagt Markus Barth im Mainzer Unterhaus. Und meint die Informationsflut aus dem Internet, der er sich selbst nicht entziehen kann: Er zappelt im Netz und will endlich ausbrechen. Dafür geht der Comedian auf die Bühne. Und liefert eine grandiose Show.

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Bayerische Hausmannskost aus der ehelichen Küche

MAINZ (14. Mai 2011). Männer und Fraun, das ewige Thema. Gut, wenn es mal so richtig urkomisch angegangen wird. Das Komödiantenpaar Herbert & Schnipsi kann das. Und macht es auch: Im Unterhaus zogen sie gemeinsam in den Geschlechterkampf – stest zum Verrat bereit.

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Leichtes ohne Seichtes

MAINZ (8. Mai 2011). Robert Kreis ist ein lebendiges Archiv und bewahrt akribisch die damals frivole und heute anrührend harmlose Unterhaltungsmusik mit ihren Couplets und Conférencen der 20er und 30er Jahre. Doch staubiges Konservieren ist die Sache des gebürtigen Holländers nicht, was er jüngst in den Mainzer Kammerspielen einmal mehr vital unter Beweis stellte.

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Anarchist des Geistes

MAINZ (1. Mai 2011). Von der Mattscheibe hat er Abschied genommen, im Juni kommt er ins Kino: Kurt Krömer, der Berliner Ausnahmekomiker. Aktuell ist er auf Clubtour und servierte im Unterhaus seine delikate „Kröm de la Kröm“ – ein Abend, an dem der Protagonist sowohl mit Florett als auch mit schartigem Säbel parierte.

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Zwei Große verabschieden sich

MAINZ (28. April 2011). Trennungen tun meistens weh. In diesem Fall vor allem der Kabarettszene: Henning Venske und Jochen Busse trennen sich, zum Glück wenigstens ohne Streit. Im Mainzer Unterhaus machten die beiden legendären Urgesteine jetzt noch mal „Inventur“.

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Flickenteppich ohne roten Faden

MAINZ (18. April 2011). Auf zum „Reisparteitag“ ins Mainzer Unterhaus? Den hält der Kabarettist Thomas Reis ab, doch sein Spott über das politische System und dessen Komparsen stolpert zu oft über das eigens gestellte Bein.

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Lachend in den Abgrund schauen

MAINZ (5. April 2011). Wenn Frauen gutes Kabarett machen, dann kommen sie nicht selten aus Bayern, nehme man nur mal Luise Kinseher oder Monika Gruber. Und eben Martina Schwarzmann! Nach einer Babypause (mit nur 90 statt den üblichen 160 Auftritten pro Jahr) spielte sie jetzt vor ausverkauftem Mainzer Unterhaus ihr neues Programm „Wer Glück hat kommt“.

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Endgültige Antworten

MAINZ (1. April 2011). Männer wohnen und Frauen rödeln. Es sind die kleinen, aber wichtigen Einsichten, die das Leben zwischen den Geschlechtern erträglich machen. Viele haben dies schon erkannt, doch nur wenige verstehen es, dies so unterhaltsam auszudrücken wie der Kabarettist Horst Schroth.

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Und das Känguru hört zu

MAINZ (20. Februar 2011). Marc-Uwe Kling, Sebastian Lehmann, Maik Martschinkowsky und Kolja Richter holen ganz tief Luft und blasen mit ihrem Programm „Über Wachen und Schlafen“ kräftig den Staub von der kabarettitischen Bühne: Jung, frech und geistreich, so dass keine Wünsche offen bleiben.

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Stichworteingabe durchs Publikum

MAINZ (17. Februar 2011). Mut zur Lücke hat Bernhard Hoëcker auch in seinem aktuellen Programm „Wikihoëcker“. Der nur locker geknüpfte rote Faden gewinnt festgebunden am Halbwissen aus der Welt virtueller Lexika durch gekonntes Improvisationstheater rasch und bemerkenswert an Spann- und vor allem Tragkraft.

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Popacappellacomedy vom Feinsten

MAINZ (14. Februar 2011). Mit „The Yellow from Egg“ feiert „Ganz schön feist“ das 20-jährige Bühnenjubiläum. Und da sie sich selbst als „Partyelche“ besingen, wird auch ihr Bühnenprogramm einmal mehr zur rauschenden A cappella-Sause mit Ohrwurmpotenzial.

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Haarscharfer Tabubruch

MAINZ (8. Februar 2011). Er ist ein knallbunter Springteufel, der eine Grenze nur dann als solche akzeptiert, wenn er sie überschritten hat. Mit traumwandlerischer Sicherheit setzt Kay Ray seine Pointen – bitterböse, aber liebevoll. Sollten sie oberhalb der Gürtellinie treffen, handelt es sich um bedauerliche Querschläger.

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Sehenswerter Kinderkram

MAINZ (2. Februar 2011). Schreiende Kinder, weinende Mütter, ratlose Väter – die Gefühlswelt, in die sich der maskuline Part der Familie durch eine Geburt geworfen sieht, schwankt wie ein Schiff auf hoher See. Diese Reise tritt „Caveman“ Felix Theissen im neuen von Esther Schweins inszenierten Bühnenstück „Hi Dad!“ an: unterhaltsam und irgendwie auch informativ.

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Geistiger Höhenflug mit Loopings

MAINZ (21. Januar 2011). Der Kabarettist Martin Buchholz nennt sein ihn ernährendes Publikum ungeniert seine „Scheinwerfer“. Und das spendet gerne – vor allem Beifall. Dabei schlüpft der Berliner in die Rolle des modernen Dienstleisters und bietet dem Auditorium an, stellvertretend seinem Ärger über die politische Klasse Luft zu machen.

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Gezähmtes Widerspenst

MAINZ (19. Januar 2011). Vorhang auf für Bernd Lafrenz! Der Mime, der die Dramen und Komödien Shakespeares wie ein Meisterkoch einen schmackhaften Fond auf die Essenz zu reduzieren vermag, zaubert als Ein-Mann-Combo derzeit mit „Der Widerspenstigen Zähmung“ ein weiteres Stück gekonnt auf die Bühne.

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Wie zerkochtes Gemüse

MAINZ (18. Januar 2011). Als Französin in Deutschland erlebt man viel: an der Fleischtheke, am Frühstückstisch oder eben in der Harald Schmidt-Show. Nathalie Licard, der Akzent auf zwei Beinen, hat sich vor allem mit ihrer ungelenken Grammatik einen Namen gemacht. Und ein Buch geschrieben: „Ich bin gespannt wie gekochtes Gemüse“…

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Wenn schlechte Laune Spaß macht

MAINZ (14. Januar 2011). Matthias Egersdörfer kann lächeln! In seinem neuen Programm fällt er zuweilen aus der Rolle des Miesepeters heraus und fletscht seine Zähne gut gelaunt zur garstigen Pointe. Doch auch die Depression wieder ein rauschendes Fest: Und man fühlt gerne mit.

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Schmackhafte Schlachtplatte

MAINZ (12. Januar 2011). Vier Kabarettisten, ein Thema: 2010 und das, was auf einen in den kommenden Monaten zukommen mag. Mit gekonnten Solonummern und klassischem Ensemblekabarett erweisen sich Robert Gries, Achim Konejung, Wolfgang Nitschke und Christopher Sieber als bissige Kommentatoren der politischen Absurdität.

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Bescherung am 54. November

MAINZ (17. Dezember 2010). Himmelschreiender Nonsens trifft auf ein Spiel mit doppeltem Boden, das selbstironisch zum lockeren Possenspiel zweier durchgeknallter Clowns wird. Oder anders gesagt: Das Chaostheater Oropax feiert Weihnachten.

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Zwischen Hartz IV und Spessart VII

MAINZ (16. Dezember 2010). Schon nach wenigen Minuten denkt man nicht mehr an den möglicherweise vereisten Heimweg. Vielmehr beschäftigt einen die bange Frag: Könnte mir das gleiche passieren wie Peter Lembach?

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Süßer Keks und gesalzene Pointe

MAINZ (13. Dezember 2010). Big Reichow is watching you? Man kann ihm derzeit kaum entkommen! Aber wer will das schon? Aktuell spielt er im Unterhaus sein Weihnachtsprogramm „Himmel und Hölle“, jeden letzten Samstag im Monat kann man ab 9.05 Uhr auf SWR2 die „Musikalische Monatsrevue“ des Mainzer Kabarettisten hören und seit zwei Wochen in der lokalen Presse beim wochenendlichen Frühstück zuvor seine Glosse lesen.

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Aus dem Bauch heraus witzig

MAINZ (10. September 2010). Sascha Grammel ist nicht nur ausverkaufter Tourneekünstler, sondern auch gern gesehener Gast in den privaten TV-Formaten von Marzahns Cindy über Atze Schröder bis Mario Barth. Und so hat der agile Blondschopf das rund 100 Jahre alte Genre der Bauchrede in eine neue Generation geführt. Da ist es doch beruhigend, dass der ewige Kampf zwischen Sprecher und Puppe als beständige Komponente das Publikum immer wieder zum Lachen bringt.

