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Jan-Geert Wolff

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Musik in Burgen und Schlössern 2012

MAINZ (26. Januar 2012). Mit Spannung erwartet wurde die Vorstellung des neuen Saisonprogramms von „Musik in Burgen und Schlössern“, einer, wie der Künstlerische Leiter von Villa Musica, Alexander Hülshoff, betonte, „wortwörtlich herausragenden Reihe“, die das Konzertangebot der rheinland-pfälzischen Landesstiftung bereichere.

Das 25. Jubiläum von Villa Musica wurde bereits Ende des vergangenen Jahres mit einem Festkonzert im Kurfürstlichen Schloss zu Mainz gebührend gefeiert. Aber auch das Eröffnungskonzert von „Musik in Burgen und Schlössern“ am 4. Februar 2012 in Schloss Engers (und in seiner Reprise am 5. Februar im Hambacher Schloss) feiert ein Jubiläum, denn die Reihe, die 1992 mit 20 Konzerten begann, wird in diesem Jahr 20 Jahre jung und hat sich in der Zwischenzeit zu einem vom Publikum wohl goutierten Konzertangebot gemausert: Villa Musica spricht von einer beachtlichen Konzertauslastung, die bei 90 Prozent liegt.

Mittlerweile 34 Spielstätten, darunter bekannte Orte wie Burg Trifels in Annweiler, Villa Ludwigshöhe und das Herrenhaus in Edenkoben oder das Hambacher Schloss, aber auch viele für manchen noch zu entdeckende Kleinodien wie die Alte Kirche in Spay, Schloss Bürresheim, das Museum für PuppentheaterKultur in Bad Kreuznach oder die Synagoge in Wittlich bilden 2012 die Kulisse für die über 80 konzertanten Veranstaltungen mit Kammermusik aus allen Epochen.

Zusätzlich zu der „Reihe in der Reihe“, den Trifels-Serenaden, die vom 7. Juli bis zum 8. September zu fünf Konzerten einlädt, nutzt Villa Musica nach Gastspielen anlässlich der Bundesgartenschau 2011 in Koblenz auch die Bühne auf der Festung Ehrenbreitstein zu einer weiteren Gruppe von Konzerten, die sich sowohl Familien als auch Touristen als vorabendlicher Musikgenuss empfiehlt: Bei freiem Eintritt – die Karte zur Festung gilt als Konzertbillet – kann man am 4. und 18. Juli sowie am 1. und 22. August jeweils um 18 Uhr in der Festungskirche Ehrenbreitstein erlesene Klassik-Serenaden erleben.

„Wir haben das ganze Land für Musik entdeckt“, betonte Kulturstaatssekretär Walter Schumacher und unterstrich, dass es im ganzen Land keine zweite Institution gebe, die eine solche Vielfalt von Konzerten anbiete: „Wir spielen in allen Teilen des Landes, nicht nur in den Städten. Das ist für das Publikum ein ganz, ganz großer Gewinn, den es ohne Villa Musica einfach nicht hätte.“ Und in der Tat: Blättert man sich durch den eigens erstellten Konzertflyer, der anschaulich über sämtliche Konzerte und Spielstätten informiert, stößt man auch auf eine Karte von Rheinland-Pfalz, die die zahlreichen Spielstätten topographisch noch einmal beeindruckend auflistet.

Einzelne Konzerte herauszugreifen hieße andere zu vernachlässigen – das wussten auch die Gastgeber der Pressekonferenz. Und doch setzte Alexander Hülshoff einige Akzente, da sich nicht nur das gesamte Saisonprogramm von Villa Musica, sondern gerade auch die Konzerte von „Musik in Burgen und Schlössern“ auf den bewährten Mix aus Bekanntem und Unbekanntem auszeichne. Der Künstlerische Leiter freut sich hier besonders über das Engagement von Größen der Kammermusik-Szene wie dem Amaryllis Quartett (am 14. April in der Villa Ludwigshöhe, Edenkoben) und dem Signum Quartett (am 22. April im Hambacher Schloss). Die Hege und Pflege des Nachwuchses wird dabei mit Stipendiaten-Konzerten und der letzten Trifels-Serenade dokumentiert, wenn am 8. September das Ensemble „LJO-Brass“ aus (früheren) Mitgliedern des Landesjugendorchesters auftritt.

Als bedeutende Gäste empfiehlt Hülshoff die beiden Pianisten Henri Sigfridsson (Konzerte am 2. März in Engers, am 3. März in Herxheim und am 4. März in Meisenheim) und Bernd Glemser (Konzerte am 23. März in Frankenthal, am 24. März in Egers und am 25. März in Waldmohr) sowie die Cellisten Jens Peter Maintz (Konzerte am 7. April in Mainz, am 8. April in Engers und am 9. April auf Burg Namedy) und David Geringas (Konzerte am 2. Juni in Mainz, am 3. Juni in Engers und am 5. Juni in Remagen).

Eine besondere Einladung spricht Villa Musica zu den beiden mehrtägigen Konzerterlebnissen auf Schloss Engers aus: Als Alternative zu Fasching, Fastnacht und Karneval findet auch in diesem Jahr ein musikalischer Marathon statt, an dem 2012 Antonin Dvořák im Mittelpunkt steht. Nach Brahms, Schumann und Beethoven widmet sich Villa Musica in diesem Jahr dem Komponisten aus Mittelböhmen und spielt vom 17. bis zum 20.Februar in fünf Konzerte unter anderem Streich- und Klavierquartette. Das Pfingstfestival dreht sich vom 25. bis zum 28. Mai 2012 um die Romantik und lässt in vier Konzerten Musik von Schubert, Mendelssohn, Weber und Spohr erklingen. Hier hört das Publikum nicht nur exquisite Musikdarbietungen, sondern lebt mit den Künstlerinnen und Künstlern unter einem Dach und kann auch an ihrer Probenarbeit partizipieren.

Der SWR überträgt als Partner von Villa Musica das Eröffnungskonzert am 4. Februar ab 18.30 Uhr in seinem zweiten Radioprogramm und ist auch bei weiteren Konzerten mit dem Ü-Wagen vor Ort, um die musikalischen Leckerbissen für den Hörer draußen im Lande mitzuschneiden.

Weitere Informationen zu den einzelnen Konzerten und Spielstätten hält der informative Flyer von „Musik in Burgen und Schlössern 2012“ bereit; Tickets gibt es unter den dort jeweils angegebenen Telefonnummern sowie im Internet unter http://www.villamusica.de.

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