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Schreibwolff-Magazin

Jan-Geert Wolff

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RheinVokal erlebte 2008 einen Zuschauerrekord

NEUWIED/MAINZ – Zum vierten Mal fand jetzt RheinVokal, das Festival am Mittelrhein statt. Und wenn man den Besucherrekord von deutlich mehr als 5.000 Konzertgästen bedenkt, können die Veranstalter – Villa Musica, der SWR und der Verein zur Förderung der Veranstaltungsreihe RheinVokal e.V. – durchaus zufrieden sein.

Schaut man rückblickend ins Programmheft, so haben sich allein schon die Überschriften der Grußworte erfüllt: „Große Stimmen in einer großen Landschaft“, kündigte SWR-Hörfunkdirektor Bernhard Hermann an, „Aus der Region in die Welt“ titelte Nikolaus Roth als Oberbürgermeister der Stadt Neuwied im Hinblick auf die weltweit ausgestrahlten Radioaufzeichnungen, von einem „jungen Festival“ sprach Kulturministerin Doris Ahnen und Prof. Dr. Joachim Hofmann-Göttig nannte als Vorstandsvorsitzender von Villa Musica Rheinland-Pfalz die Konzertreihe schlicht „ansteckend vital“.

Dr. Heidrun Miller ist als Geschäftsführerin des Festivals zurfrieden: „Wir hatten wundervolle Konzerte in schönen Sälen und viele begeisterte Besucherreaktionen – alles in allem also eine tolle Bilanz. In Zahlen ausgedrückt heißt das, dass wir erstmals über 5.000 Konzertbesucher hatten.“ Dass nicht alle Veranstaltungen ausverkauft waren, liege sicherlich an den gelegentlich sehr speziellen Programmen. Doch gerade diesen Nischen fühle sich RheinVokal ja auch verpflichtet: „Bei uns kann man auch Musik hören, die man hierzulande selten genießen kann.“

Die Christuskirche in Andernach, das Kursaalgebäude von Bad Ems, das Kurhaus in Band Neuenahr-Ahrweiler, St. Severus in Boppard, die Abteikirche Maria Laach, die Abteikirche Rommersdorf sowie die Koblenzer Basilika St. Kastor, der Bahnhof Rolandseck, Schloss Engers, die Festung Ehrenbreitstein und Schloss Stolzenfels sowie erstmals der Saal der Herrnhuter Brüdergemeinde, die Alte Wagenausbesserungshalle im Park am Binger Mäuseturm und die Landesvertretung in Berlin boten reizvolle Kulissen für die 21 Veranstaltungen von RheinVokal. Rückblickend nannte Hofmann-Göttig die Vielfalt der attraktiven Spielstätten neben der hohen Qualität der Konzerte eines der Markenzeichen von RheinVokal.

Die Größen der Vokalmusik weltweit sind bei RheinVokal mittlerweile gerne zu Gast – und gern gehörte Gäste: Neben dem SWR Vokalensemble Stuttgart und der Lautten Compagney Berlin hatten die Veranstalter unter anderem auch Cantus Cölln, das Calmus Ensemble Leipzig und The Consort of Musicke verpflichten können.

Die Konzertbesucher, die zum großen Teil aus der Mittelrhein-Region, mittlerweile aber auch aus dem angrenzenden europäischen Ausland kommen, wissen die Qualität und Bandbreite, die diesem Jahr von der sinfonischen Chormusik über A cappella- und Kantaten-Konzerte bis hin zu Chansons (mit Tim Fischer), mit Musik kombinierte Lesungen und dem finalen Konzert „Opera Jazz“ mit Mustafa Aziza Zadeh reichten, zu schätzen.

Wer das eine oder andere Konzert von RheinVokal 2008 verpasst hat, kann das Klangerlebnis im Radio nachholen: Vom 16. August bis zum 3. November 2008 sendet SWR 2 die Mitschnitte der einzelnen Konzerte (unter anderem in der eigenen RheinVokal-Radiowoche vom 27. bis 31. Oktober 2008). Die einzelnen Sendetermine sind im Internet unter www.rheinvokal.de einsehbar.

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