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Munter am Baum gesägt

MAINZ (20. Dezember 2010). Weihnachten – kaum ein Fest ist für die Kunst eine sprudelndere Inspirationsquelle: Malerei, Musik, Dichtung – und eben für das auch Kabarett. Zuweilen vermählt sich die Kleinkunst im Schatten der Tanne auch mit einer anderen Gattung, was „LaLeLu“ mit gediegener A cappella-Comedy mühelos schafft: Die gesangliche Perfektion kommt mit locker-frechem Witz daher, ohne dass man auch nur einen Moment lang die harte Arbeit merkt, die dahinter steckt.

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Ganz großer Bahnhof

MAINZ (26. November 2010) Man würde auch an seinen Lippen hängen, läse er einzig ein Märchen vor. Doch Geschichtenerzähler Horst Evers ist nicht in der Welt von Rotkäppchen und Frau Holle zuhause, sondern lässt sich von der harten Realität inspirieren. Die allerdings gibt er in feiner vokaler Weichzeichnung wieder – auch in seinem aktuellen Programm „Großer Bahnhof“.

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Amputation einer Lebenslüge

MAINZ (18. November 2010). „Ich regel das“ – man braucht keinen mafiosen Paten, um Probleme zu lösen. Manchmal reicht auch ein Andreas Rebers. Mit seinem aktuellen Programm zeigt er der Realität die Zähne und schlägt seine satirischen Klauen kraftvoll in den Allerwertesten der Aktualität. Aufklärung tut Not – und Andreas Rebers: regelt das.

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Nichts als pubertäre Blödeleien

MAINZ (16. November 2010). Pünktlichkeit ist die Höflichkeit der Könige, sagt das Sprichwort. Mit einem Stau hatte Plaudertasche Matze Knop offenbar nicht gerechnet: Im Gegensatz zur Vorausschaubarkeit seiner Gags ließ der als Promi-Parodist bekannte Comedian sein Unterhaus-Publikum über eine halbe Stunde warten. Der Hausherr reagierte auf diesen Fauxpas dankenswerterweise mit Sektausschank – doch angesichts des Kommenden hätte man sich Hochprozentigeres gewünscht.

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Alles nur Show

MAINZ (15. November 2010). Jörg Knör? Der begnadete Parodist? Ist der noch aktiv? Aber ja! War es in 90er Jahren eine starke Fernsehpräsenz, die ihn mit öffentlich-rechtlichen wie privaten Formaten bekannt machte, hat Knör die Kleinkunstbühne wieder für sich entdeckt und gab seit langem mal wieder ein Unterhaus-Gastspiel.

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Die „Distel“ schreibt Geschichte – um

MAINZ (12. November 2010). Zum 20. Jahrestag der Wiedervereinigung flimmerten unzählige Dokumentationen über den Bildschirm. Und allein schon angesichts der Grau-braun-Stichigkeit des Gesendeten war man schon froh über den Verlauf der Geschichte. Was aber, wenn es andersherum gekommen wäre: Nicht Ost geht zu West, sondern West zu Ost – nicht 61 Jahre BRD, sondern DDR?

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Träger des Deutschen Kleinkunstpreises 2011 stehen fest

MAINZ (4. November 2010) Die vom Mainzer Forumtheater Unterhaus berufene Fachjury hat die Künstler ermittelt, die mit dem Deutschen Kleinkunstpreis 2011 ausgezeichnet werden: Frank Lüdecke, Rainald Grebe, Ulan & Bator sowie Dota Kehr. Der Ehrenpreis geht an Klaus Peter Schreiner.

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Griff in die Mottenkiste

MAINZ (14. Oktober 2010). Der Kabarettist und Parodist Reiner Kröhnert pflegt für seine Programme stets tief in die protagonistische Mottenkiste zu greifen und fördert zuweilen bereits gefühlt mumifizierte Politprominenz zu Tage, um ihnen die ewig gleichen Plattitüden zu entlocken: „Die Renten sind sicher“, schallt es daher auch diesmal verblümt von der Bühne, wenn er dem einstigen Sozialminister die historischen Visionen auf die Lippen persifliert.

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Und es hat Xing gemacht

MAINZ (30. September 2010). Eines sieht auch die Künstlerin ein: „Sexy ist was anderes.“ So heißt nicht nur Anka Zinks neues Programm, das gilt auch für ihren kamerabewehrten Helm, mit dem sie ins Publikum linst: „Das ist für Google Inside.“ Nach „Streetview“ ginge es jetzt in die gute Stube – also auch ins Unterhaus. Doch schwarze Balken liegen bereits aus, um sein Antlitz zu verhüllen.

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In den Pfoten eines Salonbolschewisten

MAINZ (29. eptember 2010). Es ist alles wahr. Und wenn sich in die Erzählungen von Marc-Uwe Kling über seine Wohngemeinschaft mit dem kommunistischen Känguru auch nur eine kleine Notlüge eingeschlichen haben sollte, dann aus rein künstlerischen Gründen.

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Lust am Spiel(en)

MAINZ (27. September 2010). Schon allein der Name „Ass-Dur“ zeigt, wie sehr Benedikt S. Zeitner und Dominik Wagner zum Spielen aufgelegt sind. In ihrem ersten Programm „1. Satz – Pesto“ tun sie das jedoch nicht nur mit Worten, sondern auch mit Klängen – ein Studium an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ in Berlin scheint also eine facettenreiche Inspirationsquelle zu sein.

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Bittersüße Wahrheiten

MAINZ (26. September 2010). Meint eine Besucherin zur anderen: „Das ist schon starker Tobak, aber man hatte ja nichts anderes erwartet.“ Und die Angesprochene erwidert schlicht: „Er sagt die Wahrheit.“ Georg Schramm, bis vor kurzem noch Insasse der öffentlich-rechtlichen „Anstalt“, hat gut daran getan, die Fernseh- zugunsten der Bühnenpräsenz zu minimieren: Hier im Unterhaus präsentiert er sein neues Programm „Meister Yodas Ende“ und begeistert einmal mehr als einer der Besten, die das deutsche Kabarett zu bieten hat.

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Ironisch intoniert

MAINZ (21. September 2010). Tut man Christiane Weber jetzt von vornherein Unrecht, wenn man ihr erstes Solo-Programm mit den gemeinsamen Auftritten mit Timm Beckmann vergleicht? Immerhin errang sie mit dem pianistischen Partner 2007 den Deutschen Kleinkunstpreis! Vergleiche bieten sich in der Tat an: Die personelle Besetzung zumindest ist identisch – Weber singt und wird am Klavier, diesmal von Burkhard Niggemeier, begleitet.

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Otto für alle

MAINZ (16. September 2010). Otto. Selbst vor Gericht würde man bei diesem Friesen auf die Formalie der vollen Namensnennung verzichten. Aber weswegen sollte sich Waalkes auch verantworten müssen? Sein geistiger Anarchismus ist nicht strafbar, sondern kreativ, hat Otto mit seinem Klamauk doch ein ganz eigenes, maßgeschneidertes und vor allem nicht kopierbares Format geschaffen.

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Laute Erziehungsmethoden

MAINZ (14. September 2010) Rabenväter und -mütter sind ja eigentlich keine netten Zeitgenossen. Es sei denn, sie heißen Gerd Knebel („Badesalz“) und Olaf Mill („Türzueszieht“), die man auch als die Frontmänner der Offenbacher Band „Flatsch!“ kennt. Mögen sie dem Wortsinn nach auch die eigene „Brut“ vernachlässigen – sie tun es, um richtig gut Musik zu machen und sich dabei unterhaltsam und mächtig über manche Themen aufzuregen.

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Wertkonservative unter sich

MAINZ (10. September 2010). Das Rheinland bringt mitunter skurrile Kabarett-Typen hervor, die gerade wegen ihres Eigensinns etwas Liebenswertes haben. Rainer Pause und Norbert Alich sind so ein Duo, das durch die hörnerne Kassengestell-Brille mit den Augen von Fritz Litzmann und Hermann Schwaderlappen die Welt und ihren Nabel beschauen.

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Wollene Clowns-Nasen

MAINZ (9. September 2010). Zwei Herren im grauen Anzug sitzen vor ihrem Publikum. Noch weiß niemand, was sie vorhaben – man kennt nur die verunsichernde Ankündigung im Programmheft des 3sat-Festivals. Bereits dort fragt man sich, was das Duo „Ulan und Bator“ denn nun ist: Dadaistische Engel? Außerirdische Propheten? Oder einfach beim Freigang ausgebrochen? Man neigt objektiv zu letzterem, heißt das Programm doch „Wirrklichkeit“. Frank Smilgies und Sebastian Krüger haben von allem etwas. Und noch viel mehr.

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Moussierende Satire-Cuvée

MAINZ (6. September 2010). So sieht die Schweizer Neutralität aus, wenn sie sich personalisiert: Andreas Thiel steht leger am Party-Tisch, ein Glas Sekt in der Hand und parliert über das Geschehen in der Welt, als ginge ihn das Ganze gar nichts an.

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3sat Festival 2010 live und im Fernsehen

MAINZ (2. September 2010). Parallel zum Start des Unterhauses in die neue Saison präsentiert sich auch der Kultursender 3sat in der Welt der Kleinkunst und lädt vom 4. bis zum 11. September 2010 zum diesjährigen 3sat-Festival ein – live im Zelt und anschließend im Programm.

