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Schreibwolff-Magazin

Jan-Geert Wolff

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Von A wie Appelt bis Z wie Zink

MAINZ (16. Januar 2013). Dass das Programm des Mainzer Unterhauses in der Regel äußerst bunt ausfällt, ist kein Geheimnis, sondern Grund für den Erfolg einer der wichtigsten Kleinkunstbühnen der Republik. Dass das jedoch auch für die gedruckte Fassung gilt, ist neu: Statt wie bisher die einzelnen Künstlerinnen und Künstler mit Fotos in Schwarz-Weiß abzubilden kann man die Konterfeis von A wie Ingo Appelt bis Z wie Anka Zink jetzt in Farbe bewundern.

Ansonsten bleibt alles beim alten, was heißt, dass das Unterhaus seit der ersten Vorstellung des erfolgreichen Fastnachtsmusicals „Feucht und fröhlich e.V.“ Anfang Januar bis zum Auftritt der A cappella-Gruppe „6-Zylinder“ am 16. Juni 2013 auf beiden Bühnen in der Münsterstraße 7 sowie mit Gastspielen im Frankfurter Hof, in der Phönixhalle und Rheingoldhalle viele Größen der Kleinkunst präsentiert: von viel versprechenden Nachwuchstalenten wie dem Poetry-Slam-Kabarett mit Marie-Theres Schwinn und Lars Kokemüller, Till Reiners oder Luke Mockridge bis zu altbekannten Künstlern wie Gerhard Polt, Helmut Ruge oder Matthias Deutschmann.

Natürlich sind auch wieder die Mainzer Lokalmatadore zu Gast: Den Anfang macht am 25. und 26. Februar Tobias Mann mit seinem aktualisierten Programm „Durch den Wind. Und wieder zurück“, gefolgt von Herbert Bonewitz am 3. April („Ein Narr packt wieder mal aus!“), Lars Reichow vom 22. bis zum 27. April („Das Beste für Mainz“) und Sven Hieronymus am 24. und 25. Mai („Rocker vom Hocker“).

Mit von der Partie sind viele Träger des Deutschen Kleinkunstpreises, der am 17. Februar an Helmut Schleich, Matthias Brodowy, Michael Hatzius, „Team & Struppi“ sowie Christof Stählin verliehen wird. Für das interessierte Publikum bietet das Unterhaus traditionell die öffentliche Generalprobe an, die um 15 Uhr beginnt. Matthias Brodowy ist nicht nur an diesem Abend Gast des Unterhauses: Als vorletzter Künstler der Saison präsentiert er vom 13. bis zum 15. Juni sein neues Programm „Kopfsalat“.

Kinder und Frauen zuerst heißt es im Unterhaus auch ohne Schiffbruch, denn die Bühne richtet sich mit Zauberer Frieder Fizz, Professor Humbug und dem Sparlampenleuchtstoffröhrenfisch sowie Kruschel mit dem „Rätsel der Zeitung von gestern“ auch an die jüngeren Zuschauer und macht dem „zarten Geschlecht“ in der Woche vom 9 bis zum 13.4. für Auftritte von Cloozy Haber, Meltem Kaptan, Carmela de Feo, Martina Brandl und Mia Pittroff die Bühne frei – das Motto: „Junge, Junge! Freche Frauen“. Im Zuge der Gleichberechtigung haben aber auch die Herren ihre Tage: „Mannomann!!!“ heißt es vom 13. bis zum 16. März, wenn Roberto Capitoni, die Liedermacher-Combo „Schnaps im Silbersee“, Torsten Sträter und Michael Sens im kleinen Unterhaus gastieren.

Nicht nur das Ensemble „Ohne Rolf“ am 27. und 28. Februar, Akkordeonist Frank Grischek am 6. April, Gerd Knebel mit neuem Programm am 9. und 10. April, Sebastian Pufpaff am 18. April, „Nordkvark“ am 28. April, das „GlasBlasSing Quintett“ am 4. und 5. Juni oder Jochen Malmsheimer am 12. Juni sind herausragende Abende, denn wie in jedem Jahr gilt auch für 2013 das, was Volker Pispers, der am 7. Juni in der Phönixhalle auftritt, rät: „Hingehen – vor allem, wenn man den Künstler (noch) nicht kennt.“

Karten gibt es im Vorverkauf montags bis freitags von 11 bis 14 und 16.30 bis 18.30 Uhr, telefonisch unter der Woche von 12 bis 14 und 17 bis 18.30 Uhr unter 06131 232121 sowie rund um die Uhr online unter http://www.unterhaus-mainz.de

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