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Mainzer Unterhaus beendet Sommerpause

MAINZ (25. August 2010). Die Zeiten, in denen die deutschen Kabarettisten ihren Volksvertretern die Bühne überließen, um mit eigenen Sommerloch-Füllungen ihr Publikum zu erheitern, sind vorbei!

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Den Brass von der Seele gespielt

MAINZ (10. Juni 2010). Je schlimmer die Lage im Lande, umso mehr Arbeit gibt es für so manchen Berufszweig. Insolvenzverwalter und Berater mögen derzeit Konjunktur haben, doch am meisten gibt es für den zu tun, der beide Berufe zugleich ausübt: Urban Priol beziffert den politischen Schaden, den die Merkels, Köhlers und Westerwelles anrichten, liest den Regierenden analytisch die Leviten und predigt einer begeisterten Gemeinde wie jüngst in der ausverkauften Phönixhalle. Hier präsentierte der optische Wirrkopf mit den genialen Geistesblitzen sein aktuelles Programm „Wie im Film.“.

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Tonjuwelen aus dem Wortschatz

MAINZ (8. Juni 2010). Seit 25 Jahren ist Willy Astor jetzt schon auf den deutschsprachigen Kleinkunstbühnen unterwegs. Sein edles Ziel ist es, die Menschen zum Lachen zu bringen – nicht mit Spott oder Satire, galligem Humor oder plattem Scherz, sondern durch geistvollen Sprachwitz, der landauf landab Seinesgleichen suchen kann.

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Scharfzüngige Freigeister

MAINZ (31. Mai 2010). Selten bieten sich Kabarettisten solche Sternstunden wie zu Beginn dieser Woche, als der Rücktritt des Bundespräsidenten noch taufrisch war. Das letzte Mal hatte Matthias Deutschmann am Vorabend des Busch-Besuchs in Mainz diese Chance und spielte statt seines neuen Programms zwei Stunden brillante Polit-Improvisation. Auch das Erste Deutsche Zwangsensemble – Matthias Tretter, Claus von Wagner und Philipp Weber – nutzte die Gunst der Stunde und baute den Coup brandaktuell in ihr Programm „Die letzte Tour“ ein.

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Oase für den Geist

MAINZ – Fast scheint es unmöglich, das Gesehene in Worte zu fassen: Wenn das Chaostheater Oropax auftaucht, gerät die Welt aus den Fugen. Die Logik verabschiedet sich eilends, der Intellekt geht auf Stand-by und nur der Schwerkraft ist es zu verdanken, dass man nicht kichernd durch diesen Wirbelsturm des Schwachsinns trudelt.

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Gestern war heute morgen

MAINZ – Er ist der Mann der vielen Gesichter und verkörpert in seiner eigenen Comedy-Sendung im Bayerischen Fernsehen vom Chefkoch über den Polizisten bis zum jugoslawischen vielerlei Charaktere. Am besten aber ist er immer noch als er selbst: Günter Grünwald ist seit über 20 Jahren auf den Kleinkunstbühnen zuhause. Jetzt präsentierte er im Frankfurter Hof ein Programm mit alten und neuen, aber stets aktuellen und auf jeden Fall wiedersehenswerten Nummern.

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Konfliktbewältigung mit Waldorf-Geschmack

MAINZ – Eine Voraussetzung dafür, den Deutschen Kleinkunstpreis zu erhalten, scheint es zu sein, seine Kollegen zu demütigen: Pigor drangsaliert seit Beginn den Pianisten Eichhorn und Anna-Maria Scholz alias Annamateur setzt ihren Band-Kollegen, dem Cellisten Stephan Braun und Reentko Dirks an der Gitarre mächtig zu. Stoff also, aus dem unterhaltsame Kabarettabende gemacht werden? Aber sicher!

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Auf Schwarz sieht man alles

MAINZ – Ein Herr Reuter am Klavier? War das nicht der mit dem „Überzieher“, dem „Blusenkauf“ oder „Alles weg’n der Leut‘“? Wenn er sich mit zwei „t“ schreibt und Otto heißt, dann schon. Doch der starb bereits 1931. Jener Herr Reuter, der jetzt sein Unterhaus-Debüt gab, heißt Matthias. Und besingt auch keine Kleidungsstücke.

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Kabarettistische Collage

MAINZ – Vor Beginn der Vorstellung blickt das Unterhaus-Publikum ins All, respektive auf eine Leinwand, auf deren besternten Hintergrund immer wieder Plakate der 17 Programme, die Thomas Freitag seit fast 35 Jahren auf deutschen Bühnen spielte, hineinflattern. Deren Inhalt hat der Kabarettist nun für „Nur das Beste“ durchforstet und präsentiert ein ernüchterndes Ergebnis: Geändert hat sich (fast) nichts.

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Stimmungsaufheller

MAINZ – Richard Rogler hat sich getrennt. Und zwar von seinem Alter ego Camphausen, das ihn treu durch die letzten Programme begleitet hat. Doch bevor eine Bindung überstrapaziert wird, kappt man sie lieber, weshalb es im aktuellen Programm „Stimmung“ Rogler solo gibt. Und das besser denn je.

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Nippel, Lasche – fertig!

MAINZ (23. April 2010). Umzugskisten türmen sich auf der Bühne des Frankfurter Hofes. Was mag darin sein? Vom Band phantasieren ehrfurchtsvoll Parodien von Helmut Kohl oder Udo Lindenberg gar vom heiligen Gral. Bis der Eigentümer der Kartonage von einem unheilvollen Splittern begleitet fragt: „Ist das Kunst oder kann das weg?“

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Frivoles Spiel mit Dichtung und Wahrheit

MAINZ – Steht diese Dame wirklich schon seit 20 Jahren auf der Bühne? Die naiv-jugendliche Frische, das Obskur-Komische, die in ihren Nummern spürbaren Gehirnströme und nicht zuletzt die wohltönende Stimme, mit der Nessi Tausendschön ihr Publikum bezirzt, strafen den Zweifler Lügen. So viel unverbrauchter Elan schreit ja förmlich nach einem Best of, das Tausendschön jetzt zusammen mit William Mackenzie an der Gitarre im Unterhaus kredenzte.

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Die unerträgliche Seichtigkeit in Mainz

MAINZ – Manchmal sind die gemurmelten Randbemerkungen die wichtigen: „Ich komm‘ heute irgendwie nicht rein“, bekennt Ilka Bessin alias „Cindy aus Marzahn“ nach 15 Minuten belanglosen Geplänkels vor ausverkaufter Phönixhalle.

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Lukullische Kleinkunst

MAINZ – Für ihr aktuelles Programm „Die fetten Jahre“ haben Tetta Müller und Lo Malinke alias „Malediva“ wieder mächtig aufgetischt. Und das nicht nur im übertragenen Sinne: Wie die Hühner flattern die beiden Diven zur Musik ihres Pianisten und Komponisten Florian Ludewig um die Tafel, kommen doch in Kürze viele „Freunde“ zum Essen.

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Songs mit Ohrwurmpotenzial

MAINZ – Aller guten Dinge sind drei – und in puncto Gesang braucht es auch nicht viel mehr. Zumindest dann, wenn das Trio mit dem voluminösen Namen „Ganz schön feist“ auf der Bühne steht. Dahinter stecken Mathias Zeh, Rainer Schacht und Christoph Jess; Ihre Markenzeichen sind viel Stimme, wenig Haupthaar und eine elegante Bühnengarderobe, diesmal in Pink, Blau und Gelb.

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Gestammelte Werke

MAINZ (28. März 2010). Als Johann König zum zweiten Teil seiner Lesung aus dem gleichnamigen Buch „Der Königsweg – Triumph über die Langeweile“ die Unterhaus-Bühne betritt, begrüßt er sein bestens gelauntes Publikum kurz und knapp: „Ich bin‘s noch mal – Euer Kasper.“

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Lustige Grenzen der Meinungsfreiheit

MAINZ – Als der Franzose Emmanuel Peterfalvi, im Fernsehen und vor allem auf Deutschlands Straßen berühmt und berüchtigt als Alfons, erstmals mit seinem Puschelmikrofon Meinungsforschung betrieb, mochte man noch nicht ahnen, welches kabarettistische Potenzial in diesem studierten Kommunikationstechniker steckte.

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Thema für die Ewigkeit

MAINZ – Offenbar wird man den Stein des Weisen schneller finden, als dass Kabarettisten und Comedians die Beziehung zwischen Mann und Frau für langweilig erachten: „Auf der Suche nach dem verlorenen Mann“ heißt das aktuelle Programm von Stephan Bauer, mit dem er munter an der thematischen Kerbe, die er und viele Kollegen vor und mit ihm in die Bretter der deutschen Kleinkunstbühne gehauen haben, weiterschmirgelt.

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Gute Stimmung dank schlechter Laune

MAINZ – Man kann noch so schlecht gelaunt sein: Matthias Egersdörfer setzt immer noch einen drauf. Der fränkische Kabarettist, der vor wenigen Wochen mit dem Deutschen Kleinkunstpreis ausgezeichnet wurde, hat die Misanthropie zur unterhaltsamen Kunstform erhoben. Seinen Durchbruch schaffte er 2006 mit dem Programm „Falten und Kleben“, teilt sich Bühne und Effekt zuweilen aber auch erfolgreich mit dem Tubisten Heinrich Filsner.

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Wenn Merkel mal weg ist

MAINZ – Vielleicht sind die Ballen an Vorschusslorbeeren, mit denen Dorina Pascu vom Kabarett „Distel“ im Mainzer Unterhaus das Programm „Jenseits von Angela“ musikalisch ankündigt, ein Quäntchen zu üppig: Pointen soll es prasseln! Tut es auch, jedoch nicht ständig. Der Schlusssong besingt dann, dass die Deutschen die Mitte liebten – und so rangiert auch dieser Abend mal mehr, mal weniger Richtung Mittelmaß.

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Mit spitzer Feder karikiert

MAINZ – Manchmal braucht es nicht viel, um etwas Großes zu schaffen: eine Art ausgeleierte Prinz-Heinrich-Mütze, ein Blazer in Beige und eine dicke Hornbrille als optische Insignien, der Pott-Dialekt als akustische – und fertig ist Herbert Knebel, das Alter Ego des Kabarettisten Uwe Lyko.

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Wirbel auf dem Trommelfell

MAINZ – Erfolgreiche Kabarettisten fallen mitunter auch durch originelle Namensgebung auf: Badesalz, Pfeffermühle, Dreigestirn, Fronttheater, Zwangsensemble, Oropax – oder eben, aus Hamburg: „Trude träumt von Afrika“. Bis zu sechs Frauen – und unzählige Trommeln. Klingt komisch? Ist es auch. Und vor allem eines: laut!

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Wes Herz voll ist...

MAINZ – Als Volker Pispers vor Jahren witzelte, dass Kabarettkarten als Signet des Widerstandskämpfers gelten könnten, wenn der Kapitalismus zusammengebrochen wäre, war dies noch Zukunftsmusik. Heute werden viele seiner Gäste überlegen, ob sie das Ticket nach der Vorstellung entsorgen sollen.

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Der Verstand legt die Füße hoch

MAINZ – Der Titel von Helge Schneiders aktuellem Programm passt in die Zeit der Krise: „Komm, hier haste ‘ne Mark“ möchte man gerne auch mal einem Investmentbanker zuraunen, der seine Brötchen nunmehr als abgerissener Clochard abseits des Börsenparketts verdient. Einen tieferen Sinn gibt es natürlich nicht – alles andere wäre bei Schneider auch eine Überraschung.

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Lachen gegen die Krise

MAINZ – Arnulf Rating hält sich nicht mit einleitendem Geplänkel auf, sondern geht sofort in medias res. Denn in diesem Kabarettisten brodelt es: Regierung, Wirtschaft, Krise – alles hängt für ihn zusammen. Und da alles auch zusammenbricht, liegt es an ihm ein Hoffnungssignal zu setzen: „Aufwärts!“ heißt sein aktuelles Programm.

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Den Kröten auf der Spur

MAINZ – Des einen Leid ist des anderen Freud’. Und wenn er Kabarettist ist, sorgt er zuweilen dafür, dass auch der eine wiederum ob seiner Misere schmunzeln kann. Und die Finanzkrise drängt sich einem Ensemble wie der „Leipziger Pfeffermühle“ natürlich förmlich auf, so dass es sich in seinem aktuellen Programm auf „Krötenwanderung“ begibt.

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Mühevolle Denkanstöße

MAINZ – Wer etwas kauft, weil ihn die Verpackung oder Werbung für ein bestimmtes Produkt reizt, ist nicht selten enttäuscht, wenn der Inhalt so gar nicht dem entspricht, was die Hülle verheißt: „Meiner! Mir! Mich! – Auf der Suche nach der verlorenen Höflichkeit!“ heißt das 19. Programm des „Kabarett Kabbaratz“, das mittlerweile schon mit dem 20. auf Tournee ist.

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Die Physik der geistigen Pointe

MAINZ – Wie sein Kleinkunstkollege Hagen Rether, der sein Programm seit jeher „Liebe“ nennt, verwendet Mathias Richling keine Energie darauf, neue Titel zu finden: „E = m mal Richling zum Quadrat“ heißt es schon lange. Die eingesparte Geistesleistung wird allerdings stets auf die Aktualität verwendet. Und dass auch „ältere“ Nummern diese Güte haben, spricht letztendlich nur für die Qualität des schwäbischen Kabarettisten.

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Gut gemachte Böswilligkeit

MAINZ – Als Andreas Rebers im Januar 2008 in der Münchner Lach- und Schießgesellschaft mit seinem Programm „Auf der Flucht“ Premiere feierte, war die SPD noch mit an der Regierung. Vielleicht hat er ja damals schon geahnt, dass dieser Titel auch nach dem schwarz-gelben Machtwechsel für ihn genauso aktuell sein dürfte.

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Gott hatte Zeit genug

MAINZ – Manchmal tut es richtig gut, sich zu echauffieren und mit genervtem Augenrollen auf das zu reagieren, was einem tagtäglich begegnet und im Vorbeigehen allein schon durch die bloße Existenz oder, noch viel schlimmer, verbale Inkontinenz den eigenen Anspruch zutiefst beleidigt. Gute Kabarettisten bringen dieses Empfinden stellvertretend für ihr Publikum überzeugend auf die Bühne. Und Holger Paetz ist ein guter Kabarettist.

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Stolz auf den eigenen Bauch

MAINZ – Viele Kabarettisten spielen für die Titel ihrer Programme elegant mit Worten, andere setzen bewusst auf den platten Witz als Lockmittel und manche stimmen schon auf dem Plakat nachdenklich. Dann gibt es auch Künstler, deren Satzbau schon vor dem Beginn der Vorstellung für Schmunzeln und erwartungsfrohes Zungenschnalzen sorgt.

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Weihnachten mit Lars Reichow

MAINZ – Brandaktuelle und perfekte Inszenierung, griffige Akkorde, lokalkolorierter Ton und bissige Pointen – das sind die Markenzeichen Reichows, die die Mainzer lieben und dem Unterhaus an fünf aufeinanderfolgenden Abenden ein ausverkauftes Haus bescheren – auch wenn sich das „neue“ Weihnachtsprogramm als lose Folge bekannter Hits und manchmal etwas mühsam ans Thema angeknüpfter Lieder aus dem aktuellen „Wie schön Du bist“ entpuppt.

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Bedrückendes Amüsement

MAINZ – Ist dieser Saal nicht ein bisschen groß? Gemessen an den verkauften Karten wohl kaum: Hagen Rether spricht mittlerweile ein so großes Publikum an, dass Unterhaus oder Frankfurter Hof längst nicht mehr ausreichen. Und das, was dieser Kabarettist zu sagen hat, ist von einer solch gültigen Aktualität, dass es möglichst viele hören sollten – auch wenn dies auf Kosten der intimen Stimmung einer kleinen Bühne geht.

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Wenn das Kind im Manne nie schlafen gegangen ist

MAINZ – Der Begriff Kleinkunst bekommt bei Erwin Grosche einen besonders hintergründigen Klang: Bisher zwei Mal mit dem Deutschen Kleinkunstpreis ausgezeichnet ist der Paderborner Kabarettist ein Unikum der Sparte, denn wie kein anderer schafft er es, mit Bagatellen, scheinbar Unwichtigem und Banalem wunderbare Geschichten zu erzählen. So wird aus Kleinem ganz Großes.

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Satirische Senge

MAINZ – Wortwitz gepaart mit galligem Hintersinn – dieses Markenzeichen des Kabarettisten Martin Buchholz leuchtet auch im 20. Programm durch die Nacht der Gegenwart. „Geh! Denken!“ heißt es im 20. Jahr nach dem Mauerfall zwischen Schweinegrippe, Bankenkrise und Sozialdemokratie.

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Scheiden tut weh

MAINZ – Es ist die traurige Wahrheit: Timm Beckmann und Christiane Weber machen Schluss. Der schmerzliche Verlust, den die deutschsprachige Kleinkunstlandschaft und insbesondere das entstaubte Chanson damit erleiden, wird nur durch die Tatsache gedämpft, dass beide Künstler der Szene zumindest in anderen Formationen erhalten bleiben. Bis 2010 durchgestartet wird, versüßen die beiden ihren Fans den Abschied mit einer Best of-Tour.

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Tim Fischer singt Georg Kreisler

MAINZ – Ist er wieder da? Nein, aber es klingt so: Tim Fischer, einer der leuchtenden Sterne am Himmel des Chansons, hat sich stimmlich die dicke Hornbrille des legendären Georg Kreisler, der seit 2001 nicht mehr auftritt, stibizt und intoniert die „Gnadenlose Abrechnung“, ein Programm von bekannten und weniger geläufigen „Everblacks“ des garstigen Österreichers. Das aber mit einer Hingabe, die vergessen lässt, dass das grantelnde Urgestein eigentlich kaum erreicht werden kann.

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Ein Leben im Konjunktiv

MAINZ – „Man müsste mal…“ lautet der Titel des aktuellen Programms des österreichischen Kabarettisten Severin Groebner und fasst möchte man ihm zurufen: „…auf den Punkt kommen.“ Reichlich Anlauf braucht der Mime – doch dann glückt ihm ein guter Sprung und tatsächlich die gewünschte Punktlandung.

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Durst ist schlimmer als Heimweh

MAINZ – Locker plaudert er sich in den Abend rein, „nimmt die Geschwindigkeit raus“, lädt unaufdringlich locker zu einem gemütlichen Abend ein: Wenn der Autor und Fotograf Jess Jochimsen sich auf sein kabarettistisches Standbein stützt, werden aus Mücken mühelos Elefanten und kleinste Begebenheiten erhalten plötzlich ein erdrückendes Gewicht.

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Deutscher Kleinkunstpreis 2010

MAINZ – Die vom Mainzer Forum-Theater Unterhaus berufene Fachjury hat in Mainz die Preisträger gewählt, die mit dem deutschen Kleinkunstpreis 2010 ausgezeichnet werden. Der mit jeweils 5000 Euro dotierte Preis wird in den verschiedenen Sparten verliehen. Darüber hinaus stiftet die Stadt Mainz den Förderpreis in gleicher Höhe. Ebenso dotiert ist der Ehrenpreis des Landes Rheinland-Pfalz, der seit 2008 verliehen wird.

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Spieltriebgesteuertes Duo

MAINZ – Selbst im Schweigen finden diese beiden noch Grund zum Widerspruch, um einen saftigen Streit vom Zaun zu brechen – auch wenn dieser bereits in der Requisite verstaubt: Ohne Begrenzungslatte, Bank und Gartenzwerg ziehen Andreas Etienne und Michael Müller ihr aktuelles Programm auf: „Triebgesteuert“ heißt es.

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High Five: Fünf Freunde und viele Noten

MAINZ – Ihre Vorbilder sind – das geben sie unumwunden zu – die Kölner „Wise Guys“. Die hat die junge A cappella-Formation „High Five“ anfangs noch munter gecovert. Aber da das auf Dauer keinen eigenen Stern am vokalen Himmel einbringt, besann man sich recht bald nach Gründung der Truppe darauf, eigene Lieder zu arrangieren. Dass auch diese in der Tradition der rheinischen Ikonen stehen, stört dabei gar nicht so sehr.

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Im Westen und Osten nichts Neues

MAINZ – Mittlerweile hat sich der Berliner Kabarettist durchaus einen Namen gemacht – nicht zuletzt durch seine verdiente Medienpräsenz: Als ständiger Gast des früheren „Scheibenwischers“ und heutigen „Satiregipfels“ der ARD kommentiert er stets aktuell wie bissig und treffend die Themen der Zeit.

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Moralist mit ätzendem Witz

MAINZ – 30 Jahre – die golden umkränzte Zahl, die, noch alleine auf der Bühne, im Licht der Scheinwerfer glitzert, signalisiert: Es gibt etwas zu feiern. Doch wenn der „Laudator“ der Stunde Wilfried Schmickler heißt, weiß man, es gibt was hinter die Löffel – auch hinter die eigenen. Da beruhigt doch der Titel der aktuellen Retrospektive: „Es war nicht alles schlecht!“

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Geistiger Ohrenschmaus

MAINZ – Als die Kabarettisten Henning Venske und Jochen Busse, beides erfahrene Lach- und Schieß-Gesellschafter, vor zwei Jahren ihr erstes gemeinsames Programm „Legende trifft Urgestein“ präsentierten, schien es, als öffneten sie einen alten, aber noch immer herausragenden Wein: vollmundig, reich an Aromen, mit Nachhall und pfeffriger Note – kurz: ein Ohrenschmaus für den Geist, zumal das scharfzüngige Nummernkabarett am Akkordeon von Frank Grischek untermalt wurde.

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Über’m Tellerrand zieht’s

MAINZ – „Mein lieber Scholli!“ Diese drei ersten Worte umreißen letztendlich den Horizont des Heinz Becker, der als Alter Ego des Kabarettisten Gerd Dudenhöffer und „Kosmopolit“ im gleichnamigen aktuellen Programm im Unterhaus Station macht. Und sie sind gleichzeitig der Dosenöffner von Pandoras Büchse, aus der fortan die Detonation der Dumpfheit erklingt, um die Lufthoheit über den Stammtischen zu verteidigen.

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Das Badesalz in der Suppe

Als Gerd Knebel, die eine Hälfte von „Badesalz“, in der vergangenen Spielzeit erstmals solistisch im Unterhaus gastierte, war klar: Es funktioniert. Knebel ist der Hau drauf-Typ, der ohne Gnade ansprechend patzig seine Pointen platzieren kann. Jetzt zog sein Duo-Partner Henni Nachtsheim nach: Mit „Den Schal enger schnallen und in die Ohren spucken“ veranstaltete er jetzt eine „Lesung ohne Lesen“. Dass die eher intellektuelle Komik des einen ohne ihren groben Widerpart vergleichsweise schwierig zu spielen ist, weiß auch Nachtsheim und verzichtete wohlweislich darauf, „Badesalz light“ zu spielen.

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Klassische Verführung

MAINZ – Salut „Salut Salon“! Ein neues Programm und zwei neue Gesichter: Anne von Twardowksi (Klavier) und Anne Christin Schwarz (Violoncello) haben sich zu Angelika Bachmann und Iris Siegfried (Violine), den Gründerinnen dieses femininen Klavierquartetts gefunden, das mit „Klassisch verführt“ erneut die Begeisterung ihres Unterhaus-Debüts entfacht. Geblieben ist „Salut Salon“ der freche Schwung und vor allem der Impetus ihres ersten Programms, denn das hieß „Herzenssache“.

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Goethe gegen den Strich gebürstet

MAINZ – „Zwei Seelen wohnen, ach, in meiner Brust“, seufzt Faust in Goethes Klassiker – mit Michael Quast und Philipp Mosetter haben diese sich einmal mehr manifestiert, um die hehre Kultur knisternd gegen den Strich zu bürsten, haben sie doch schon Schillers Œuvre auf dem guten Gewissen. Als „kommentierte Darbietung“ präsentierten die beiden Kabarettisten als Finale des 3sat-Festivals „Faust I“ und gaben große Kleinkunst zum Besten.

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Baden in Buchstaben

MAINZ – Unsicher steht Olaf Schubert auf der Bühne im Zelt des 3sat-Festivals. Machen ihm die vielen Scheinwerfer Angst? Wohl kaum: Dieser Mann ist TV-erprobt und gehört zweifelsohne mit zum Besten, was derzeit in der Kabarett-Landschaft Blüten treibt.

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Implodierte Sinntiefe

MAINZ – Er ist fix und fertig: Rainald Grebe hat sein Management gewechselt und muss jetzt alles machen. Da kann man froh sein, wenn man im ausverkauften Frankfurter Hof dabei ist, denn Kleinkunst gehört für den Dadaisten unter Deutschlands Liedermachern nun zu den Ausnahmen.

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Wo Griesgrämigkeit Frohsinn schafft

MAINZ – Einer hat an diesem Abend so gar nichts zu lachen: Matthias Egersdörfer. In seinem Programm „Falten und Kleben“ erzählt er Geschichten, die das Leben schrieb – schlimme Geschichten von Wollkreis-Schneemännern oder der klaustrophobischen Situation des Eingeparktseins. Und das ist bestimmt nicht lustig. Aber: zum Brüllen komisch!

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Mit hintersinnigem Schmunzeln

WORMS. Es ist noch gar nicht so lange her, da machte sich der Kabarettist Lars Reichow auf, als „Unterhaltungskanzler“ das Ruder zu übernehmen. Und so war es keine Frage, dass der Mainzer vor der Bundestagswahl erneut die Stimme erhebt – wenn schon ein Horst Schlämmer für das Kanzleramt kandidiert!

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Schallende Ohrfeigen statt Streicheleinheit

MAINZ. Als die Jury des Deutschen Kleinkunstpreises entschied, Gerhard Polt 2009 den Ehrenpreis des Landes Rheinland-Pfalz zu verleihen, begründete sie dies wie folgt: Hier werde das „Prinzip des abschreckenden Beispiels“ gepflegt und zwar von einem, der den Deutschen „mit gescheitem heiligen Zorn zeige, wie sie wirklich sind“. Dass die Juroren damit Recht hatten und haben, stellte Polt treffsicher wie eh und je auch mit seinem Auftritt beim Mainzer Zeltfestival unter Beweis.

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Im sprachlichen Schlaraffenland

MAINZ – Der König Midas hatte die Gabe und den Fluch, das alles zu Gold wurde, was er anpackte. Bei Jochen Malmsheimer ist es allerdings Segen pur: Wenn er das Wort hat, möchte man ehrfürchtig schweigen und kann es doch vor Lachen kaum.

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Der Kumpel aus Essen-Kray geht in den Mutterschutz

MAINZ – Vollproll oder Comedian? Zumindest ist dieser Atze Schröder ein Phänomen, ein Phantom sozusagen: Häppchenweise in zielgruppengerechten Fernsehshows und der (nicht zuletzt dank seiner illustren Komparsen erfrischend kurzweiligen) Sitcom „Alles Atze“ unterhält er sein Publikum als das, was er auch im Otto-Film „7 Zwerge“ spielt: Er gibt den Hofnarren.

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Mehr als nur die Häfte des Duos

MAINZ – Um was geht’s hier eigentlich? Auch Gerd Knebel weiß darauf keine Antwort. Was ihn nicht daran hindert, sie zu geben. Der Meister des solistischen Dialogs stand in Mainz erstmalig allein auf der Bühne und weckte mit einem rasanten und modernen Nummernkabarett sogleich den Wunsch, es möge nicht das letzte Mal gewesen sein.

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Mit dem Känguru auf Du

MAINZ – „Wenn alle Stricke reißen – kann man sich nicht mal mehr aufhängen“ hieß das erste Solo-Programm von Marc-Uwe Kling. Mit dabei schon damals: das Känguru, jener kommunistische Mitbewohner Klings. Kein Wunder, dass auch das zweite Solo vom tierischen Untermieter bestimmt wird.

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„Magdeburger Zwickmühle“ im „Wahn ohne Sinn“

MAINZ – Ihr aktuelles Programm heißt „Wahn ohne Sinn“ und passt bestens in die Zeit der Krise. Spielort ist Deutschland, das Sujet die alltägliche Manie im Politischen, das wie eine endlose Geschichte stets die gleichen Verrücktheiten zu reproduzieren scheint. Ein gefundenes Fressen also für die Zwickmüller aus Magdeburg.

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Popacappellacomedy mit „Ganz schön feist“

MAINZ – A cappella-Gesang ist nach wie vor in, vielleicht sogar mehr denn je. Doch trennt sich oft schnell die Spreu vom Weizen. Bei „Ganz schön feist“ allerdings stimmen Saat und Frucht, wobei das Trio seine Qualitäten vor allem aus dem sparsamen und wohl dosierten Gebrauch von Äußerlichkeiten zieht.

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Kompositionen von Haydn fürs Handy

MAINZ – Das Präfix „E“ in der Musik steht für ernst, das „U“ für Unterhaltung. Damit aber kann Hans Liberg so gar nichts anfangen. Für den Preisträger des Emmy-Award 1997 sind diese beiden Eigenschaften besonders in der Klassik keine Gegensätze. Im Gegenteil: Der oft als dröge gescholtenen E-Musik entlockt Liberg herrlich unterhaltsame Töne.

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Herrlich prickelnde Wort-Cocktails

MAINZ – Wenn man in der Pause dazu aufgerufen, mit Alkohol, dem „Spediteur der Leidenschaft“ verschiedene „Delirium verheißende Destillate geschickt subgutteral zu verklappen“, dann kann nur einer auf der Bühne stehen: der Betroffenheitslyriker Olaf Schubert – ein Querschläger im Geiste, dessen Waffe das rasierklingenscharf geschliffene Wort ist.

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Der Meister des Anakoluths

MAINZ – Wie er da hilflos mit den Armen rudert, Wort an Wort reiht und doch partout kaum ein ganzer Satz dabei herauskommen will, ein Thema anschneidet und doch im Bruchteil einer Sekunde fünf neue touchiert – kurz: einen ganzen Abend unterhaltsam mit prallem Nichts zu füllen, macht Piet Klocke so schnell keiner nach.

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Berliner „Distel“ reist nach „Shanghai“

MAINZ – „Shanghai“ ist mittlerweile das 116. Programm der Berliner „Distel“ und widmet sich unterschwellig der Bedeutung des chinesischen Wortes für Krise: Katastrophe und Chance. Wenn also die Weltwirtschaft langsam zerbröselt, bedeutet das für viele sicherlich ein Desaster – für pfiffige Kabarettisten aber auch die Chance, gekonnt zu pieken. Und nichts anderes liegt in der Natur der „Distel“.

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Bruno Jonas spielt „Bis hierhin und weiter“

MAINZ – Das aktuelle Soloprogramm von Bruno Jonas ist weit mehr als „nur“ Kabarett: Als abendfüllendes Ein-Personen-Stück seziert es den Raubtier-Kapitalismus aus der Sicht des Consulting-Managers Hubert Unwirsch. Und der gibt frank und frei zu: „Als Unternehmensberater müssen Sie auch mal Dinge tun, von denen Sie keine Ahnung haben. Und da liegt mein Talent.“

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Das Rümpfen des Menjou-Bärtchens

MAINZ – Diese Musik, die Schlager der 20er und 30er Jahre: Sie sind ihm eine Herzensangelegenheit. Warum? Robert Kreis hat nicht nur ein Faible dafür – er spürt dem feinsinnigen Humor der Weimarer Zeit nach, in der vor allem jüdische Künstler die Szene beherrschten. Anfang der 80er Jahre nahm der Holländer seine deutschen Nachbarn an der Hand und stieg mit ihnen in die Archive und Antiquariate, um dort den Staub von den Plattenhüllen zu blasen.

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„Leipziger Pfeffermühle“ mit neuen Körnern

MAINZ – Die Kartenpreise für das Gastspiel der „Leipziger Pfeffermühle“ im Unterhaus wurden zwar nicht gesenkt, aber das aktuelle Programm verspricht ja auch keinen Nachlass, sondern „30% Rabattzzz“. Und den machen die Alt-Pfeffermüller Burkhard Damrau und Dieter Richter mit ihrem stimmgewaltigen Neuzugang Franziska Schneider, die seit 2008 mit von der Partie ist, gewaltig.

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Ostwestfälische Plaudertasche

MAINZ – Als die Casting-Genese noch in den Kinderschuhen steckte, suchte der Privatsender Sat1 in seinem Format „Star Search“ Deutschlands beste Comedians. Und wurde fündig: Ingo Oschmann hieß der damalige Gewinner. Mittlerweile tourt er mit seinem dritten Bühnensolo „Wunderbar – es ist ja so“ als Mischung aus Kleinkunst, Stand up-Comedy und Zauberei durchs Land.

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Schöne Bescherung mit Lars Reichow

MAINZ – Nach „Allein unter Plätzchen“ hat der Mainzer Kabarettist ein neues Weihnachtsprogramm zusammen- und im Frankfurter Hof vorgestellt: „Himmel und Hölle“ ist der viel sagende Titel, der die beiden, leider untrennbar miteinander verbundenen Seiten der Adventszeit beschreibt.

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„Schwarze Grütze“ schenkt Hochprozentiges zum Fest

MAINZ – Stille Nacht, heilige Nacht? Ein Abend mit dem Kabarettduo „Schwarze Grütze“ ist weder still, noch ist Stefan Klucke und Dirk Pursche irgendetwas heilig. Wird auf den Weihnachtsmärkten derzeit gerne „Glühwein mit Schuss“ getrunken, so verzichten die beiden Potsdamer Kabarettisten nur zu gerne auf die klebrig-süße Plörre und schenken gleich hochprozentig ein.

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Werner Schneyder steht wieder im Ring

MAINZ – Bequem ist er nicht, der Werner Schneyder. Das war er früher nicht, soll und will er auch heute nicht sein. Anders als viele seiner bis zur Unkenntlichkeit weichgespülten Kollegen zielt er – noch immer – nicht auf den schnellen Lacher. Vielleicht ist es gerade diese Unaufgeregtheit, mit der er, der frühere Linksliberale, dem möglichen reaktionären Kritiker das Heft aus der Hand nimmt: „Ich bin konservativ“ heißt das Programm, das er gemeinsam mit dem Pianisten Christoph Pauli im Mainzer Unterhaus präsentierte.

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Die Kanzlerin im Fadenkreuz

MAINZ – Kann Angela Merkel denn gar nichts richtig machen? „Tilt 2008“, der traditionelle Jahresrückblick erweckt diesen Eindruck, so wie sich Urban Priol in diesem Jahr auf die „kleine ulkige Frau im Hosenanzug“, wahlweise auch die „machtverliebte Plattitüden-Mamsell“ eingeschossen hat.

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Neunter Teil der rheinischen Trilogie

MAINZ – Wie schwer auch immer er sei: einen Einbürgerungstest würde Konrad Beikircher mit Bravour, 1+ und Sternchen bestehen, ist der geborene Südtiroler und vor 43 Jahren nach Bonn Gezogene doch ein Paradebeispiel für den assimilierten Immigranten. Als derart intergierter „Imi“ stellt er derzeit den mittlerweile neunten Teil seiner „Rheinischen Trilogie“ vor.

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So schee kons Kabarett sei!

MAINZ – Das erste Programm von Martina Schwarzmann stellte die Frage: „Deafs a bissal mehra sein?“. Die Antwort darauf konnte nur verneinend wie bejahend ausfallen „A bissal? Auf keinen Fall, sondern viel, viel mehr!“ Dieser Forderung kommt Martina Schwarzmann jetzt endlich nach und präsentiert derzeit ihr aktuelles Programm „So schee kons Lebn sei“.

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Männer und Männer passen einfach nicht zueinander

MAINZ – Zwar sind Jo Malinke und Tetta Müller tatsächlich schon seit sieben Jahren verheiratet, doch erleben sie auf der Bühne als Malediva sozusagen ein Déjà-vu, denn die Hochzeit ist noch keinen Tag alt, die Erinnerungen umso frischer: Der eine fragte nach Heirat, der andere sagte nicht „Ja“, sondern eben nur „Ja, ja“…

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Träger des Deutschen Kleinkunstpreises 2009 stehen fest

MAINZ – Die Träger des Deutschen Kleinkunstpreises 2009 sind: Wilfried Schmickler (Kabarett), Sebastian Krämer (Chanson/Lied/Musik) und Jochen Malmsheimer (Kleinkunst). Den Förderpreis zum Deutschen Kleinkunstpreis erhält Uta Köbernick und der Ehrenpreis des Landes Rheinland-Pfalz geht an Gerhard Polt.

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Jochen Malmsheimer oder Genie trifft Sinn

MAINZ – Das Studium der Germanistik und Geschichte hat er damals abgebrochen, um Buchhändler zu lernen: Graue Theorie versus angewandte Praxis. Zum Glück: Was wäre den deutschsprachigen Kabarettbühnen vorenthalten worden!

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Ex-Top-Sigrid Eva Eiselt auch im Alleingang top

MAINZ – Ein bisschen skeptisch war man ja schon: Da steht mit „Top Sigrid“ ein Duo auf der Bühne, dass locker als Nachfolger der legendären „Missfits“ gelten darf und nach nur kurzer, aber erfolgreicher Karriere trennen sich Eva Eiselt und Christine Prayon. Während letztere erneut im Duo – diesmal mit Dalila Abdallah – auftreten wird, versucht es Eva Eiselt jetzt alleine.

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Otto on tour oder Lachen bis der Arzt kommt

MAINZ – Wie eine hochgetürmte Nordseewoge brandet der Applaus mit der Urgewalt einer Sturmflut durch die ausverkaufte Phönixhalle: Otto ist wieder da! Für Udo Jürgens beginnt das Leben bekanntlich erst mit 66 Jahren; wie wird dieser Abend erst verlaufen, wenn Otto dieses Alter erreicht hat?

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Horst Schroth webt das grüne Band der Antipathie

MAINZ – Bislang galt der kleine Kabarettist immer als Größter, wenn es darum ging, sich dem Dauerbrenner Mann & Frau niveauvoll wie bissig anzunehmen und als Zünglein an der Waage diese immer ein bisschen in Richtung des eigenen Geschlechts zu beeinflussen. In seinem neuen Programm „Grün vor Neid“ durfte das Unterhaus-Publikum eine neue Facette dieses begnadeten Bühnenkünstlers kennenlernen

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Vollprolette in Pink regt zum Nachdenken an

MAINZ – Ilka Bessin hat, will man ernst zu nehmenden Vertretern der Kabarettisten-Zunft Glauben schenken, wenig mit ihrem Alter Ego, der „Cindy aus Marzahn“ gemein, das im pinkfarbenen Habitus daherkommt, dessen Stil allein bei zart besaiteten Gemütern einen verständlichen Brechreiz verursachen mag. Grell überschminkt und gar furchtbar anzusehen kehrt sie als Cindy ihr Äußeres nach innen und retour.

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Mafiosi ohne Geigenkasten

MAINZ – Mit sizilianischen Clans soll man sich ja grundsätzlich nicht anlegen – vor allem nicht, wenn ihre Mitglieder so nervöse Zeigefinger haben wie die Cello-Mafia. Denn so wie richtige Killer mit der Schusswaffe umgehen, behandeln die Kollegen ihre klassischen Instrumente: erbarmungslos, treffsicher und absolut effektiv.

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Heinz Becker: gemein, aber ohne böse Absicht

MAINZ – Jeder hat sein Tabu, bei dessen Bruch er selbst im Kabarett empfindlich die Luft durch die Zähne zieht. Das weiß auch Gerd Dudenhöffer, wenn er seinen Heinz Becker sich durch die deutsche Hochsprache mäandern lässt und dabei so manche Wunde schlägt – freilich ohne bösen Willen.

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Schweizer Präzisionsarbeit mit Ursus & Nadeschkin

MAINZ – Wer den Bewohnern der Alpenrepublik eine gewisse Behäbigkeit, ja Langsamkeit nachsagt, kann leicht vom Gegenteil überzeugt werden: 45 Minuten Kabarett mit Ursus und Nadeschkin vergehen im gefühlten Augenblick, der gerade mal so lange dauert, wie man ohne Luft zu holen überstehen kann – Lachen und Atmen gleichzeitig ist halt schwierig.

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Mit Ottfried Fischer ab in die Heimat

MAINZ – Der Applaus im Unterhaus ist mehr als herzlich: Vor 22 Jahren ist Ottfried Fischer zum letzten Mal hier aufgetreten; damals erhielt er den Deutschen Kleinkunstpreis. Heute gilt er als Gastgeber von „Ottis Schlachthof“ im Bayerischen Rundfunk schon längst als kabarettistisches Urgestein und Schwergewicht sowieso. Mit dem Schritt, seine Parkinson-Erkrankung publik zu machen, ist er auf sein Publikum zugegangen. Und daher ist der Applaus auch mehr als nur Begrüßung.

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„Meine Damen, meine Herr’n – entklemmen Sie sich!“

SCHLANGENBAD – Ob die Hits der zahlreichen „Superstars“ von heute oder eines Florian Silbereisen gar in 70, 80 Jahren wohl Teil einer Revue im Rahmen des Rheingau Musik Festivals sein werden? Man kann es sich kaum vorstellen – vom Wollen ganz zu schweigen! Haltbarkeit ist eben auch eine Frage der Qualität – einer Qualität, die die Hits und Schlager der 20er und 30er Jahre des vergangenen Jahrhunderts ganz ohne Zweifel auch heute noch haben. Und dann braucht es eigentlich nur noch Künstler wie Robert Kreis, die den Staub vom Schellack pusten.

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Tom Haydn versprüht morbiden Charme im Weingut

MARTINSTHAL – In den – diesjährig 154! – Konzerten des Rheingau Musik Festivals wird ja meist das zweite Wort, nämlich die Musik betont. Doch wie ein erfrischender Schluck Riesling zwischendurch streuen die Programmplaner auch immer wieder die eine oder andere Veranstaltung ein, in der der Akzent eben auf dem Rheingau liegt – wie jetzt in Martinsthal, wo das Festival den österreichischen Liedermacher und Chansonier Tom Haydn begrüßte.

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„Zärtlichkeiten mit Freunden“: skurriles „Musik-Kasperett“ und bizarre Auswüchse eines anarchischen Humors

MAINZ – Als Superman noch seine Bahnen zog, fragten sich die Leute im Comic mit verblüffter Sprechblase gen Himmel, ob das nun ein Vogel oder ein Flugzeug sei. So ähnlich ging es auch den Gästen im kleinen Unterhaus zum Saison-Kehraus: „Ist es Musik? Ist es Kabarett?“ Die Antwort liefert der Untertitel unter dem Bandnamen „Zärtlichkeiten mit Freunden“: Es ist „Musik-Kasperett!“

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Arnim Töpel zieht es zu den verbalen Wurzeln

MAINZ – Hört man derzeit in den Medien außerhalb der Region jemand pfälzisch sprechen, ist es meist der amtierende Chef-Sozialdemokrat, der seine Rechte gegen die Linke erhebt. Und da tut es richtig gut, wenn eben diese Mundart einmal ein fast gänzlich unpolitisches Kabarett prägt. Weniger gehaltvoll wird das Ganze dadurch nicht.

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Neue „Lapsuslieder“ von Marco Tschirpke

MAINZ – Wenn der Applaus das Brot des Künstlers ist, hatte der Kabarettist Marco Tschirpke während seines Gastspiels im Unterhaus nicht viel zu beißen, sondern bekam sein Abendmahl erst am Ende des Auftritts. Andererseits lässt die Askese den kreativen Geist ja oft zu Höchstformen auflaufen. Und genau das passiert bei Tschirpke in seinem zweiten Soloprogramm „Lauf, Masche, lauf!“

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Tobias Mann geht mit „Man(n)tra“ auf Sinnsuche

MAINZ – Der Titel „Man(n)tra“ würde es nahelegen, gewisse Sachen eindringlich und gebetsmühlenartig zu wiederholen. Doch dieser Versuchung erliegt der Mainzer Kabarettist Tobias Mann nicht. Im Gegenteil: Seine Ma(n)tras sind knackige Pointen und intelligente Wortspiele, die Schlag auf Schlag ein Programm zusammenzimmern, das in zwei Stunden zwar nicht die letzten Sinnfragen klärt, doch trefflich zeigt, dass mit dem frischgebackenen Kleinkunstpreisträger junges Kabarettistenblut pulsierend durch die oft schon etwas verkalkten Adern der deutschen Brettlbühnen rauscht.

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Pigor & Eichhorn & der Ulf präsentieren Volumen 6

MAINZ – Hat man da etwas verpasst? Nach Volumen 4 präsentierte Thomas Pigor im Unterhaus jetzt gleich Volumen 6. Und was ist mit der 5? Die hatte Pianist Eichhorn im Alleingang konzipiert und „Benedikt Eichhorn singt & der Ulf muss begleiten“ genannt. Ohne Pigor! Na, der traut sich ja was! Aber Pigor hat das Heft wieder in die Hand genommen: Auch in Volumen 6 ist er der Platzhirsch. Der zwar nicht röhrt, aber eben singt. Und Benedikt Eichhorn? Muss wieder begleiten.

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Der Kabarettpreis Prix Pantheon 2008 geht an René Marik, Tobias Mann und Frank-Markus Barwasser

BONN (pm) – Der deutsche Kabarett-, Comedy- und Satirepreis Prix Pantheon 2008, dotiert in vier Kategorien mit insgesamt 13.000 Euro, wurde durch eine regelrechte „Kleinkunst-Olympiade“ zwischen zwölf geladenen Kabarettisten, Komikern, Liedermachern und Musikkomödianten aus der ganzen Republik, und Österreich Ende April im Bonner Pantheon ausgetragen.

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Wenn am nächsten Sonntag Bundestagswahl wäre…

MAINZ – …dann hätte der Kabarettist Lars Reichow durchaus relle Chancen, der nächste Bundeskanzler zu werden. Auch wenn seine erste Amtshandlung wäre, den Titel in „Unterhaltungskanzler“ zu ändern. Die Premiere seines gleichnamigen Programms in der ausverkauften Mainzer Phönixhalle brachte ihm schon mal – wie heißt es doch immer so schön – „breite Zustimmung seitens der Bevölkerung“ ein.

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„Lappen weg“ oder wenn Frauen ohne Regel(n) leben

MAINZ – Methadon für „Missfits“-Abhängige: Mit dem kabarettistischen Kammerspiel „Lappen weg“ von Autor und Regisseur Dieter Woll ist Gerburg Jahnke – bis 2005 Partnerin von Stephanie Überall als die legendären „Missfits“ – gemeinsam mit drei anderen Damen auf Tour.

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Sigi Zimmerschieds „Hirnrisse“: Humor ganz in Schwarz

MAINZ – Schwarzer Tisch und schwarzer Stuhl auf dunkler Bühne vor gleichfarbigem Vorhang – das ist die Kulisse, vor der der bayerische Kabarettist Sigi Zimmerschied sein aktuelles Programm „Hirnrisse“ spielt. Natürlich trägt auch er Schwarz, denn selbstverständlich ist auch der Humor, auf dem die Aus- und Einlassungen des Passauers basieren, von einer abgründigen Schwärze.

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Bodo Wartke beflügelt am Flügel mit versilberten Silben und raffinierten Reimen

MAINZ – Bodo Wartke muss nur ein paar Tasten des Bechstein-Flügels im ausverkauften Frankfurter Hof berühren und schon hängt ihm das Publikum wie per Knopfdruck an Händen und Lippen. Wenn der charmante Conférencier mit der gewinnenden Ausstrahlung eines Pennälers seine Lieder und Texte über kleine und große Dramen vorträgt, kann man einfach nicht anders, als begeistert sein.

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„Machensichmafrei, bitte!“: Visite mit Dr. Stratmann

MAINZ – Kleinkunstfiguren wie Adolf Tegtmeier, Atze Schröder oder Herbert Knebel haben den Ruhrpott salonfähig gemacht, die Gratwanderung zwischen westfälischer Behäbigkeit und rheinischem Temperament auf die Kabarettbühne gebracht. Und auch Dr. Ludger Stratmann tat wohl, als er den weißen Kittel des Hippokrates an den Praxisnagel hängte und seitdem ein Kabarettpublikum konsultiert, das sich auf gesunde Weise kranklachen darf.

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„annamateur und die Außensaiter“: zwei einfühlsame Musiker und eine Mordsstimme mit Gewicht

MAINZ – In einem Interview hat Anna-Maria Scholz, die über eine klassische Musikausbildung verfügt, mal gesagt, der Orchestergraben sei ihr zu niedrig zum Stagediving – und so steht sie jetzt auf der Kleinkunstbühne. Dass sie sich nicht ins Publikum schmeißt, werden ihr Zuschauer wie Mobiliar danken.

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With Shakespeare in Love: Bernd Lafrenz stemmt<br /> den „Hamlet“ auch im Alleingang mit Bravour

MAINZ – Was dem Goethe sein Gründgens ist dem Shakespeare sein Lafrenz – zumindest für den Freund der gepflegten Kleinkunst. Denn statt den Theatertempel sucht Bernd Lafrenz die Intimität der Kabarettbühne für seine freigeistigen Adaptionen der Shakespeare-Klassiker. Heute steht übrigens „Hamlet“ auf dem Spielplan.

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Unterwegs „in meinem kleinen Land“:<br /> Jan Weiler blättert in seinem Lesereisetagebuch

MAINZ – Wenn einer eine Reise tut, dann kann er nach dem Volksmund einiges erleben. Und natürlich auch davon erzählen: Jan Weiler, Autor von „Maria, ihm schmeckt’s nicht“ und „Antonio im Wunderland“ unternahm in den Jahren 2005 und 2006 eine Lesereise. Von ihr erzählt sein 2007 erschienenes Buch „In meinem kleinen Land“, woraus er während seiner aktuellen Tour auch vorliest. Unter anderem.

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Klassische Musik und mehr: „Salut Salon“ nimmt den Namen des Programms „Herzenssache“ mehr als wörtlich

MAINZ – Dass die klassische Musik jenseits der Betrachtung als hehre Kunst ihre herrlich heiteren Seiten hat, beweisen Kabarettisten und Musiker nicht selten ebenso überzeugend wie unterhaltend. Wenn aber wie bei „Salut Salon“ die vier Damen auf der Bühne bestens ausgebildete Künstlerinnen im Klassischen sind, bekommt das Ganze unvergleichbaren Stil und Noblesse.

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Live aus dem Zentrum der Komik:<br /> Kleinkunstpreisträger Tobias Mann im Interview

MAINZ – Tobias Mann ist ein im wahrsten Wortsinn ausgezeichneter Kabarettist, Musiker und Comedian. In den vergangenen Wochen und Monaten hagelte es Preise: den Münchner Kabarett Kaktus, den Hamburger Comedy Pokal und jetzt auch den Deutschen Kleinkunstpreis. Im Schreibwolff-Interview erzählt Tobias Mann von lang schlafenden Künstlerfaulpelzen, roten Fäden, Tabus, Vorbildern, Combaret und grobem Unfug.

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Horst Evers mit neuem Programm: „Schwitzen ist, wenn Muskeln weinen“

MAINZ – „Schwitzen ist, wenn Muskeln weinen“? Horst Evers stellt klar, dass es sich hierbei nicht um ein Fitnessprogramm handelt: „Eher ein alternativer Trainingsplan – im Sinne von Gegenteil.“ Denn das stämmige Nordlicht braucht keinen Sport, um gleich nach dem Aufstehen k.o. in den Sessel zu fallen…

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Axel Hacke und die Schönheit des Falschen oder: Der weiße Neger Wumbaba kehrt zurück

MAINZ – Auf leisen Sohlen betritt Axel Hacke die Bühne – es ist das flüsternde Zischen der Zündschnur, die gleich ein Feuerwerk des Sprachwitzes, ein Panoptikum abenteuerlicher Pointen abbrennen wird. Kurz: „Der weiße Neger Wumbaba“ ist zurück.

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Erwin Grosche staunt mit großen Augen über die Wirklichkeit und andere Übertreibungen

MAINZ – Mit Kulleraugen wird das Publikum von der Bühne angestaunt. Dort steht aber kein kleiner Junge, sondern ein ausgewachsener Mann. Wobei: Erwin Grosche gehört zentimetermäßig nicht zu den Größten, wohl aber, was Niveau und Schönheit, Witz und Originalität seiner großartigen Kleinkunst betrifft.

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Thomas Freitag schickt mit „Die Angst der Hasen“ eine Videobotschaft an Bin Laden

MAINZ – Das Thema Terror ist brandaktuell. Also hat es mancher Kabarettist auf der Pfanne. Doch keiner hat ihm bisher ein abendfüllendes Programm gewidmet. Thomas Freitag tut dies jetzt mit „Die Angst der Hasen“ und schafft damit ganz großes Theater voller komischer Momente, wunderbar platzierter Pointen und genialer Gedankengänge, den man flink wie ein Hase folgen sollte.

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„Die 3 Glorreichen sieben“: Auch das dritte Programm von „Knusper“ ist ein Volltreffer

MAINZ – Warum möchte man die drei Comedians der Gruppe „Knusper“ irgendwie noch als Kabarettnachwuchs ansehen, wo sie doch mittlerweile ihr drittes Programm auf die Beine gestellt haben? Vielleicht, weil sie nicht perfekt sind, nicht rundgelutscht und stromlinienförmig, nicht durchgetrimmt und passgenau, sondern immer noch frisch, frech und vor allem frei.

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Legende trifft Urgestein: Kabarettistischer Urknall mit Jochen Busse und Henning Venske

MAINZ – Nach seinem Ausflug in die oberflächlichen Tiefen der humoristischen Fließbandarbeit im privaten Fernsehen ist er nun – endlich! – auf die Kleinkunstbühne zurückgekehrt: Jochen Busse, die Legende, die von 1985 bis 1990 in der Münchner Lach- und Schießgesellschaft zu Höchstformen auflief. Und er ist nicht allein, denn sein Sparringspartner ist der frühere Lach- und Schieß-Kollege Henning Venske, ein Urgestein. Das Programm, das die beiden derzeit im Unterhaus spielen, heißt denn auch schlicht „Legende trifft Urgestein“.

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Hagen Rether spielt Kabarett, das die Sinne schärft

MAINZ – Der eine tobt wie ein Springteufel über die Bühne, der andere echauffiert sich innbrünstig über den umnachteten Zeitgeist – all das ist die Sache Hagen Rethers nicht: Wie ein resignierter Stammtischbruder auf hohem Niveau sitzt er am Flügel und sinniert in ein imaginäres Glas schweren Rotweins immer wieder über die gleiche Frage: „Was rege ich mich eigentlich auf?“

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